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Olympia-Tagebuch

Zwischendurch ein bisschen Schule

Noch ein paar Tage, dann geht es für die Sportler des RT Suhl bei den Olympischen Jugend-Winterspielen um Gold, Silber und Bronze.



Zwischendurch ein bisschen Schule
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Die Anspannung in den Schweizer Alpen steigt: Nur noch wenige Tage, dann wird es ernst für Nele Kaschinski, Merle Fräbel und Valentin Steudte. Ende dieser Woche gehen die drei Kufensportler vom Rodelteam (RT) Suhl bei den 3. Olympischen Jugend-Winterspielen auf Medaillenjagd. Die ersten Trainingseinheiten auf der Natureisbahn in St. Moritz waren vielversprechend. Die Bahn stehe "leicht", meint Rodlerin Merle Fräbel (16), sei also nicht allzu schwer zu fahren. Skeleton-Kollegin Nele Kaschinski (17) sieht dagegen noch "genug Baustellen". Und obendrein stehen ganz nebenbei auch noch Schularbeiten auf dem Stundenplan. Hier erzählen beide Thüringer Nachwuchshoffnungen, was die letzten Tage passiert ist.

 

Tag 4, 11. Januar: "Heute hatten wir unser erstes öffentliches Training von 8.30 bis 10.30 Uhr. Ich war schon sehr überrascht, als ich das erste Mal im Ziel ankam, wie leicht die Bahn dieses Jahr steht", erzählt Merle Fräbel, Deutsche Meisterin in der Jugend A. Da es sich bei der Olympia-Bobbahn von St. Moritz-Celerina um eine Natureisbahn handelt (die älteste und einzige der Welt), die jedes Jahr neu gebaut wird, ergeben sich immer feine Unterschiede im Streckenverlauf. Bei Skeleton-Pilotin Nele Kaschinski sorgte das anfangs für Probleme, auch sie hatte am vergangenen Samstag ihr erstes offizielles Training: "Nach längerem Grübeln über die beste Startspur scheint dieses Problem nun gelöst zu sein. Trotzdem gibt es noch genug Baustellen und bei dem Gedanken an die wenigen verbleibenden Läufe steigt die Anspannung doch ein wenig. Zum Glück gibt es am Start viele freundliche Volunteers, von denen gelegentlich sogar ein ‚Einen guten Lauf wünsche ich dir!‘ kommt."

Was immer wieder für die Anstrengungen entschädigt, ist das Drumherum - selbst dann, wenn man wie Merle Fräbel nach den Testläufen noch mal beim Konditionstraining auf dem zugefrorenen See in St. Moritz schwitzen muss. "Die Landschaft hier ist echt bewundernswert und wir genießen jeden Tag aufs Neue", notiert die Rodlerin ziemlich beeindruckt.

Tag 5, 12. Januar: Am Sonntag ist es ruhiger. Nele Kaschinski schreibt: "Heute stand uns der ganze Tag zur Verfügung, da keine Einheit auf dem Trainingsplan stand. Da haben wir gleich mal die Gelegenheit genutzt, um unsere Eisschnellläufer anzufeuern." Bei den Eisschnellläuferinnen gibt es ein Déjà-vu: Hier taucht der Name "Stirnemann" auf der Anzeigetafel auf. Nicht der der erfolgreichsten Eisschnellläuferin der Geschichte, Gunda Niemann-Stirnemann, sondern der ihrer Tochter Victoria vom ESC Erfurt. Auch sie ist in der Schweiz dabei. Ihre Mutter betreut sie als Trainerin.

Auf Merle Fräbel warteten dagegen andere wichtige Aufgaben: Schularbeiten. Erst als die erledigt sind, geht es wieder raus, direkt hinein ins traumhafte Alpenpanorama. "Nachmittags waren wir auf dem See, dann mit der ganzen Rodlergruppe Schlittschuhlaufen. Ein unvergessliches Erlebnis."

Tag 6, 13. Januar: "Das zweite offizielle Training liegt jetzt hinter uns und langsam hat man sich an die Bahn gewöhnt. Die erste Woche St. Moritz ist schon vorüber und ich muss sagen, dass die Zeit unglaublich schnell vergangen ist. Langeweile gibt’s hier jedenfalls nicht!" Ähnlich begeistert wie Nele Kaschinski zeigt sich Merle Fräbel. Die Rodlerinnen waren am Morgen ebenfalls wieder im Eiskanal, danach folgten die Doppelsitzer Jungs um Valentin Steudte und Partner Moritz Jäger vom Rennrodelclub Zella-Mehlis. "Den Nachmittag hatten wir frei. Valentin, Moritz und ich sind mit der Bergbahn auf den Muottas Muragl gefahren." Auf dem 2453 Meter hohen Berg in den Livigno-Alpen wartete ein großes Restaurant mit Dachterrasse und gigantischer Aussicht auf die drei. "Echt ein Traum", findet Rennrodlerin Merle Fräbel.

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Veröffentlicht am:
14. 01. 2020
21:26 Uhr

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14. 01. 2020
21:26 Uhr



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