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Eine Halbzeit reicht, um zu verlieren

Der SV Dietzhausen taumelt weiter am Abgrund: In Floh-Seligenthal schenkt der SVD eine ganze Halbzeit her und damit auch das Spiel. 1:4 verlieren die Rand-Suhler. Es ist die vierte Niederlage im fünften Spiel.



Tore schießen und helfen: Auch die Suhler Kickers um Norbert Recknagel und Eckhard Pfeffer spendeten für die Suhler Kindertafel.	Foto: privat
Tore schießen und helfen: Auch die Suhler Kickers um Norbert Recknagel und Eckhard Pfeffer spendeten für die Suhler Kindertafel. Foto: privat  

Floh-Seligenthal - Hätte der SV Dietzhausen dieser Tage einen Wunsch frei, er würde wohl die Abschaffung der ersten Halbzeit im Fußball herbeisehnen. Auch beim Kreisoberliga-Spiel in Floh-Seligenthal verschläft der Fünfte der Vorsaison die ersten 45 Minuten, verliert das vierte von fünf Spielen in diesem Fußballjahr und hängt nun noch mehr im Tabellenkeller fest als man es ohnehin schon tat. 0:3 liegen die Rand-Suhler zur Pause beim FSV Floh-Seligenthal zurück. Am Ende verliert das Team 1:4.

1678 Euro für die Suhler Kindertafel

Die Spendenboxen sind geleert, nun kann das Geld anderen zugute kommen: In dieser Woche wollen die Verantwortlichen des SV Dietzhausen die Spenden, die während des alljährlichen Benefizturniers Ende August gesammelt wurden, übergeben. Nachdem im vergangenen Jahr alle Einnahmen dem Kinderhospiz in Tambach-Dietharz zugutekamen, darf sich in diesem Jahr die Suhler Kindertafel auf eine Finanzspritze freuen. Insgesamt wurden während des Benefizturniers 1678 Euro eingenommen. Hinzu kommt der Betrag, den die American Footballer der Suhl Gunslingers zusätzlich gesammelt haben, erzählt SVD-Trainer Sebastian Wendt.

Das Fußball-Benefizturnier gewann in diesem Jahr übrigens das Ärzte-Team vom Suhler Klinikum. Die Mediziner überstanden im Finale das Neunmeterschießen gegen die Dietzhäuser Old-Star-Mannschaft. Dritter wurden die Altherren-Fußballer der Suhler Kickers.


"Wir wissen nicht so richtig, woran es liegt", unternimmt ein niedergeschlagener SVD-Kapitän Hannes Joost kurz nach dem Spiel den Versuch einer Erklärung. "Generell sind die ersten Halbzeiten in dieser Saison schlecht. Nur im Pokal in Henneberg haben wir es gut gemacht", so Joost, der am Freitagabend wenigstens einen weiteren seiner bewährten Kollegen neben sich in der Abwehrreihe zurückbegrüßen kann: Stefan Thomas machte in der Innenverteidigung gegen Floh sein erstes Saisonspiel. Ibrahim Abdalla, der wieder ins Training eingestiegen ist, fehlt allerdings weiterhin.

Die sich nur langsam auflösenden Besetzungsprobleme der Dietzhäuser Hintermannschaft spielen auch Floh-Seligenthal in die Karten. Die Mannschaft von Thomas Offerle ist in Sachen Tempo klar überlegen. Der Plan ist simpel: Entweder es geht mit Steilpässen schnell durch die Mitte oder genauso zügig über die Außen. Wechselt der Ballbesitz wird es auf dem kleinen Kunstrasen schnell brandgefährlich - auch, weil Dietzhausens Außenverteidiger wie üblich hoch stehen und dann hinten fehlen. So wie beim 1:0 für den Gastgeber. Willy Sauer verliert in der Floher Hälfte nach ruppigem Zweikampf den Ball. Schiedsrichter Steffen Krech lässt großzügig weiterspielen und Floh drückt sofort aufs Tempo. Toni Seruneit wird steil geschickt und taucht allein vor Ersatz-Keeper Sebastian König auf (Stamm-Torwart Toni Hirsch muss weiter seinen Muskelfaserriss im Oberschenkel auskurieren). Seruneit tunnelt König, Floh führt (27.) und baut den Vorsprung durch einen individuellen Fehler in der SVD-Abwehr in der 38. Minute weiter aus, als ein Klärungsversuch geblockt wird und der Ball direkt vor den Füßen von Thomas Keßler landet, der leichtes Spiel gegen Torwart König hat.

Auch beim 3:0 ist die Dietzhäuser Hintermannschaft schlecht gestaffelt. Und das, obwohl der Diagonalpass von Marian Glock lange durch die Luft segelt. Jörg Dellit hat trotzdem genügend Vorsprung vor der aufgerückten Kette des SVD und macht problemlos das dritte Floher Kirmes-Tor.

So geht es in die Pause. Als nach Wiederanpfiff die Sonne im Haderholz hinter den Bäumen verschwunden ist, wacht Dietzhausen endlich auf. Lancine Keita wird eingewechselt und zieht gleich das Tempo an. Und weil der 18-Jährige die komplette linke Seite auf und ab spurtet, kann Kapitän Hannes Joost auf rechts Löcher in der Abwehr stopfen. Joker Keita sorgt dann auch für das erste Dietzhäuser Tor (63.). Floh hat den Spielbetrieb zu diesem Zeitpunkt weitgehend eingestellt, schafft aber mitten in der Dietzhäuser Drangphase das vierte und entscheidende Tor. Gut fünf Minuten vor dem Ende drischt Justin Schmidt das Leder unhaltbar unter die Latte. kt

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2019
22:18 Uhr

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Veröffentlicht am:
22. 09. 2019
22:18 Uhr



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