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"Über einen Vertreter in der Verbandsliga würde ich mich freuen"

Vor knapp zwei Wochen wurde Hans Hörnlein erneut zum KFA-Vorsitzenden des Fußballkreises Rhön-Rennsteig gewählt.



Ausgezeichnet: Hans Hörnlein (Zweiter von rechts) wurde beim dritten Kreisfußballtag mit der GutsMuths-Ehrenplakette des Landessportbundes in Gold geehrt. Zu den Gratulanten gehörten Sandy Hoffmann (links/2. Vorsitzender des KFA), Peter Brenn (Zweiter von links/Vizepräsident des Thüringer Fußball-Verbandes) und Alexander Kästner, Präsident des Kreissportbundes.	Foto: Ralf Ilgen
Ausgezeichnet: Hans Hörnlein (Zweiter von rechts) wurde beim dritten Kreisfußballtag mit der GutsMuths-Ehrenplakette des Landessportbundes in Gold geehrt. Zu den Gratulanten gehörten Sandy Hoffmann (links/2. Vorsitzender des KFA), Peter Brenn (Zweiter von links/Vizepräsident des Thüringer Fußball-Verbandes) und Alexander Kästner, Präsident des Kreissportbundes. Foto: Ralf Ilgen  

Vor knapp zwei Wochen wurde Hans Hörnlein erneut zum KFA-Vorsitzenden des Fußballkreises Rhön-Rennsteig gewählt. Im Interview spricht der Suhler über die Arbeit im KFA, über die Ziele und natürlich über die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus, die auch den Fußballsport in der Region erstmal lahmgelegt haben.

 

Zunächst nochmal Glückwunsch zur Wiederwahl. War der Entschluss, nochmals für den Vorsitz des KFA zu kandidieren einfach für Sie oder mussten Sie lange überlegen?

Der Entschluss war relativ kurzfristig. Seit Oktober 2018 sprechen wir im KFA über die Besetzung der Funktionen. Hätte ich einen Kandidaten für meine Funktion gefunden, so wäre ich zurückgetreten und hätte Platz gemacht. Da dies nicht der Fall war, wurde ich von meinen Freunden im KFA ermutigt, doch noch mal zu kandidieren. So entschied ich mich, wie auch andere, die Funktion weiter auszuüben. Gesundheit ist da vorausgesetzt.

 

Jetzt hat der Coronavirus auch den Sport in Thüringen erreicht. Wie sehen Sie die getroffenen Vorsichtsmaßnahmen?

Nachdem auch bei uns einige Erkrankungen aufgetreten sind, muss es Vorsichtsmaßnahmen geben. Zum Beispiel im hygienischen oder sozialen Bereich. Öfter als sonst gründlich Hände waschen, bei Begrüßungen Händedruck oder Umarmungen kann man zeitweise unterlassen. Wo Grippe mit Fieber auftritt, sollte der Arzt dringend aufgesucht werden. Das alles halte ich für notwendig. In Anbetracht der vielen Grippekranken und Toten im vergangenen Jahr ist der Generalverdacht in diesem Jahr für alle Menschen und damit die Absagen im gesamten Sportbereich aber doch aus meiner Sicht etwas übertrieben.

 

Zurück zur Arbeit im KFA. Was waren für Sie die wichtigsten Dinge in der abgelaufenen Legislaturperiode im KFA?

Sehr wichtig waren Fragen wie die weitere Entwicklung des Nachwuchsfußballs, die Stärkung der Vereine soweit möglich, die Sicherung der Spielsysteme, der Wechsel von zwei Staffeln Kreisliga auf eine Staffel, der Wegfall der zweiten Kreisklasse aus Mangel an Mannschaften sowie die Sicherung der Spielbetriebe Alte Herren und Frauen. Zur finanziellen Stabilität unseres Fußballkreises gehören auch die Kontakte und Pflege der Sponsoren und Förderer. Hier konnten wir beträchtliche Summen verbuchen, die wir alle an unsere Vereine und deren Mannschaften weitergeben. Ein besonderer Dank gilt den Nutzern der Werberechte in unseren Saisonheften und natürlich der Rhön-Rennsteig-Sparkasse, die im 17. Jahr mit Geldmitteln den Fairplay-Wettbewerb sowie die Pokalwettbewerbe unterstützt.

 

Wo liegen noch Reserven in der Arbeit des KFA und der zugehörigen Vereine?

Reserven wird es sicher immer geben. Momentan kann ich solche nicht entdecken. Die Zusammenarbeit mit den Ausschussvorsitzenden, dem Sportgericht, den Ausschüssen und Beisitzern und dem Staffelleiter ist sehr zielgerichtet und angenehm. Da macht mir die Arbeit großen Spaß.

 

Wie sehen Sie die Tendenz, dass der Kreismeister der Männer nicht in die Landesklasse aufsteigen will?

Rein aus sportlicher Sicht ist die Regelung nicht zu empfehlen. Die Mannschaften stehen sportlich im Wettbewerb in ihren Spielklassen. Alle Mannschaften sind aufstiegsberechtigt, auch zweite Mannschaften, wenn nicht die erste Mannschaft einen Platz in der höheren Klasse besetzt. Wer am Ende den ersten Platz einer Tabelle einnimmt und damit bewiesen hat, dass er der Beste ist, der sollte auch in die nächste Spielklasse aufsteigen. Der Thüringer Fußball Verband lässt aber zu, dass eine Mannschaft bei zu wenig Nachwuchs oder knapper Kasse dem Aufstiegsrecht widersprechen darf.

 

Negativ ist vor allem der Rückgang der am Spielbetrieb beteiligten Männermannschaften. Was für Möglichkeiten gibt es da, gegenzusteuern?

