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Zurück in der Spur

Die Handballer der HSG Werratal bleiben in eigener Halle eine Macht. Die Mannschaft von Trainer Dejan Leskovsek gewinnt ihr Heimspiel in der Thüringenliga mit 27:20 Toren.



Zusammenspiel in der Zweiergruppe "Aufbauspieler - Kreisläufer": Der Werrataler Regisseur Dino Batic (links. gelb-schwarz) passt auf seinen Kreisläufer Patrick Cuturic, der anschließend vollendet. Die Ronneburger Abwehrspieler versuchen, den Abschluss zu verhindern. Foto: Sascha Bühner
Zusammenspiel in der Zweiergruppe "Aufbauspieler - Kreisläufer": Der Werrataler Regisseur Dino Batic (links. gelb-schwarz) passt auf seinen Kreisläufer Patrick Cuturic, der anschließend vollendet. Die Ronneburger Abwehrspieler versuchen, den Abschluss zu verhindern. Foto: Sascha Bühner  

Breitungen - Auch im vierten Heimspiel der Saison halten sich die Werrataler mit dem Sieg gegen die Ostthüringer im Sportzentrum schadlos. Mit dem Erfolg gegen den Tabellendritten zeigte die HSG nach der blamablen 11:26-Niederlage im letzten Punktspiel vor vier (!) Wochen in Goldbach die richtige Reaktion und findet zurück in die Spur. Die Männer aus dem Werratal kletterten auf den fünften Platz. Allerdings ist die Tabelle in der Thüringenliga nur wenig aussagekräftig. So absolvierten beispielsweise Suhl und die Reserve aus Eisenach bereits elf Punktspiele, während die HSG Werratal erst sieben Partien bestritt. Mit vier Minuspunkten ist das Konto der Werrataler belastet, gleichbedeutend mit den wenigsten Verlustpunkten nach dem souveränen Spitzenreiter aus Sonneberg. Der Thüringer Handballverband gibt einen R ahmenspielplan mit den Wochenenden, an denen die Spiele stattfinden sollen, vor. Allerdings führen Spielverlegungen, von denen auch die HSG betroffen ist, zu einem völlig verzerrten und keineswegs aussagefähigen Bild in der Tabelle.

Der Sieg der Gastgeber war ohne Zweifel verdient. Dass sich im Breitunger Sportzentrum eine Partie mit nur mäßigem Niveau entwickelte, lag zu einem nicht unerheblichen Teil an den beiden Herren in Schwarz. Thomas Dähne/Stefan Scholz sorgten mit ihren zahlreichen, vielfach überflüssigen Unterbrechungen und ihrem ausgeprägten Kommunikationsbedarf dafür, dass kaum einmal Spielfluss aufkommen konnte. Die Schiedsrichter verteilten in der intensiven, aber keineswegs überhart oder gar unfair geführten Begegnung 21 (!) Zweiminutenstrafen. Mehr als zwei Drittel der Partie war eine der beiden Mannschaften nicht vollzählig auf dem Parkett. Dino Bacic (Werratal) und Silvio Stölzner (Ronneburg) durften nach dreimal zwei Minuten vorzeitig zum Duschen. Kurz vor Schluss sah Werratals Linkshänder Vuc Cetnik ebenfalls Rot. Ein rotwürdiges Foul sahen jedoch nur die Unparteiischen. So müssen sich die beiden Schiedsrichter den Vorwurf gefallen lassen, dass sie im Spiel zweier ambitionierter Vertretungen der Thüringenliga zwar selber oft im Mittelpunkt des Geschehens standen, dies aber auf Kosten des Spieles geschah.

Die Grundlage für den Erfolg legte die Sieben von Trainer Dejan Leskovsek in der Abwehr. Die Hausherren begannen mit einer 6:0-Formation mit Ivan Tosino und Patrick Cuturic im Innenblock und Julian Rothhämel und Ivo Katic auf den Halbpositionen. In den Angriff wechselte Dino Batic für Tosino. Es entwickelte sich eine zunächst ausgeglichene Begegnung. Bei den Gästen unterstrich, wie erwartet, Rückraumspieler Mirco Alexy seine Torgefährlichkeit. Der Ronneburger agierte schnell auf den Beinen mit variablen Abschlüssen. Drei der ersten vier Tore der Gäste kamen auf sein Konto. Dejan Leskovsek reagierte und ließ den Ronneburger im weiteren Spielverlauf entweder durch Ivo Katic oder durch Vuc Cetnik offensiv decken. Zwar schraubte der Ronneburger seine Quote trotz der Sonderbewachung auf zehn Tore im Spielverlauf. Trotzdem erwies sich die taktische Maßnahme des Trainers als richtig, da der Ball fortan nicht mehr so flüssig durch die Reihen der Gäste lief.

