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Lokalsport Suhl

Olympia-Tagebuch

Aufpassen, dass man keinen Sonnenbrand bekommt

Fast 1900 Wintersport-Talente erleben gerade ihr kleines Olympia in der Schweiz. Auch drei Sportler vom RT Suhl sind bei den Jugend-Winterspielen dabei.



Valentin Steudte
Valentin Steudte   » zu den Bildern

Die Spiele haben begonnen und drei Kufensportler vom Rodelteam (RT) Suhl sind mit dabei: Am Donnerstag vergangener Woche startete die dritte Auflage der Olympischen Jugend-Winterspiele in Lausanne. Nele Kaschinski, Merle Fräbel und Valentin Steudte vom RT Suhl haben sich für das Großereignis in der Schweiz, bei dem fast 1900 Athleten aus 79 Nationen um Medaillen kämpfen, qualifiziert.

Für die drei Suhler - Fräbel und Steudte sind Rodler, Kaschinski Skeletoni - beginnen die Wettkämpfe zwar erst ab dem 17. Januar, Eindrücke haben die drei aber bereits zuhauf gesammelt. In unserem Olympia-Tagebuch erzählen sie, wie sich das Spektakel unter den fünf Ringen anfühlt, was im beschaulichen Sankt Moritz alles nach den Trainingseinheiten passiert und warum man tierisch aufpassen muss, keinen Sonnenbrand zu bekommen. Den Anfang macht Doppel-Rodler Valentin Steudte, 16 Jahre alt:

 

Tag 1, 8. Januar: Nach etwa sechs Stunden Autofahrt sind wir heute endlich in der Schweiz angekommen. Weil wir vor dem Einzug ins Olympische Dorf noch etwas Zeit hatten, konnten wir noch in Silvaplana auf (ja, auf !) den traumhaft schönen Silvaplanersee gehen. Der liegt auf einer Höhe von 1815 Metern und ist aktuell zugefroren. Durch das dicke Eis konnte man bis auf den Boden des Sees hinunterschauen. Anschließend sind wir in das Olympische Dorf eingezogen - nicht in Lausanne, dem Hauptort der 3. Olympischen Jugend-Winterspiele, sondern im 245 Kilometer östlich davon gelegenen Sankt Moritz. Die Rodler, Skeletoni, Bobfahrer und Eisschnellläufer sind hier untergebracht.

Tag 2, 9. Januar: Zweiter Tag in der Schweiz, erster Tag an der Bobbahn. Zum ersten Mal haben wir den Ort besichtigt, wo wir in gut einer Woche um die Medaillen fahren werden. Heute haben wir aber erst mal das Kaiserwetter voll und ganz genossen. Am Abend stand dann noch die offizielle Eröffnungsfeier in Lausanne an. Obwohl wir die nur von einer Leinwand aus mitverfolgen konnten, war es ein unbeschreibliches Gefühl, Teil eines solch atemberaubenden Ereignisses zu sein. Der Höhepunkt: Die Entzündung des olympischen Feuers.

Tag 3, 10. Januar: Erstes Training auf der ältesten Natureisbobbahn der Welt. Es war ein tolles Gefühl, wieder mit circa 120 Stundenkilometern unterwegs zu sein. Zur Krönung das Tages war heute - wie die letzten Tage auch - wieder einmal strahlend blauer Himmel. Die Sonne schien die ganze Zeit. Wir mussten sogar aufpassen, dass wir keinen Sonnenbrand bekommen! Wenn man nach den ersten drei Tagen eine Bilanz ziehen möchte, kann man hier nur alles loben - vom Wetter über die Freundlichkeit aller Funktionäre, die stets bemüht sind, dass es uns so gut wie möglich geht. Und ganz nebenbei ist unser Stützpunkt von einer traumhaften Kulisse umgeben: Ringsum sieht man die mit Schnee bedeckten, riesigen Berge der Alpen.

Grüezi aus der Schweiz, Valentin Steudte

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Veröffentlicht am:
13. 01. 2020
21:06 Uhr

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Veröffentlicht am:
13. 01. 2020
21:06 Uhr



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