Aus der Sicht des KFA gibt es kaum Mittel, den Rückgang der Mannschaften aufzuhalten. Hier sind die Vereine gefragt, von ihnen sind wir abhängig. Sei es über Nachwuchsarbeit oder Betreuung der vorhandenen Mitglieder, Einbeziehung in den Spielbetrieb, auch derjenigen, die nicht auf Anhieb den Sprung in die erste Mannschaft schaffen. Der demographische Wandel und die Vielzahl von anderen Sportarten machen das für die Vereine natürlich auch schwer. Nun soll, so der 9. Verbandstag (des Thüringer Fußballverbandes. Anm. des Verfassers) am 20. Juni so entscheidet, auf Kreisebene möglich sein, Spielgemeinschaften mit drei Vereinen zu bilden. Auch wird der Wechsel im Kreis von vier Spielern pro Spiel zugelassen. Damit gibt es für die Wechselspieler Möglichkeiten eines Einsatzes. Das hilft für den Moment, die Zukunft unseres Fußballsportes ist damit nicht zu sichern.

 

Ortwin Schmeling vom KFA Westthüringen erwähnte in seinem Grußwort an den 3. Kreisfußballtag, dass der KFA West den Vereinen aus Kaltennordheim, Fischbach und Kaltenlengsfeld den Wechsel in den KFA Rhön-Rennsteig gestattet. Ist damit schon klar, dass die Mannschaften dieser Vereine kommende Saison hier spielen?

Der erste Antrag der betreffenden Vereine wurde im Februar 2019 gestellt. Zu dieser Zeit lehnte der KFA Westthüringen einen Wechsel ab mit der Maßgabe, dass die Vereine diesen Antrag bis März 2020 erneut stellen können. Anfang März 2020 hat der KFA dem Kreiswechsel zugestimmt. Wir haben uns im KFA mit dieser Situation schon beschäftigt. Auf unserer Sitzung am 25. März in Helba werden wir dazu einen Beschluss herbeiführen. Das Auf- und Abstiegsrecht werden wir nicht dahin verändern, dass Mannschaften durch diesen Wechsel Zwangsabsteiger werden. Die neuen Vereine werden so aufgenommen, dass diese bei uns einen fairen Wettbewerb vorfinden und unsere Mannschaften keine Nachteile erleiden.

 

Was bedeutet das zum Beispiel für die Kreisoberliga, die ja Stand jetzt mit der SG Kaltennordheim/Fischbach I eine zusätzliche Mannschaft bekommen würde? Wird die Staffel dann aufgestockt, damit nicht eine Mannschaft zusätzlich wegen dieses Wechsels absteigen muss?

Ich möchte der Entscheidung des KFA am 25. März nicht vorgreifen. Ich kann mir vorstellen, sollte die SG Kaltennordheim/Fischbach den Aufstieg in die Landesklasse nicht schaffen, dass wir eine Saison mit fünfzehn Mannschaften in der Kreisoberliga spielen. Beim Wechsel von Kaltenlengsfeld wird es ähnlich sein, sollte diese Mannschaft den Aufstieg in die Kreisliga schaffen. Ansonsten gibt es bei der Einordnung in die 1. Kreisklasse keine Probleme. Der Fischbacher SV spielt ohnehin bei uns seit vier Jahren in der Kreisoberliga der Frauen. Das wird so bleiben.

 

Es gab viel Positives zu berichten auf dem Kreisfußballtag, aber auch negative Dinge. Zum Beispiel die Zunahme von Respektlosigkeiten gegenüber Schiedsrichtern. Was kann außer der Null-Toleranz-Linie getan werden, um da gegenzusteuern?

Die Darstellungen im Rechenschaftsbericht zu diesem Thema waren notwendig. Die Vereine sind veranlasst, eine gewisse Anzahl an Schiedsrichter zu stellen. Das ist schwer genug. Wir bilden mit relativ viel Aufwand Jahr für Jahr aus. Die jungen Leute haben auch Spaß daran. Dann gibt es nach den ersten Einsätzen an der Linie oder im Nachwuchs Vorfälle, die nicht zu dulden sind. Wie unverschämt und ohne jegliche Höflichkeit dann diese, von den Vereine mühsam überzeugten Menschen, beleidigt oder verhöhnt werden, ist alles andere als anständig. Hier müssen die Vereine selbst, die Trainer oder auch die Eltern an der Seitenlinie wie auch die Fans durch ihr Benehmen beitragen, dass wir zu einer Stabilität im Schiedsrichterwesen kommen. Denn wie gesagt, ohne Schiedsrichter wird es keine Fußballspiele geben können.

 

Was wünschen Sie sich für die kommenden vier Jahre für den KFA Rhön-Rennsteig?

Allem voran Gesundheit, eine gute Zusammenarbeit mit den Vereinen, mit den Mitgliedern des KFA und Ausschüssen, mit den Sponsoren und Förderern, mit den Schiedsrichtern und Trainern. Ein stetiger Kontakt mit unseren Ehrenmitgliedern. Auch, dass die Spielordnungen nicht weiter verkompliziert werden. Über einen Vertreter unseres Fußballkreises in der Verbandsliga würde mich freuen, um so auf unseren kleinen Fußballkreis aufmerksam zu machen. Das wir die vier Jahre konstruktiv nutzen, den neuen KFA im Jahre 2024 so besetzen zu können, dass er stabil arbeitsfähig ist. Gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den Medien, besonders den Presseorganen, wünsche ich mir ebenfalls. Von deren Berichterstattung profitieren auch unsere Vereine.

Interview: Ralf Ilgen

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Veröffentlicht am:
20. 03. 2020
19:57 Uhr

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20. 03. 2020
19:57 Uhr



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