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Lokalsport Suhl

Bernd Eckert wechselt den Sieg ein

Auf umständliches Offensivspiel am Feiertag folgt effektive Torausbeute: Der 1. Suhler SV fertigt in der Fußball-Landesklasse den FC Steinbach-Hallenberg mit 5:2 ab. Ein Spieler von der Bank ist Gold wert.



Der Mann des Tages: Faton Abazaj (Mitte) kommt in der zweiten Halbzeit von der Bank und bedankt sich mit drei Treffern.	Foto: Sascha Bühner
Der Mann des Tages: Faton Abazaj (Mitte) kommt in der zweiten Halbzeit von der Bank und bedankt sich mit drei Treffern. Foto: Sascha Bühner  

Herges-Hallenberg - So komisch es sich bei einer 2:5-Niederlage anhört, aber der FC Steinbach-Hallenberg hätte diese Landesklasse-Partie nicht verlieren müssen. Es bewahrheitete sich einmal mehr die alte Fußballerweisheit: Wer seine Chancen nicht nutzt, wird bestraft. So fiel der Sieg des 1. Suhler SV sicherlich deutlich zu hoch aus, ging aber völlig in Ordnung. Und es war vor allem ein Mann, der sich den Titel "Mann des Tages" verdient hatte: Der eingewechselte Faton Abazaj. Der 19-jährige Albanier sicherte Suhl den Dreier mit drei Treffern in 30 Minuten.

Steinbach-Hallenberg kam gut ins Spiel und hatte gleich nach drei Minuten die erste gute Gelegenheit. Nach Doppelpass mit Aurelian-Andrei Dumitra schoss Robert Menz knapp über das Tor. Auch danach schafften es die Grün-Weißen öfter, mit schönen Spielzügen gefährlich vors SSV-Tor zu kommen. Allein der krönende Abschluss fehlte. Wie beim Freistoß von Menz (7.), dem Distanzschuss von Felix Fischer (10.) oder als Paul Endter allein vor dem Tor auftauchte, den Ball am Torwart aber auch am Tor vorbeispitzelte (19.).

Kolkrichtig

Von den Suhlern war in der ersten halben Stunde offensiv nichts zu sehen. Steinbach-Hallenberg hatte defensiv alles im Griff - bis zur 32. Minute. Wieder hatten sie einen Angriffsversuch des Aufsteigers abgefangen. Alexander Fischer spielte den Ball zurück zu Torwart Gerhard Leicht, der beim Versuch, den Ball weit herauszuschlagen, Steffen Kolk anschoss. Kolk wechselte am Samstag von der Abwehrmitte wieder auf die Stürmerposition - und stand goldrichtig. Von seinem Körper sprang die Kugel ins Tor. Die Gastgeber reklamierten Handspiel, aber der Treffer zählte. Ab da lief bei den Haseltalern bis zur Pause nichts mehr zusammen. Vielmehr hatten sie noch Glück, dass Max Jacobs bei einem Konter aus guter Position verzog.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Steinbacher den Druck. Robert Menz rückte in die Spitze und es dauerte nicht lange bis zum Ausgleich. Menz legte auf Robert Teske ab, der die Kugel gefühlvoll über die Abwehr in den Lauf von Menz zurückspielte und der Steinbacher Torjäger schob zum 1:1 ein (55.).

Und die Heimelf blieb dran. Menz bediente Endter, der frei vor Robert Mentzel am Suhler Schlussmann scheiterte (57.). Kurz darauf zog Teske nach einer Ecke am langen Pfosten volley ab, aber Mentzel kratzte die Kugel mit einem unglaublichen Reflex aus dem Winkel.

Statt 2:1 oder gar 3:1 stand es kurz darauf aber 1:2. Faton Abazaj - eingewechselt in Minute 51 für Paul Eckstein - hatte plötzlich freie Bahn, als der FC zu zögerlich in der Abwehr agierte. Der Suhler ließ sich nicht zweimal bitten und drückte die Kugel ins Netz (57.). Menz hatte kurz darauf die Ausgleichschance, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss.

Die Grün-Weißen versuchten weiter, Druck aufzubauen, agierten aber oft zu hektisch und nicht fehlerfrei. So in der 71. Minute, als die Suhler nach einem Ballverlust der Heimelf wieder messerscharf und effektiv konterten. David-Lee Gromm schloss überlegt zum 1:3 ab (71.).

Die Steinbacher beorderten nun Felix Fischer in den Sturm und verteidigten fortan mit einer Dreierkette. Kurzfristig zeigte das bei den Suhlern Wirkung, denn das 2:3 von Teske ließ nicht lange auf sich warten. Nach einem Eckball beförderte der Steinbacher die Kugel artistisch über die Linie (77.).

In der Folge drückten die Gastgeber, boten den Suhlern aber so auch reichlich Räume zum Kontern an. Und diese nahmen die Gäste eiskalt an. In der 84. Minute war Routinier Steffen Kolk rechts durch. Seine Eingabe lenkte Leicht genau vor die Füße von Abazaj, der zum 2:4 einnetzte. Während auf der Gegenseite der feine Schuss von Marc Wilhelm Zentimeter am Winkel vorbeiflog, setzte Suhl noch einen drauf, wobei die Abwehr der Gastgeber erneut nicht gut aussah. Wieder war es Faton Abazaj, der die Kugel schließlich zum 2:5 über die Linie drückte (87.).

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Ralf Ilgen

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Veröffentlicht am:
06. 10. 2019
19:58 Uhr

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Ralf Ilgen

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06. 10. 2019
19:58 Uhr



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