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Lokalsport Sonneberg

Von Beginn an die Gejagten

Am Samstag, 19 Uhr, beginnt für die Thüringenliga-Handballer des Sonneberger HV die Rückrunde. Zu Gast sind die Spielzeugstädter bei Angstgegner VfB "Thomas Müntzer" Mühlhausen.



Sonneberg - Die Südthüringer sind von Beginn der zweiten Spielserie an die Gejagten. Liegen sie doch nach elf gespielten Partien mit 21:1 Punkten auf dem Spitzenplatz. Eine derart erfolgreiche Hinserie hatte man bei den Verantwortlichen des Sonneberger Handballvereins (SHV) überhaupt nicht erwartet. Musste man doch vor Saisonbeginn einen großen personellen Aderlass verkraften.

Doch mit einigen gezielten und glücklicherweise hochklassigen Neuverpflichtungen gelang es, nicht nur eine spielstarke, sondern eben auch erfolgreiche Mannschaft zusammenzustellen. Dies wiederum erfordert von allen Beteiligten viel Engagement und kann nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Fäden halten dabei der SHV-Vorstand und Trainer Konstantin Selenow gemeinsam in der Hand. Der ehemalige ukrainische Nationalspieler nutzte seine immer noch guten Kontakte, um eben einige Spieler ukrainischer Herkunft nach Sonneberg zu lotsen. Die Aufenthaltsbestimmungen erschweren dabei zwar die Integration, doch fand man bisher immer eine Lösung oder Alternative. So musste man beispielsweise in der zweiten Jahreshälfte des zurückliegenden Jahres mehrfach auf Oleg Kumogorodskyy verzichten. Das jedoch gehört der Vergangenheit an. Der wurfgewaltige Linkshänder hat nunmehr seine Arbeitserlaubnis erhalten und kann in Deutschland bleiben.

Bei Oleksandr Pedan und Andriy Dzhulay arbeitet man noch daran, weshalb sie zum Rückrundenauftakt auch nicht zur Verfügung stehen. Mit Konstiantyn Ustymenko holte man bereits Ende 2019 eine weitere Verstärkung. Im Laufe der Woche erwartet man zudem erneut zwei ukrainische Spieler. Die Spielerdecke sollte also für die Rückrunde zumindest groß genug sein, zumal ja in den Reihen der Sonneberger auch noch Akteure spielen, die bereits längere Zeit in den Farben der Spielzeugstädter auflaufen. Allen voran Kapitän Marius Bondar zum Beispiel, der in dieser Spielzeit bereits 81 Tore erzielte. Noch häufiger erfolgreich allerdings ist ein anderer. Auf Linksaußen dreht Anatoli Bulov seine Kreise. Der zurückhaltende, schmächtige Rechtshänder netzte bisher bereits 107 Mal ein und rangiert damit auf dem zweiten Platz der Torschützenliste. Da beide Spieler weniger Partien absolviert haben als alle anderen Topspieler der Liga, sind sie vom Durchschnitt ihrer geworfenen Tore pro Spiel sogar Spitzenreiter dieser Statistik (Bondar/9 Tore pro Spiel, Bulov/9,73).

Der einzige Minuspunkt

Doch Statistik ist das eine, die Realität etwas anderes. In der Hinrunde mussten einige Akteure der zweiten Männermannschaft zumindest auf der Bank aushelfen, um eine Alternative parat zu haben, da aufgrund von Verletzung oder Krankheit immer wieder personelle Engpässe vorherrschten. Diese Situation sollte sich aber durch die weiteren Neuverpflichtungen etwas entspannen. Weiterhin als feste Bestandteile der ersten Männermannschaft laufen auch in der Rückrunde Paul Dietrich und Thomas Heinz als waschechte Sonneberger mit auf. Hinter Einsatzzeiten von Spielertrainer Manuel Müller steht allerdings noch ein Fragezeichen. Bei ihm wird wohl von Woche zu Woche entschieden, ob er auf der Platte stehen kann. Im Großen und Ganzen aber ist man im Lager der Sonneberger zuversichtlich, die Rückrunde ähnlich erfolgreich gestalten zu können wie die Hinrunde.

Bereits die ersten Wochen des neuen Jahres werden den entscheidenden Fingerzeig geben. Betrachtet man den Spielplan, wird schnell klar, dass sich bereits bis zum März die Spreu vom Weizen trennen könnte - die Gegner jedenfalls haben es in sich. Chronologisch gesehen sieht es so aus: in Mühlhausen (18.1.), zu Hause gegen Ronneburg (25.1.), in Hermsdorf (1.2.), gegen Eisenach (8.2.) und im Werratal (29.2.). Danach dürfte sich das Tabellenbild noch etwas klarer darstellen.

Zum Jahresauftakt wird man dabei von einer Mannschaft empfangen, die man noch nie in deren eigener Halle besiegen konnte. Der aktuelle Tabellenplatz der Thomas-Müntzer-Städter, die bereits in der Vorwoche ihr erstes Punktspiel in Suhl verloren (24:26) und unter anderem deshalb mit 12:10 Punkten nur auf Rang sieben liegen, täuscht dabei gewaltig. Der einzige bisherige Minuspunkt der Spielzeugstädter übrigens resultierte genau aus dem Hinspiel, als man zum Saisonauftakt über ein 29:29 nicht hinauskam. shv

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Martin Blechschmidt
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Veröffentlicht am:
16. 01. 2020
18:58 Uhr

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Martin Blechschmidt

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Veröffentlicht am:
16. 01. 2020
18:58 Uhr



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