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Wie Sand am Meer

Suhl steigt in Sachen Beachvolleyball in die erste Liga auf. Der Förderbescheid für die Beachanlage in Suhl-Nord ist da. In zwei Wochen sollen die Bauarbeiten beginnen.



Aus "Kiesgrube-Nord" wird Ostsee-Sandstrand: Hinter Reinhard Meusel, Stefan Mau und Mario Krieg sollen schon bald die Bagger rollen. Das Geld für die Erweiterung der Beachvolleyball-Anlage am Sportcenter ist da. Fotos (2): frankphoto.de
Aus "Kiesgrube-Nord" wird Ostsee-Sandstrand: Hinter Reinhard Meusel, Stefan Mau und Mario Krieg sollen schon bald die Bagger rollen. Das Geld für die Erweiterung der Beachvolleyball-Anlage am Sportcenter ist da. Fotos (2): frankphoto.de  

Suhl - Nein, so fein wie der Sand im Wüstenstaat Dubai sei er nicht, sagt Tim Berks. Aber Ostsee-Niveau habe das extra aus Coburg angelieferte Material allemal. Der Pressesprecher des VfB 91 Suhl schaut zufrieden vom Balkon des Sportcenters in Suhl-Nord auf die Beachvolleyball-Anlage herab. Endlich ist die Sache, mit der man so lange schwanger ging, in trockenen Tüchern. Endlich Schluss mit "Kiesgrube-Nord", dem "härtesten Beachvolleyball-Platz der Welt", wie ihn die eingefleischten Suhler Volleyballer gerne nennen.

12 135 Euro

Das Geld zum Ausbau der im Moment zwei Felder zählenden Anlage ist nun auch ganz offiziell angekommen. 12 135 Euro halten Reinhard Meusel vom Suhler Sportbund, VfB-Vereinsmanager Stefan Mau und Sportcenter-Geschäftsführer Mario Krieg Mitte dieser Woche in Form eines überdimensionierten Schecks in den Händen. Meusel hat ihn stellvertretend für den Landessportbund (LSB) Thüringen mit nach Suhl gebracht. Der LSB übernimmt im Rahmen der Sportstättenbau-Förderung bis zu 40 Prozent der Gesamtkosten bei derartigen Projekten. Im Fall von Suhl exakt 12 135 Euro. Dass die Suhler dieses Jahr gefördert werden, ist einem glücklichen Umstand zu verdanken: Weil bei anderen Vorhaben in diesem Jahr Gelder nicht abgerufen wurden - etwa, weil Vereine den Eigenanteil von mindestens zehn Prozent nicht aufbringen konnten - fließt das Geld nun nach Suhl.

Die Gesamtkosten des Umbaus in Suhl-Nord belaufen sich auf mehr als 30 000 Euro, sagt Mau. Den fehlenden Betrag übernehmen der Suhler Volleyballverein und das Sportcenter. Die Stadt Suhl beteiligt sich nicht an den Kosten.

Mit der schon bald um ein Feld erweiterten Anlage steigt die Waffenstadt in die erste Liga des Beachvolleyballs auf. Auf dem feineren Sand seien künftig offizielle Turniere möglich, erklärt Tim Berks. Turniere wie die Masters vor dem Erfurter Hauptbahnhof, genauso wie Thüringer Meisterschaften. All das scheiterte bislang, da zwei Felder für eine große Meisterschaft entweder eine Beschränkung der Teilnehmerzahl oder lange Wartezeiten zwischen den Spielen bedeuten würden.

Mindestens vier Jahre existierte die Idee für eine solche Beachvolleyball-Anlage bereits in den Köpfen der VfB-Verantwortlichen. Spätestens im Jahr 2014, sagt Berks, sei sie geboren worden. In jenem Jahr erreichte der VfB 91 Suhl zum vierten Mal in sieben Jahren das deutsche Pokalfinale.

Was seinerzeit dem erfolgreichen Team noch fehlte, waren Möglichkeiten, auch den Sommer mit Vereinsleben zu füllen. Früher, erzählt Berks, habe es auch mal die Überlegung gegeben, eine Beachvolleyballanlage an das Schwimmbad in Dietzhausen anzuschließen. "Aber da gab es Unstimmigkeiten mit dem Eigentümer, dem die Wiese dahinter gehört."

Nun also Suhl-Nord. Mitte September sollen die Bauarbeiten beginnen, Ende des Jahres soll alles fertig sein. Der Sand werde komplett ausgetauscht. Den Abtransport des alten Materials übernehmen die Handballer der HSG Suhl, die ebenfalls durch die Erneuerung profitieren; dann unter anderem, wenn die Beachpioniere Suhl nächsten Sommer wieder ihr Beach-Handball-Turnier ausrichten.

2019 könnten zudem die Landesmeisterschaften in Suhl ausgetragen werden. "Da gibt es Gespräche", sagt Berks. Fix ist dagegen schon ein Vorhaben für das Jahr 2020: Dann lädt der VfB-Fanclub "Dynamics" ein weiteres Mal zur Deutschen Beachmeisterschaft der Volleyball-Fanclubs der Bundesliga-Teams ein. kt

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Veröffentlicht am:
02. 09. 2018
14:43 Uhr

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02. 09. 2018
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