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Opa Günter sei Dank

Zum Eröffnungsspiel der Kreisoberliga in Schleusingen bekommt Tobias Treciak vor großer Kulisse die Torjäger-Kanone als bester Torjäger der 1. Fußball-Kreisklasse Ost. Ein Interview.



Interview: Tobias Treciak (FC Blau-Weiß Schalkau)
Interview: Tobias Treciak (FC Blau-Weiß Schalkau)  

Tobias Treciak vom Kreisliga-Aufsteiger FC Blau-Weiß Schalkau wird bester Torjäger der 1. Fußball-Kreisklasse Ost. Zum Eröffnungsspiel der Kreisoberliga in Schleusingen bekommt er vor großer Kulisse die Torjäger-Kanone. Freies Wort fragt nach.

 

Hallo Tobias, herzlichen Glückwunsch zur Torjägerkanone in der 1. Kreisklasse Ost.

Danke schön. Um aber so erfolgreich zu sein, brauchst du Mitspieler und eigentlich eine ganze Mannschaft. Und deshalb geht ein Teil dieser Auszeichnung auch an mein Team.

 

Mit insgesamt 24 Treffern haben Sie am Ende ganz oben gestanden. Wie hoch war eigentlich
Ihre persönliche Zielstellung?

Es gab mal eine Kreisklasse-Saison, da war ich mit 33 Buden nur Zweiter, weil Sportfreund Gottschalk mit 66 Toren ein überragendes Ergebnis eingefahren hatte. In diesem Bereich wollte ich auch wieder treffen. 30 Tore sind es zwar nicht geworden, aber mit den 24 Saisontoren kann ich gut leben.

 

Für Sie als Torjäger waren es
zwei total unterschiedliche Halbserien. Nach der Hinrunde waren es lediglich sieben Treffer. Dann kamen in der Rückrunde noch einmal 17 hinzu ...

Dies ist richtig. In der Hinrunde hatte ich noch ein wenig Ladehemmung. Als Rückkehrer musste ich mich erst wieder an die Mannschaft gewöhnen. Aber in der Rückrunde lief es dann viel besser. Auch, weil wir uns mannschaftlich noch einmal deutlich gesteigert haben. Wir sind ja die komplette Rückrunde ohne Niederlage geblieben. Da kommst du auf eine richtige Euphorie-Welle, wirst richtig getragen. Die Mannschaft hat mich hier sehr gut unterstützt. Und bei vielen guten Vorlagen konnte ich mit Toren deutlich zulegen.

 

Gleich in sechs Begegnungen
haben Sie mehrfach getroffen. Sind fünf Treffer wie im Match gegen Effelder II zuvor auch schon einmal gelungen?

Nein, dies war das erste Mal, dass ich gegen Effelder einen Fünferpack abliefern konnte. Zuvor ist dies mir mal unterklassig mit Schalkau II gegen Eisfeld gelungen. Das Höchste waren bis dahin vier Treffer gegen Themar und in der abgelaufenen Serie gegen 51 Sonneberg II. Dies sind immer schöne Erlebnisse.

 

Apropos Effelder. Auch dort
haben Sie ja schon die Fußballschuhe geschnürt. Waren Sie in diesem Match nach der Rückkehr nach Schalkau besonders
motiviert?

Ja, und vor allem nach dem Hinspiel in Effelder, wo wir nicht über ein 2:2 hinausgekommen waren. Und ich hatte ja auch nicht getroffen. Dadurch war ich im Rückspiel schon ein wenig motivierter. Ich wohne ja auch in Effelder. Und da gab es natürlich die eine oder andere Spitze Richtung Derby. Und ich habe mich extra noch einmal angestrengt und die Sache dann auf meine Weise, denke ich, überzeugend gelöst. Ich habe die Antwort fußballerisch auf dem Platz gegeben.

 

Gibt es noch Verbindungen
zu Ihren ehemaligen Akteuren nach Effelder und zu Coach Frank Vogel?

Ja, ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu den Jungs nach Effelder. Und wenn es die Zeit erlaubt, schaue ich auch ab und an mal beim Training vorbei. Das heißt, ich komme dann nach dem Training nach Effelder, und wir trinken gemeinsam ein Bier.

