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Die Angst beim Siebenmeter

Auch die Handballer der Spielgemeinschaft Suhl/Goldlauter können den Siegeszug von Drittliga- Absteiger HSV Bad Blankenburg in der Thüringenliga nicht stoppen. 20 Minuten gut mitgehalten reichen am Ende nicht.



Gelbe Wand: Suhls Dawid Biskup (rot) bekommt die volle Breitseite ab. Die Aggressivität der Bad Blankenburger Abwehr ist ein Grund, warum die SG Suhl/Goldlauter das Duell gegen den Ligaspitzenreiter deutlich verliert. Aber auch die eigene Chancenverwertung. Foto: Norbert Kleinteich
Gelbe Wand: Suhls Dawid Biskup (rot) bekommt die volle Breitseite ab. Die Aggressivität der Bad Blankenburger Abwehr ist ein Grund, warum die SG Suhl/Goldlauter das Duell gegen den Ligaspitzenreiter deutlich verliert. Aber auch die eigene Chancenverwertung. Foto: Norbert Kleinteich  

Bad Blankenburg - In der 20. Minute geschieht in der "Guts-Muths"-Sporthalle in der Landessportschule Bad Blankenburg eine Sache, die jungen Mannschaften häufig passiert, wenn plötzlich etwas schiefgeht: Der junge Richard Vagner verwirft einen Siebenmeter für Suhl/Goldlauter. Im Gegenzug macht der Dominator der Handball-Thüringenliga, der HSV Bad Blankenburg, kurzen Prozess. Der Absteiger aus der dritten Liga zieht nach bis dahin zwei Toren Vorsprung in der Folge bis zur Halbzeit auf sechs Tore davon.

Der Trainer zum Spiel

Daniel Hellwig, SG Suhl/Goldlauter: "Wir waren in vielen Szenen kämpferisch zu vorsichtig. Wir müssen hinsichtlich der körperlichen Härte noch zulegen. Die Bad Blankenburger haben es uns heute gezeigt."

 

Eiskalt nutzt der bis heute ungeschlagene Ligaprimus die Unerfahrenheit der jungen Suhler Mannschaft aus. All seine sechs Spiele hat Blankenburg bis zum Sonntag in der neuen Liga gewonnen. Auch Suhl kann nicht mithalten.

 

Eigene Schwächen

Aber auch Suhls Abschlussschwäche macht den Unterschied aus: Insgesamt verwerfen die Spieler aus Südthüringen fast 30 Mal. Dass Suhl/Goldlauter anfänglich sogar kurz in Führung gehen kann (Kapitän Krisztian Galli trifft in der 5. Minute zum 4:2), ist vor allem den Siebenmetern geschuldet. Davon bekommen die Suhler im gesamten Spiel satte neun zugesprochen. Verwandelt werden jedoch nur fünf.

Auch Suhls Torhüter Tizian Bittermann und Robert Fleischmann erwischen nicht ihren besten Tag. Letzterer kommt von der 26. bis zur 35. Minute aufs Feld, hat es aber auch schwer und kassiert etliche Tore.

Nach der Halbzeit und dem 20:14-Zwischenstand verändert Trainer Daniel Hellwig erst einmal nichts. Man ist zufrieden mit dem Spiel, zumindest mit den ersten 20 Minuten. Doch Bad Blankenburg zeigt auch nach Wiederanpfiff zunächst keine Schwächen. Die Offensive des Tabellenführers macht kaum Fehler. Hier mitzuhalten, kostet Suhl viel Kraft.

Der Versuch, den Rückstand wettzumachen, scheitert. Und wie schon in Hälfte eins ist ein verworfener Siebenmeter, der das Team verunsichert: Jan Pindej könnte in der 34. Minute den Abstand auf zumindest sieben Tore verkürzen. Doch der Tscheche vergibt. Im Gegenzug wirft der HSV nicht nur das nächste eigene Tor, sondern baut den Vorsprung auf gewaltige zehn Tore aus (27:17, 43.).

Gegen das sehr körperbetonte Spiel der Gastgeber tun sich die Suhler schwer. Und es fehlt Torgarant Michael Frank. Der Halblinke, der vergangene Saison mehr als 100 Tore warf, musste erneut verletzungsbedingt passen. Auch Maik Gerstenberg konnte erst am Freitag vor dem Spiel das erste Mal überhaupt wieder mittrainieren. Er kam ebenso nicht zum Einsatz.

Und trotzdem kam Suhl/Goldlauter in den letzten 20 Minuten noch einmal heran. Bad Blankenburg ruhte sich auf seinen Vorsprung aus. HSV-Trainer Igor Ardan schenkt nun auch den Ersatzspielern Einsatzzeit. Zufrieden mit ihrem Spiel war er aber keineswegs, wie er der Ostthüringer Zeitung erklärte: "Wenn sie dann im Spiel sind, sollten sie sich schon anders präsentieren." Am Ende spielt das keine Rolle mehr. Suhl/Goldlauter kann nicht mehr zulegen. Weitergebracht hat dieses Spiel die junge Mannschaft aber dennoch. schi/kt/rd

 

Bad Blankenburg - Suhl/Goldlauter 33:28 (20:14)

Bad Blankenburg: Rein, Jahn - Havel (3 Tore), Zeman (3), Hanl, Musil (6), Petko (8), Köthe (1), Miller (3), A. Werner (3, davon 0/1 Siebenmeter), Geci (1), Ebert, M. Werner (5, davon 3/3 Siebenmeter)

Suhl/Goldlauter: Bittermann, Fleischmann - Hollo (3 Tore), Pindej (7, davon 2/3 Siebenmeter), Pauli (2), Pámer (1), Vagner (4, davon 1/2 Siebenmeter), Szenteszki (1), Galli (7, davon 2/4 Siebenmeter), Buncsik, Hantak, Biskup (3)

Schiedsrichter: Kallenbach/Vockenberg (Bad Salzungen/Eisenach); Strafwürfe: Bad Blankenburg: 3/4; Suhl: 5/9; Zeitstrafen: Bad Blankenburg: 6; Suhl: 3; Zuschauer: 290

Autor

Harry Felsch
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
05. 11. 2018
22:20 Uhr

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Harry Felsch

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05. 11. 2018
22:20 Uhr



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