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Der Neuanfang geht weiter

Erst runter und dann wieder rauf: Der 1. Suhler SV ist Vierter und das beste Heimteam der Liga. Wohin die Reise geht, ist offen. Eins steht allerdings fest: Für Trainer Nordmann ist es die letzte Saison.



Der neue Taktgeber im Suhler Spiel: Steffen Kolk (links) ist auf die Sechs versetzt worden. In den Testspielen - wie hier gegen Heldburg - mit Erfolg.
Der neue Taktgeber im Suhler Spiel: Steffen Kolk (links) ist auf die Sechs versetzt worden. In den Testspielen - wie hier gegen Heldburg - mit Erfolg.  

Der Fußballgott kann kein Suhler sein. Am Freitag vor einer Woche erreichte den Verein die nächste schlechte Nachricht: Kapitän Paul Eckstein muss noch ein weiteres Mal unters Messer. Am 17. April ist OP-Termin in Erfurt. Nach seiner schweren Verletzung im Spiel gegen Neubrunn hat sich im stark lädierten rechten Fuß Narbengewebe gebildet. "Kein großer Eingriff. Nur das Narbengewebe muss rausgeschnitten werden", beruhigt der 23-Jährige. Aber für alle, die noch ein Fünkchen Hoffnung auf eine Rückkehr Ecksteins in dieser Rückrunde hatten, ist nun gewiss: Suhls Abwehrchef wird definitiv nicht mehr spielen können.

Wieder muss SSV-Trainer Reinhold Nordmann also den arg gebeutelten Absteiger umbauen. Doch der 70-Jährige will viel lieber auf die positiven Dinge blicken: Dass die Mannschaft sich nach dramatischem Abstieg und Fehlstart in die unbekannte Kreisoberliga gefangen hat und auf Platz vier geklettert ist. Dass die Mannschaft zusammengewachsen ist und die jungen Spieler sich nach und nach zu Stammspielern weiterentwickeln.

Und Nordmann hat sich ein Ziel gesteckt: Platz zwei am Ende der Saison. "Diese Zielsetzung möchte ich haben. Wenn einer abspringt, sind wir da!" Nur der Meister stehe eigentlich schon jetzt fest, erzählt er weiter und ergänzt umgehend, dass das nicht ganz so ernst gemeint sei. Immerhin sei im Fußball bekanntlich alles möglich. Aber an eine sofortige Rückkehr des 1. Suhler SV in die Landesklasse will er trotzdem nicht so recht glauben ("Goldlauter hat einfach ein paar Granaten drin."). Stattdessen sagt er: "Den Aufstieg schaffen die Jungs dann im nächsten Jahr!"

Dann allerdings ohne den früheren Rechtsaußen-Stürmer vom VfL Osnabrück. Wie zu Saisonbeginn angekündigt wird Nordmanns zweite Saison als Chefcoach des 1. Suhler SV auch seine letzte sein. "Ein junger Mann muss ran", fordert der 70-Jährige. Ginge es nach dem Neu-Suhler, ein Nachfolger wäre schon gefunden. Sebastian Bohne - aktuell Co-Trainer der ersten Mannschaft - könnte ein Kandidat sein. "Er ist Trainer durch und durch. Ich überlasse ihm schon seit Wochen das Training, gebe nur den Inhalt vor." Nordmann hält viel von dem jungen Mann an seiner Seite, der noch keine 30 ist. "Warum sollte man so einem Mann nicht so eine Chance geben?" Noch ist aber keine Entscheidung gefallen - oder wie Nordmann es formuliert: "Bis jetzt ist es noch still im Verein."

Der Fokus scheint noch allzu sehr auf dieser Saison zu liegen, die am Anfang nicht so recht ernst genommen wurde: 0:2 verlor Suhl zum Auftakt gegen Dreißigacker. Am Samstag gibt es ein Wiedersehen, doch mit einer Niederlage rechnet diesmal eigentlich keiner. Suhl ist das Heimteam der Liga und Empor mittlerweile im Tabellenkeller angekommen.

Neuer Job für Kolk

Das Toreschießen wird dennoch nicht wie von selbst gelingen. Suhl fehlt - das weiß auch Nordmann - ein echter Knipser im Sturm. Und einer, der in der Vergangenheit vorne für Gefahr sorgte, hat nun eine neue Aufgabe in der Mannschaft: Nordmann hat Routinier Steffen Kolk auf die Sechs versetzt, wo er auch erst einmal bleiben soll. Das habe in den Testspielen bereits gut funktioniert, so Nordmann. "Das hilft uns und es ist wichtiger, vorne die jungen Leute laufen zu lassen." kt

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14. 03. 2019
20:44 Uhr

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14. 03. 2019
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