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Lokalsport Suhl

Was geht und was geht nicht im Sport?

Seit Mitte Mai dürfen Vereine in Thüringen wieder organisiert Sport treiben. Ab Juni öffnen außerdem wieder die Sporthallen. Trotzdem gibt es eine Menge zu beachten.



Vorsichtiges Herantasten an ein bisschen Normalität: Die D-Junioren von Jugendkraft Albrechts auf dem Weg zum Fußball-Training im Auestadion. Noch nicht alle Vereine haben das Training wieder aufgenommen.	Foto: frankphoto.de
Vorsichtiges Herantasten an ein bisschen Normalität: Die D-Junioren von Jugendkraft Albrechts auf dem Weg zum Fußball-Training im Auestadion. Noch nicht alle Vereine haben das Training wieder aufgenommen. Foto: frankphoto.de  

?Wie ist der momentane Stand der Dinge?

Seit dem 13. Mai ist Sporttreiben auf allen nicht-öffentlichen und öffentlichen Sport- und Freizeitanlagen wieder erlaubt. Ab 1. Juni dürfen außerdem auch Sporthallen und sämtliche anderen Freizeitangebote in geschlossenen Räumen wieder genutzt werden. Auch Fitnessstudios sowie Badeseen und Schwimmbäder unter freiem Himmel dürfen wieder ihre Tore öffnen. Sportveranstaltungen mit Zuschauern bleiben (genauso wie große Feste aller Art) bis einschließlich 31. August verboten.

 

?Wie handhaben es die
Behörden vor Ort?

Die Sportstätten der Stadt Suhl können nach Anmeldung in der Stadtverwaltung, 03681/74-25 68 oder -25 67, genutzt werden. Vor wenigen Tagen gab es hierzu ein Treffen zwischen Mitarbeitern der Stadtverwaltung sowie den Pächtern und Mietern der Sportanlagen, um Details zu besprechen. Die Stadt hat ein Muster für ein Infektionsschutzkonzept für die Vereine erarbeitet. Darin sind zentrale Vorgaben enthalten, die sich unter anderem aus der Verordnung des Freistaats ergeben. Am 25. Mai hat die Stadt ihre Freiluftanlagen für den organisierten Sport geöffnet. Alle anderen Sportanlagen folgen nach Pfingstmontag.

Zella-Mehlis/Benshausen verzichtet auf eine Voranmeldung. In der Ruppbergstadt ist allerdings im Moment lediglich die Jugendsportanlage "Alte Straße" für Einzeltraining geöffnet, nicht jedoch für den organisierten Vereinssport, teilt Sprecherin Andrea Grünkorn mit. Die Sportanlage kann an den Wochenenden von 9 bis 20 Uhr individuell genutzt werden; von Montag bis Freitag jeweils von 9 bis 16.30 Uhr, danach steht sie dem Vereinssport zur Verfügung. Toiletten und Umkleideräume sind gesperrt. Letztere sind auch in Suhl tabu, dafür dürfen Sportler die Toiletten zumindest einzeln betreten.

Während der Landkreis Schmalkalden-Meiningen seine Sporthallen am 2. Juni wieder öffnet, bleibt die Arena "Schöne Aussicht" in Zella-Mehlis vorläufig noch geschlossen. Grünkorn erklärt warum: Die Vereine müssten zuerst Infektionsschutzkonzepte bei der Stadt einreichen.

Für die Dreifelderhalle in Oberhof gibt es ebenfalls noch keinen Nutzungsplan für die nächste Woche, sagt Sandra Kummer vom Zweckverband Thüringer Wintersportzentrum. Lediglich die Profisportler nutzen sie aktuell, von Vereinen habe es noch keine Anfragen gegeben.

 

?Was müssen die Vereine im Vorfeld beachten?

Jeder Verein muss ein Infektionsschutzkonzept (ISK) erarbeiten, das alle Maßnahmen aufzeigt, um das Infektionsrisiko zu minimieren. "Die Infektionsschutzkonzepte brauchen nicht zur Genehmigung oder Prüfung bei den Behörden vorab eingereicht zu werden", schreibt die Stadt Suhl auf ihrer Internetseite. Zella-Mehlis möchte die Konzepte vorab einsehen. "Aufgrund der unterschiedlichen Gegebenheiten in den Vereinen und der unterschiedlichen Sportarten ist es erforderlich, dass jeder Sportverein, der die städtischen Anlagen fürs Training nutzen möchte, ein eigenes Konzept erstellt", betont Andrea Grünkorn. Anschließend werden die Konzepte mit den städtischen Vorgaben abgeglichen. Steht den Hygiene- und Schutzmaßnahmen nichts im Weg, kann eine Nutzung zugesagt werden.

Der Landessportbund Thüringen bietet auf seiner Homepage ein ISK-Muster zum Download an. Die Stadt Suhl hat bereits für ihre Sportstätten spezifische Konzepte zusammengestellt. Auch diese sind im Internet abrufbar. Wer die stadteigenen Sportanlagen nutzen möchte, muss das städtische ISK akzeptieren und Vereinsmitglieder benennen, die auf die Einhaltung der Regeln achten. Diese sind sehr umfangreich, reichen vom Einhalten der Abstände über das regelmäßige Lüften der Räume bis zum selbstständigen Reinigen der Sportgeräte und Führen einer Teilnehmerliste zum Nachverfolgen im Falle einer Corona-Neuinfektion.

 

?Was droht Vereinsmitgliedern bei Verstößen?

Das ist im "Thüringer Bußgeldkatalog Coronavirus zur Ahndung von Ordnungswidrigkeiten" geregelt. Ein paar Beispiele: Die Nichteinhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern kostet etwa 100 Euro Strafe. Hält jemand die weiteren Infektionsschutz-Regeln nicht ein, werden zwischen 500 und 1000 Euro fällig. Im Gegensatz zum Missachten des Mindestabstandes wird hier jedoch nicht der Übeltäter, sondern der Vereinsvorstand zur Kasse gebeten. Noch teurer wird es für den Verein, wenn kein schriftliches Infektionsschutzkonzept vorliegt. Dann sind bis zu 2000 Euro Strafe möglich.

 

?Was ist beim Training in einer Sporthalle zu beachten?

Sporthalle ist nicht gleich Sporthalle. Das gilt besonders in Corona-Zeiten. Über allem steht weiterhin: Abstand halten! Kampf- und Mannschaftssportarten, in denen sich die Athleten sehr nahe kommen, haben also weiter das Nachsehen. In Suhl ist man besonders vorsichtig: Während die Landesregierung eine Mindestfläche von 20 Quadratmetern pro Sportler für ausreichend hält, verlangt die Waffenstadt eine doppelt so große Fläche. "In einer Sporthalle", erklärt Suhls Stadtsprecherin Ingrid Pabst, "dürfen inklusive Trainer zehn Personen sein, sodass die 40 Quadratmeter pro Person eingehalten werden können. Bei einer Dreifelderhalle verdreifacht sich der Wert." Zwei Beispiele: Im Henneberger Haus (278 m²) dürfen maximal sieben Personen zusammen Sport treiben. Im Kraftraum der Wolfsgrube sind höchstens fünf gleichzeitig erlaubt.

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Veröffentlicht am:
29. 05. 2020
21:02 Uhr

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29. 05. 2020
21:02 Uhr



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