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Ein Finale, zwei Gewinner?

Der Frauen-Fußball-Kreispokal geht nach Oberlind. Die übermächtige Elf von Trainerin Elke Zimmermann lässt dem bis zum Umfallen kämpfenden VfR Jagdshof beim 5:1 (2:1)-Sieg im Finale in Effelder keine Chance.



Perfekter Saisonabschluss: Die Oberlinder Spielerinnen ziehen sich unmittelbar nach dem Pokalgewinn extra dafür angefertigte Shirts über und jubeln ausgelassen - hier mit (stehend von links) Trainerin Elke Zimmermann, Sophie Knoch, Jane Häfner, Larissa Rausch (dahinter ein Fan), Madlen Kober, Jenny Staroske, Daniela Fellisch (im Huckepack), Carmen Florian, Marie-Luise Bätz, Lilly Müller sowie (knieend von links) Carolin Huß, Jana Klingler, Lisa Heßland, Mercedes Liebermann, Michelle Wenzel, Nadine Frötschner, Eileen Rudolph und (liegend von links) Isabell Skiba und Josephine Rößler.	Fotos (4): Moritz Bauer
Perfekter Saisonabschluss: Die Oberlinder Spielerinnen ziehen sich unmittelbar nach dem Pokalgewinn extra dafür angefertigte Shirts über und jubeln ausgelassen - hier mit (stehend von links) Trainerin Elke Zimmermann, Sophie Knoch, Jane Häfner, Larissa Rausch (dahinter ein Fan), Madlen Kober, Jenny Staroske, Daniela Fellisch (im Huckepack), Carmen Florian, Marie-Luise Bätz, Lilly Müller sowie (knieend von links) Carolin Huß, Jana Klingler, Lisa Heßland, Mercedes Liebermann, Michelle Wenzel, Nadine Frötschner, Eileen Rudolph und (liegend von links) Isabell Skiba und Josephine Rößler. Fotos (4): Moritz Bauer   » zu den Bildern

Effelder - Ein hitziges Pokalfinale bei heißen Temperaturen erwartete die Zuschauer am Sonntagmittag auf dem Rasenplatz in Effelder. Beide Finalisten - sowohl die Mädels des VfR Jagdshof als auch die der zweiten Mannschaft des SC 06 Oberlind - brachten eine große Anhängerschaft mit in die Frankenblick-Gemeinde. Für die Elf von VfR-Spielertrainerin Franziska Heymann war es der erste Einzug ins Pokalfinale seit sechs Jahren und gleichzeitig ein tolles Highlight zum Saisonabschluss. Die Ausgangslage versprach eine spannende Partie: In der abgelaufenen Spielzeit der Kreisoberliga trennte die beiden Damenmannschaften im Endklassement nur ein Punkt voneinander - aber bekanntlich herrschen im Pokal im Gegensatz zur Meisterschaftsrunde wirklich eigene Gesetze.

"Heuer sind mit Jagdshof und der Oberlinder Reserve mal zwei Underdogs im Pokalfinale. Beide spielten eine stabile Serie. Leichter Favorit ist für mich Oberlind, aber heute können Kleinigkeiten spielentscheidend sein", so Helmut Höhn, der Vorsitzende der Frauen- und Mädchenfußballabteilung des KFA Südthüringen, vor der Partie. Der Judenbacher Sportvorstand Michael Pfeiffer hingegen sah die VfR-Frauen aus seiner Heimatgemeinde vorne: "Unsere Mädels werden durch den Halbfinalsieg das Momentum auf ihrer Seite haben. Außerdem haben sie meiner Meinung nach die bessere Taktik."

Dem Abtasten zu Beginn des Spiels folgten erste Strafraumaktionen auf beiden Seiten. Schon in der 8. Minute trugen erste Offensivbemühungen der Oberlinderinnen Früchte - Sophie Knoch netzte zur Führung ein. Doch die VfR-Elf blieb im wahrsten Sinne des Wortes am Ball und wusste in Person von Hanna Zehnter eine schnelle Antwort: Sie egalisierte vier Minuten darauf durch einen präzisen Schuss aus halbrechter Position.

Viele Aktionen spielten sich nun in der neutralen Zone ab, und die Anteile waren in Sachen Zweikampfverhalten und Ballbesitz sehr ausgeglichen. Dennoch schafften es die Offensivreihen der SC-Mädels in Spielminute 17, die Abwehr der rackernden Jagdshoferinnen auszuhebeln - Mercedes Liebermann traf zur erneuten Führung. Den Zuschauern wurden nun vermehrt Strafraumszenen geboten. Doch VfR-Torfrau Angelina Neumann verhinderte durch starke Paraden und Mithilfe des Pfostens einen weiteren Gegentreffer in Durchgang eins. In den Reihen des VfR fielen besonders die beiden 16-jährigen Lilly-Sophie Dorst und Lydia Langbein durch ihre quirligen Außenbahnantritte auf.

In der Halbzeitpause schwor SC-Trainerin Elke Zimmermann ihre Frauen erneut ein. Sie sah das kampfbetonte und ruppige Spiel, mit welchem sie im Vorfeld gerechnet hatte. Auch in der zweiten Hälfte ging es weitestgehend fair zur Sache. Schiedsrichter Moritz Michel leitete das Match souverän und musste nur zweimal den gelben Karton zücken. Er reagierte ebenfalls besonnen, als im lärmenden Jagdshofer Fanblock pyrotechnische Erzeugnisse abgebrannt wurden, was zu einer kurzzeitigen Spielunterbrechung führte.

Im weiteren Verlauf bewiesen die Oberlinderinnen mehr Durchschlagskraft und strahlten oftmals bei Standards Torgefahr aus. So baute Mercedes Liebermann - übrigens beste Torschützin der Oberlinder Ersten in der zwei Klassen höheren Verbandsliga - zehn Minuten nach Wiederanpfiff die Führung aus (3:1/56.).

Beide Mannschaften mussten nun der Hitze Tribut zollen. Mit der Einwechslung von Spielertrainerin Franziska Heymann sollte nochmal frischer Wind ins VfR-Angriffsspiel kommen. Trotzdem ließen die Kräfte nach, und man lauerte auf Konter, während sich die robuste Jagdshofer Defensive vermehrt den Vorstößen von Liebermann widmen musste. Liebermann war es dann auch, die in den Schlussminuten mit den Treffern vier und fünf den Endstand markierte.

Betrachtet man die gesamte Partie, so fiel das Endresultat dann wohl doch etwas zu hoch aus. Die Übergabe des Pokals wurde von lauten Jubelschreien der Oberlinder begleitet. Hatte es doch nach der letztjährigen Finalniederlage diesmal geklappt.

Und auch die VfR-Mädels feierten trotz des verlorenen Endspiels frenetisch mit ihren mitgereisten Fans. Zu groß war die Freude über das Erreichte. Warum sollte man den Saisonabschluss auch nicht im Kollektiv und bei strahlendem Sonnenschein feiern?

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Moritz Bauer
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Veröffentlicht am:
13. 06. 2018
15:56 Uhr

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Moritz Bauer

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Veröffentlicht am:
13. 06. 2018
15:56 Uhr



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