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Lokalsport Sonneberg

Nur Wunschdenken?

Wenn am Samstag die beiden Südthüringer Handball-Thüringenligisten aus Sonneberg und Breitungen aufeinandertreffen, wird am Ende definitiv eines der beiden Teams Tabellenführer sein oder bleiben. So viel steht fest.



Eine Etage höher: Sonnebergs Muskelpaket Oleg Kumogorodskyy springt am Kreis nicht selten auch mal eine Etage höher als seine Bewacher.	Fotos: Carl-Heinz Zitzmann (2), frankphoto.de (1)
Eine Etage höher: Sonnebergs Muskelpaket Oleg Kumogorodskyy springt am Kreis nicht selten auch mal eine Etage höher als seine Bewacher. Fotos: Carl-Heinz Zitzmann (2), frankphoto.de (1)  

Sonneberg - Den Minuspunkten nach steht die HSG Werratal besser da; dennoch werden die Sonneberger aktuell als Tabellenführer gelistet. Und diesen Platz an der Sonne behalten möchten die Gastgeber aus der Spielzeugstadt am Samstag natürlich. Die Ausgangslage ist recht simpel: Sonneberg hat 9:1 Punkte, Werratal 6:0 Punkte. Die Spielzeugstädter haben bereits zwei Partien mehr absolviert und dabei eben noch nicht verloren. Werratal dagegen musste erst dreimal ran, gewann diese drei Partien aber eben auch allesamt. Unter dem Dach der heimischen SBBS in Sonnebergs Stadtteil Steinbach dürfte demnach gehörig Feuer sein, zumal auch aus dem Werratal etliche Fans erwartet werden. Einem stimmungsvollen Handballabend steht also nichts im Wege. Im Vorfeld duellieren sich übrigens die Vertretungen Sonneberg II und Ilmenau ab 17 Uhr. Das Spitzenspiel der Thüringenliga wird dann wie gewohnt um 19 Uhr vom erfahrenen Schiedsrichterpaar Klich/Pfefferkorn angepfiffen.

Keine Verschnaufpause

Die Gäste aus dem Werratal reisen mit einer blütenweißen Weste an, gewannen im September bereits zu Hause zum Saisonauftakt gegen Arnstadt/Plaue mit 42:15 und fertigten auch die Altenburger in deren Halle mit 30:20 ab. Vergangene Woche konnte man den ebenfalls sehr stark aufspielenden Südthüringer Konkurrenten aus Suhl zu Hause mit 28:25 niederringen. Der personelle Umbruch beziehungsweise Neuanfang in Breitungen scheint sich also bisher zumindest auszuzahlen.

Bei den gastgebenden Spielzeugstädtern ist dies - fast wider Erwarten - genauso der Fall. Nach dem personellen Aderlass nach der zurückliegenden Saison und der kurzen Vorbereitungszeit des neu zusammengestellten Teams rechnete man eigentlich mit einem holprigen Saisonstart. Doch die Truppe um Spielertrainer Manuel Müller und seinem Pendant Konstantin Selenow zeigt, wie viel man mit Routine erreichen kann. Freilich ist das Durchschnittsalter der Sonneberger recht hoch, aber man machte aus der Not eine Tugend, holte erfahrene Spieler, die ihr Können von der ersten Sekunde an aufs Parkett brachten. Der bisherige Saisonverlauf ist schon beachtlich, bedenkt man, dass nach dem 29:29-Remis zum Saisonauftakt gegen Mühlhausen vier Siege folgten. Und dabei bezwang man keinesfalls Laufkundschaft, denn Ronneburg (32:22), Hermsdorf (24:23), Eisenach (33:25) und in gewisser Weise auch Goldbach (31:16) gehören eher zu den Medaillenanwärtern. Umso gespannter dürfen die Handballfans aus der Spielzeugstadt auf den Samstagabend sein.

Werratal wird der nächste richtig dicke Brocken sein, den es zu bezwingen gilt. Was den Mannen aus Sonneberg aber bereits zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison anzumerken ist und zu einem Problem auswachsen kann, ist die dünne Personaldecke. Freilich zaubern Bulov, Bondar und Kumogorodskyy Woche für Woche besten Handball aufs Parkett, doch gibt es im Prinzip keine Verschnaufpausen. Im langen Saisonverlauf wird sich dies zweifelsohne noch mehr bemerkbar machen. Doch an die fernere Zukunft denkt man in der Spielzeugstadt aktuell nicht. Vielmehr freut man sich auf das Spitzenspiel, welches viel Potenzial hat, denn es treffen auch zwei spielstarke Mannschaften aufeinander.

Das Prunkstück der Gastgeber ist bisher unumstritten die Abwehr. Durchschnittlich lediglich 23 Gegentore kassierte man, erzielte dagegen fast 30 eigene Treffer pro Spiel. Diese Quote wünscht man sich im Lager der Sonneberger natürlich auch für den Samstagabend. Wie viel Wunschdenken dahinter steckt, oder ob es tatsächlich in die Realität umgesetzt werden kann, das werden die Handballfans ab 19 Uhr live erleben dürfen. shv

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Michael Blechschmidt
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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
16:48 Uhr

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Michael Blechschmidt

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Veröffentlicht am:
17. 10. 2019
16:48 Uhr



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