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Notbetrieb auf dem Centre Court - "besser als gar nichts"

Als einer der ersten Sportvereine Sonnebergs darf der Tennisclub Sonneberg seit 4. Mai den Trainingsbetrieb auf Sparflamme wieder aufnehmen. An Normalität im von Geselligkeit bestimmten Verein ist aber nicht zu denken.



Noch vor der Kontaktsperre: Beim Wintertraining in der Tennishalle in Dörfles-Esbach bereiteten sich die Sonneberger Michael Klug, Freddy Hößrich, Uwe Gebhardt und Patrick Barth (von links) auf die anstehende Outdoor-Saison vor. Daran ist derzeit aber noch nicht zu denken.	Foto: Verein
Noch vor der Kontaktsperre: Beim Wintertraining in der Tennishalle in Dörfles-Esbach bereiteten sich die Sonneberger Michael Klug, Freddy Hößrich, Uwe Gebhardt und Patrick Barth (von links) auf die anstehende Outdoor-Saison vor. Daran ist derzeit aber noch nicht zu denken. Foto: Verein  

Sonneberg - Nach langer, corona-bedingter Zwangspause laufen die Aktivitäten im Breitensport der Region ganz langsam wieder an. Als einer der ersten Sportvereine durfte der Tennisclub Sonneberg e. V. am
4. Mai den Trainingsbetrieb aufnehmen. Doch das normale Vereinsleben ist damit noch nicht zurück.

"EIO" und "Medizin"

Der Tennisclub Sonneberg e. V. wurde 1990 gegründet. Vorgängervereine waren die BSG "Medizin" Sonneberg sowie seit 1978 die BSG "EIO" Sonneberg, Sektion Tennis. Die aus drei Sandplätzen bestehende Tennisanlage befindet sich seit 1980 oberhalb des Sonneberger Fußballstadions. Der Sportverein zählt zurzeit 30 Mitglieder.

 

"Üblicherweise trainieren unsere Herren am Dienstagabend, die Damen kommen am Mittwoch auf den Platz. Von geregeltem, gemeinschaftlichem Training, so wie wir es vor Corona praktiziert hatten, sind wir angesichts der aktuellen Lage aber leider noch weit entfernt", konstatiert der Vereinsvorsitzende des Sonneberger Tennisclubs, Uwe Gebhardt. Der Verein zählt momentan 30 Mitglieder, die Herren bestreiten ihre Punktspiele normalerweise in der Bezirksliga Thüringen. Für die kommende Zeit aber sind alle anstehenden Punktspiele abgesetzt. Training dürfe momentan nur unter Beachtung der strengen Richtlinien des Thüringer Tennisverbands stattfinden, so Vereins-Chef Uwe Gebhardt.

 

Konkret heißt das: Treffen auf dem Vereinsgelände nur nach Einzelabsprache und ausschließlich zum sportlichen Zweck. Zwei Mitglieder können sich je Feld miteinander zu einem Duell verabreden, bei den drei vorhandenen Feldern ergibt das eine Maximalanzahl von sechs Tennissportlern, die sich gleichzeitig auf dem Gelände unter Wahrung des Mindestabstands und der bekannten Hygienevorschriften bewegen dürfen. Ein Doppelmatch? Nicht möglich. Zusätzlich muss sich jeder Trainingsbeteiligte in eine Liste eintragen, sodass Kontaktpersonen im Fall der Fälle nachverfolgt werden können.

Kein Tennis mit Maske

"Im Grunde ist derzeit das ganze Vereinsleben auf ein Minimalniveau reduziert, erlaubt sind nur ankommen, spielen und wieder gehen. Da fehlt uns als Gemeinschaft schon einiges. Wir haben sonst immer noch nach dem Training zusammengesessen, etwas gegessen und getrunken und haben den Abend gemütlich ausklingen lassen. Andererseits dürfen wir froh sein, dass wir überhaupt wieder Tennis spielen dürfen; Notbetrieb ist immerhin besser als nichts", erklärt Gebhardt. Außerdem verweist er auf die vielen ehrenamtlich geleisteten Stunden, die jedes Jahr im Frühjahr notwendig seien, um den Platz für die Outdoor-Saison herzurichten. Die Arbeitseinsätze konnten im April selbstverständlich nicht wie sonst mit geballter Mannschaftsstärke durchgeführt werden, sondern nur in einer sehr abgespeckten Variante. Gerade wegen der zeitintensiven, müßigen Arbeit, die in das Herrichten der drei Plätze investiert wurde, wäre es schade, wenn heuer nur wenig gespielt werden könnte.

Dass beispielsweise künftige Punktspiele mit Maske bestritten werden könnten, hält Gebhardt für nicht praktikabel: "Tennisspielen mit Maske, das funktioniert einfach nicht, das kann sich nicht durchsetzen. Wenn solch ein Vorschlag doch mal auf den Tisch kommen würde, würden das unsere Vereinsmitglieder im Spielbetrieb ablehnen."

Autor

Moritz Bauer
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Veröffentlicht am:
15. 05. 2020
09:58 Uhr

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Moritz Bauer

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15. 05. 2020
09:58 Uhr



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