Im Angriff zog Regisseur Dino Bacic die Fäden und kam mit seinen ansatzlosen Würfen oder im Spiel Mann gegen Mann immer wieder selbst zum Erfolg. Auch wenn der siebenfache Torschütze sich einige Fehlwürfe und Technikfehler leistete, hatte er am Erfolg der Hausherren entscheidenden Anteil.

Batic zieht die Fäden

Mit einem Konter des schnellen Tom Kreutzer nach einem Ronneburger Zuspielfehler gingen die Werrataler erstmals mit zwei Toren in Führung (6:4, 13.). Nach einem Zuspiel von Batic erhöhte Kreisläufer Cuturic auf 7:4. Batic zog mit einfachen Finten immer wieder eien zweiten Deckungsspieler auf sich und brachte seine Mitspieler in Wurfposition. Tosino und Katic bedankten sich und die HSG führte mit vier Treffern (9:5, 19.). Die Gäste bemühten sich, zeigten aber diesmal zu wenig von ihrem Leistungsvermögen. Zu langsam im Abwehrverband und zu fehlerhaft im Angriff gelang es den Ostthüringern kaum einmal, die Hausherren in Verlegenheit zu bringen. Nur Alexy ließ ab und zu seine Klasse aufblitzen. Aber auch er leistete sich einige Fahrkarten, nachdem sich Werratals Torhüter Lars Kremmer besser auf seine Würfe eingestellt hatte. Kremmer entwickelte sich im Spielverlauf zum stabilen Rückhalt seiner Mannschaft, überzeugte mit 15 Paraden und gewann das Duell gegen seinen Ronneburger Gegenüber Kevin Klein klar. Nach einigen Nachlässigkeiten kurz vor der Pause ging es mit nur drei Toren Vorsprung für die HSG in die Kabinen.

Im zweiten Abschnitt gelang es dem HSV nicht, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Ein Alexy erwies sich als zu wenig. Die Werrataler verteidigten ohne Mühe den Vorsprung und bauten ihn in der Schlussphase, als die Gäste die Deckung öffneten, aus. Spätestens nach dem Treffer zum 24:18 durch Stanislav Panasenko vom Kreis (54.) war die Partie entschieden.

Von einer Gegentor-Quote um die 20 habe ich die Nacht geträumt", scherzte Lars Kremmer nach dem Spiel. "Die Wiedergutmachung nach dem Spiel in Goldbach war wichtig für uns und vor allem für unsere Anhänger", gab Stanislav Panasenko zu Protokoll. "Der Sieg resultiert aus unseren verbesserten Deckung. Darauf lässte sich aufbauen", analysierte Werratals Trainer Dejan Leskovsek.

Werratal: L. Kremmer, I. Lengyel; S. Panasenko (1), V. Cetnik (2), J. Rothhömel, T. Kreuzer (5), S. Kleint (1), B. Armstroff-Goller (1), D. Bacic (7/2), P. Cuturic (2), I. Katic (69; I. Tosino (2)

Ronneburg: K. Puhl, K. Günther; C. Eisenstein (1), M. Halbauer, F. Dujcak (2), E. Matthes, C. Böhme, Ch. Lange (2), A. Stölzner, S. Stölzner, M. Alxy (10/2), R. Vogel (2), R. Stein (2/1), M. Pöhnitzsch (1/1)

Schiedsrichter : Th. Dähne/St. Scholz

Zeitstrafen: Werratal 9, Ronneburg 12, 7-Meter: Werratal 3/2, Ronneburg 4/4, Zuschauer: 220

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Thomas Dröge
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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
00:00 Uhr

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Autor

Thomas Dröge

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Veröffentlicht am:
02. 12. 2019
00:00 Uhr



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