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Lokalsport Sonneberg

Erste Mission erfüllt

Die Thüringenliga-Handballer des Sonneberger HV bezwingen im ersten Spiel der Saison einen wahrlich nicht schwachen Gegner vom SV Hermsdorf mit 27:25, liegen aber zur Halbzeit noch mit 10:13 im Rückstand.



Start in die Serie: Vor einer gut gefüllten Halle laufen Sonnebergs Handballer in einer völlig neuen Formation sowie die Allerjüngsten des Vereins aufs Parkett der SBBS-Halle.	Fotos (3): Steffen Ittig
Start in die Serie: Vor einer gut gefüllten Halle laufen Sonnebergs Handballer in einer völlig neuen Formation sowie die Allerjüngsten des Vereins aufs Parkett der SBBS-Halle. Fotos (3): Steffen Ittig   » zu den Bildern

Sonneberg-Steinbach - "War das ein Saisonauftakt", werden sich bestimmt etliche der knapp 350 Zuschauer am vergangenen Samstag in der SBBS-Halle gefragt haben. Feierte doch die fast neu formierte Heimmannschaft einen knappen, aber dennoch hochverdienten Sieg gegen eine eingespielte Hermsdorfer Mannschaft. Doch danach sah es zunächst gar nicht aus ...

Äußerst nervös begannen die Sonneberger ihr erstes Heimspiel der neuen Saison. "Ich glaube, sie wollten gleich von Anfang an ihr Bestes zeigen", mutmaßt SHV-Spielertrainer Manuel Müller. Doch was er auf dem Spielfeld und sein Co-Trainer Konstantin Selenow von der Bank aus an vergebenen Torchancen quittieren mussten, passte am Samstag schon nicht mehr auf die berüchtigte Kuhhaut. Jemanden da besonders zu kritisieren, hält Müller nicht für dienlich. "Klar, wir haben viele 'Freie' verworfen - also Chancen, direkt vor dem gegnerischen Torwart", versucht Müller zu erklären. "Da denkst du als Außenstehender: 'Die sind sicher, die gehen rein', doch es passiert nicht." Müller stellt sich sogar schützend vor seine Mannen. "Und dann tritt nämlich eine Situation ein, wo die Unsicherheit noch mehr zunimmt. Vor allem dann, wenn etwas nicht klappt, was sonst immer geklappt hat."

Doch mit Analysen wollen sich Müller und Selenow erst im nächsten Training beschäftigen. Zum Pausenpfiff, als die Sonneberger mit 10:13 im Rückstand lagen, hatten beide andere Aufgaben zu erledigen: "Wir mussten unsere Männer in der Pause erst mal beruhigen", verrät der Sonneberger Coach. "Das sind alles gestandene Handballer. Man muss sie dann darauf hinweisen, was sie eigentlich können. Wenn du aber in so einer Situation mit der Keule draufhaust, hast du bei deinen Leuten verloren", ist sich Müller sicher.

Er und Selenow fanden also offensichtlich genau die richtigen Worte, denn "sie haben alles beherzigt, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben", freut sich Müller noch nach dem Schlusspfiff. Man habe das Spiel nicht aufgrund einer Einzelleistung gedreht, obwohl natürlich Marius Bondar mit neun Treffer wieder überragend war, doch "diesmal hat die mannschaftliche Geschlossenheit gewonnen. Das ist meine Erkenntnis aus diesem Spiel", weiß Müller.

In der zweiten Halbzeit legten aber nicht nur die Spieler einen Zahn zu; auch die Zuschauer auf den Rängen sorgten für prima Stimmung in der SBBS-Halle. "So etwas brauchen wir in so einer Situation auch", betont Manuel Müller, will aber auch nicht unerwähnt lassen, dass auch von der Bank wichtige Impulse ausgingen. "Die Zuschauer haben uns nach vorne gepeitscht, aber eben auch alle, wirklich alle Spieler, die nicht auf dem Feld standen. Das war schon sehr wichtig", würdigt er auch die Leistung der temporär Nichtaktiven.

Gerade im zweiten Durchgang kam aber auch ein anderer Fakt bestens zum Tragen: Spielertrainer Müller, der aufgrund eines Ausfalls wieder einmal notgedrungen auf der Platte aushelfen musste, und sein Co Selenow am Seitenrand tauschten sich permanent aus, meist dann, wenn Müller kurzzeitig auf die Bank durfte. Und diese Symbiose funktionierte klasse. Müller scheint auch für das taktische Getuschel eine Erklärung gefunden zu haben: "Das Gute daran ist: Einer betrachtet das Ganze vom Feld, der andere von der Bank aus. Vier Augen sehen eben genau dann mehr als zwei."

Wie gut das Konzept funktionierte, war spätestens beim Ausgleich (19:19/49.) und der ersten Führung (20:19/50.) zu sehen. Zwar gab Hermsdorf nicht kleinbei und lag beim 25:24 (58.) noch im Bereich eines Punktgewinns, doch Krisztian Benak und (nach einer Auszeit) Cristian Bursuc machten den Deckel auf den ersten Saisonsieg. mm/fri

Sonneberg: Plesca, Schmidt, Bursuc (3), Müller, Bondar (9), Benak (4), Lonica, Cadar (1), Dietrich, Schleuchardt, Chirila (5), Ignat (3), Deli, Bulov (2), Selenow, Konsel

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10. 09. 2018
10:44 Uhr

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10. 09. 2018
10:44 Uhr



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