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Lokalsport Sonneberg

Fortuna verweigert erneut einen Pakt

Der Ausweichplatz in der Talstraße bringt Steinachs Landesklasse-Kickern kein Glück. Dem Favorit aus Borsch unterliegen sie im Dauerregen 1:2.



Rechtzeitig: Steinachs Torwart Pascal Neuber (rechts) und Markus Greiner (Mitte) retten vor dem Borscher Riccardo Fladung (links).	Foto: Carl-Heinz Zitzmann
Rechtzeitig: Steinachs Torwart Pascal Neuber (rechts) und Markus Greiner (Mitte) retten vor dem Borscher Riccardo Fladung (links). Foto: Carl-Heinz Zitzmann   Foto: Carl-Heinz Zitzmann

Steinach - Dauerregen stellt die Steinacher Fußballer eigentlich vor keinerlei Probleme; haben sie doch den Kunstrasen in der Talstraße. Und hier begannen die Kontrahenten am Samstag ohne großes Abtasten. Einem 4-2-3-1-System stand ein 4-3-3 der Gäste entgegen. Zunächst schien der Platzhirsch damit mehr Erfolg zu haben, denn nach nur fünf Minuten erreichte ein Traumpass von Niklas Tanneberg den auf außen durchlaufenden Felix Häusler, doch dessen Abschluss landete in den Wolken.

Trainerstimmen

Andreas Herzberg (Borsch/vor dem Spiel): Wir versuchen trotz vieler Ausfälle in der Defensive, unser Spiel durchzuziehen und geben auch einigen jungen Spielern eine Chance. Mit leeren Händen wollen wir nicht nach Hause fahren. Doch in Steinach ist es immer schwierig zu spielen.

Christian Häusler (Steinach/vor dem Spiel): Nach den jüngsten Spielen, wo uns etwas das Glück fehlte, wollen wir heute gut dagegenhalten und dem Gegner das
Leben schwer machen. Ich mache meinem Team trotz der letzten Punktverluste keinen Vorwurf.
Irgendwann haben wir auch mal das Glück auf unserer Seite.

Die Borscher hielten dagegen, obwohl ihnen der Kunstrasen ungewohnt vorkam. Maximilian Seimls Weitschuss strich aber am Tor vorbei. Die 80 ausharrenden Fans sahen trotz des Sauwetters ein munteres Spielchen. Passenderweise ergänzte Edelfan Peter Hausdörfer: "Nur ein wenig Schnee würde noch fehlen." Es ging trotzdem munter weiter. Nur knapp verpasste dann Nico Leipold-Büttner die scharfe Eingabe von Dominik Lorenz (14.). Die Steinacher versuchten mit viel Leidenschaft, den Spielfluss der technisch versierten Gäste zu stören. Kein leichtes Unterfangen, denn Kapitän Marius Bittorf zog im Mittelfeld geschickt die Fäden und versuchte, das Borscher Spiel über die Außenbahnen aufzuziehen, was auch phasenweise gut gelang. Nur gut, dass René Melzer mit seinem Abschluss knapp scheiterte (22.). Torlos endete eine interessante erste Halbzeit vor allem deshalb, weil beide Defensivreihen trotz personeller Probleme sicher standen. Unsicher dagegen der Auftritt der Unparteiischen nach einigen unverständlichen Entscheidungen.

Noch zielstrebiger wirkten die Borscher nach dem Pausentee; nur Torchancen blieben zunächst Mangelware. Die Kampfzone definierte sich zwischen den Strafräumen. Bis zur 52. Minute, als Max Töpfer die Murmel in aussichtsreicher Position nur knapp verzog. Doch kam nun mehr Bewegung ins Spiel, zumal Töpfer wenig später den Ball volley nahm, ihm aber das Leder über den Spann rutschte (62.).

Nun reichte es aber den Gästen. Besonders die Routiniers im Team, Marius Bittorf und Martin Gimpel, ordneten nun das Gäste-Spiel und beschworen so mehrfach Gefahr herauf. Die Eleven von Steinachs Coach Christian Häusler blieben trotzdem im Spiel, denn Lorenz (als Vertreter von Wohlleben) sowie Greiner auf der Außenbahn sorgten nun für zwingende, jedoch erneut glücklose Vorstöße (68./69./71.). Das rächte sich nach 73 Minuten, denn Melzer lochte eiskalt ein. Nun zeigten die Gäste einfach etwas mehr Cleverness und erwischten Steinach erneut eiskalt - diesmal traf Matthäus Schmelz (0:2/86.).

Eine turbulente Schlussphase, in der die Steinacher wirklich alles versuchten, wurde zwar mit dem Anschlusstreffer von Tanneberg gekrönt (90.+1), nur kam dieser Treffer zu spät. Und so hatten die Steinacher wieder keinen Pakt mit Fortuna schließen können; erneut fehlte das Quäntchen Glück.

Autor

Ulli Queck
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Veröffentlicht am:
03. 11. 2019
19:20 Uhr

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Autor

Ulli Queck

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Veröffentlicht am:
03. 11. 2019
19:20 Uhr



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