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50 Minuten reichen aus

Der Sonneberger HV spielt sich gegen den Zehnten der Handball-Thüringenliga in Ziegelheim in einen wahren Rausch. Mit 36:34 (14:19) triumphieren die Südthüringer im Altenburger Land.



Mann des Spiels: Sonnebergs Peter Deli. Foto: Carl-Heinz Zitzmann
Mann des Spiels: Sonnebergs Peter Deli. Foto: Carl-Heinz Zitzmann  

Sonneberg/ Ziegelheim - Am Ende war es knapper und aufregender, als es hätte sein müssen. Doch unter dem Strich feierten die Thüringenligamänner des Sonneberger Handballvereins (SHV) am vergangenen Samstagabend einen sicheren 36:34-Auswärtssieg in Ziegelheim. Als man in der 50. Minute mit 33:24 führte, schalteten einige bereits in den Feier-Modus um und ließen die nötige Konzentration vermissen. Der Trainer der Spielzeugstädter, Konstantin Selenow, nahm das seinen Akteuren auf dem Feld, zu denen über die gesamte Spielzeit auch Spielertrainer Manuel Müller gehörte, allerdings nicht übel: "Ich war selbst einmal Spieler und weiß, wie schwer es ist, die Konzentration bis zum Ende hochzuhalten, wenn du gefühlt schon gewonnen hast."

Und dieses Gefühl stellte sich nicht erst in der zweiten Halbzeit ein, wie Selenow weiter verriet: "Ich war mir immer ziemlich sicher, dass wir gewinnen werden." Sein Gefühl kam allerdings auch nicht von ungefähr. Ziegelheim konnte nie in Führung gehen und auch nur beim 1:1 in der 2. Minute ausgleichen. Ansonsten legten die Gäste aus Südthüringen immer wieder vor und bauten ihren Vorsprung bereits im ersten Durchgang kontinuierlich aus (6:3, 7:6, 10:7, 15:9). Zum Pausentee ging es mit einer beruhigenden 19:14-Führung.

Aus der Kabine zurück machten die Spielzeugstädter dort weiter, wo sie vorher aufgehört hatten und verzückten dabei auch ihren ukrainischen Trainer, der jahrelang in Coburg spielte und dort noch zum Bundesligakader gehörte. "Es war wirklich klasse, wie wir vor allem im Angriff zu Toren kamen. Eine spielerische Meisterleistung. Und zur Leistung von Peter Deli fehlen mir heute die Worte", ergänzte er hocherfreut. Der Grund: Deli drückte diesmal dem Spiel seinen Stempel auf und war mit elf Toren der erfolgreichste Werfer. Ob von außen oder aus dem Rückraum, er traf nahezu jeden Wurf aus allen Lagen. Doch "Kostja", wie Selenow zumeist gerufen wird, lobte vor allem das Kollektiv. "Alle haben ihr Leistungsvermögen abgerufen. Ob Matej Konsel und George Cadar in der Abwehr oder Krisztian Benak und Cristian Bursuc im Angriff, wir waren auf jeden Fall das bessere Team."

Über die Leistung von Marius Bondar müsste man in der Regel sowieso nicht reden, meinte Selenow noch schmunzelnd und erwähnte dann doch, dass vor allem das Zusammenspiel von Bondar und Deli in Ziegelheim hervorragend harmonierte. Ein Blick in den Spielberichtsbogen bestätigt dies, denn zusammen erzielten sie 21 der 36 Sonneberger Treffer. Und so spielten sich die Südthüringer in einen Rausch, der wie bereits erwähnt in einer 33:24-Führung mündete. In den letzten zehn Spielminuten vergaßen die Spielzeugstädter dann allerdings ein bisschen das Torewerfen, und so konnte Ziegelheim Tor um Tor verkürzen. Als die Hallenuhr 58 Minuten und 20 Sekunden anzeigte und Ziegelheims André Heinig zum 33:35 aus Sicht der Gastgeber verkürzte, tobte die Halle, denn man hatte tatsächlich noch einmal Lunte gerochen. Doch im Stile einer Spitzenmannschaft spielten die SHV-Mannen den Angriff aus und Bondar versenkte zum entscheidenden 36. Treffer. In den restlichen 50 Sekunden gelang den Hausherren lediglich noch der Anschlusstreffer, den Sieg aber ließen sich die Gäste nicht mehr nehmen und konnten so auf einer der längsten Heimfahrten mit den zahlreichen Fans im gemeinsamen Bus einen Doppelpunktgewinn feiern.

Am kommenden Wochenende ist die erste Männermannschaft genauso wie alle anderen SHV-Teams spielfrei. shv

Sonneberg: Plesca, Lonica; Schmidt (1), Bursuc (1), Müller, Bondar (10/2), Benak (5), Cadar (1), Chirila, Deli (11), Bulov (7), Konsel

Strafwürfe: Ziegelheim: 1/2; Sonneberg: 2/2

Zeitstrafen: Ziegelheim: 2; Sonneberg: 6

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Veröffentlicht am:
10. 02. 2019
19:14 Uhr

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Manuel Müller
Sonneberg Ziegelheim
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10. 02. 2019
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