Zu Frank habe ich schon jahrelang ein gutes Verhältnis. Er war ja schon mein Trainer in Schalkau und auch in Effelder.

 

Viel wichtiger als die Torjägerkanone war mit Sicherheit der Aufstieg in die Kreisliga?

Der Aufstieg war für unsere Mannschaft sehr wichtig. Weil wir aktuell sehr viele junge Spieler haben. Hier ist es wichtig, dass nun in der Entwicklung der nächste Schritt folgen kann. Und die Jungen wollen sich natürlich nun auch eine Klasse höher in der Kreisliga beweisen. Wir wollten deshalb unbedingt den Aufstieg schaffen. Und dies ist uns dann ja auch geglückt.

 

Der Auftakt in der höheren
Spielklasse war mit dem 2:2 in Ummerstadt und dem 8:2-Heimsieg gegen Themar recht vielversprechend. Wo steht der FC am Ende der Saison?

Unser erstes Kreisliga-Spiel in Ummerstadt war vor allem in der ersten Halbzeit sehr ordentlich. Wir haben uns viele gute Torchancen erarbeitet. Und dann haben wir zu Hause dreifach nachgelegt. Mit dem Saisoneinstand sind wir sehr zufrieden. Wir wollen in dieser Saison den Klassenerhalt schaffen und uns im oberen Mittelfeld etablieren.

 

Aber noch fehlen Ihre Treffer ...

Wenn wir gewinnen, ist eigentlich egal, wer die Tore erzielt. Und dann gibt es ja auch noch die Rückrunde (lacht ).

 

Sie haben sich zur Saisoneröffnung in Schleusingen die Torjägerkanone abgeholt. Gibt
es einen Ehrenplatz dafür?

Natürlich! Ich bin ja als Malermeister selbstständig; die Kanone steht hier auf meinem Schreibtisch neben dem Laptop im Büro. Dies ist dann auch meine tägliche Motivation.

 

Steht die Kanone da alleine,
oder gab es schon ähnliche
Auszeichnungen?

Auszeichnungen als bester Torschütze beim Hallenturnier und bei der vereinsinternen Torschützenliste. Hier krönen wir auch jährlich den Torschützenbesten. Nun steht ein Trio auf meinem Schreibtisch. Der wertvollste Pokal ist dabei die zuletzt errungene Torschützenkanone.

 

Wie viele Treffer haben Sie
sich für die Aufstiegssaison
vorgenommen?

15 Treffer würde ich gerne erreichen.

 

Dies ist aber deutlich weniger
als in der 1. Kreisklasse ...

Hier stapele ich vielleicht auch ein wenig tief. Wenn mehr rauskommt, ist es schön, bei weniger würde ich mich aber auch ärgern. Aber wenn es gut laufen sollte, kann ich ja mein Ziel noch nach oben korrigieren. Das Wichtigste ist ja nicht, wie oft ich treffe, sondern, dass die Mannschaft gewinnt.

 

Gibt es bei Ihnen ein bestimmtes Ritual nach einem selbst erzielten Treffer?

Nein, eigentlich nicht. Wichtig ist, dass nach einem Treffer die ganze Mannschaft gemeinsam zum Jubeln kommt. Ich freue mich dann mit dem gesamten Team.

 

Und wer ist eigentlich Ihr
größter Fan?

Ich hoffe, meine Freundin (schmunzelt ) und natürlich mein Opa. Opa Günter ist bei den Spielen auch mit vor Ort. Als er noch ein wenig jünger war, hat er sogar die Auswärtsspiele in der Landesklasse auswärts mit verfolgt. Seit meinem sechsten Lebensjahr wurde ich von meinem Großvater in jeder Hinsicht unterstützt. Er hat mich eigentlich zum Fußball gebracht. Und deshalb hat auch er seinen Anteil an der Torjägerkanone.

Interview: Ulrich Hofmann

Autor

Ulrich Hofmann
Kontakt zum Autor

Veröffentlicht am:
13. 08. 2019
17:08 Uhr

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Autor

Ulrich Hofmann

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Veröffentlicht am:
13. 08. 2019
17:08 Uhr



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