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Lokalsport Schmalkalden

Spannend bis zur letzten Sekunde

Einen tollen Erfolg feiert die männliche U 12 des Schmalkalder Volleyball-Vereins. Sie holt den Titel des Thüringenmeisters in die Fachwerkstadt



Echtheitstest: Die U12-Thüringenmeister im Volleyball Mick Kössel (links) und Sebastian Schmidt freuen sich über ihre Medaillen und Urkunden.	Foto: Michael Henke
Echtheitstest: Die U12-Thüringenmeister im Volleyball Mick Kössel (links) und Sebastian Schmidt freuen sich über ihre Medaillen und Urkunden. Foto: Michael Henke  

Schmalkalden - Für das Landesfinale der Thüringenmeisterschaft hatten sich die jüngsten Spieler des Schmalkalder Volleyballvereins (SVV) einiges vorgenommen. Auf dem Kleinfeld konnte das U12-Team des Schmalkalder VV I in allen fünf Vorrunden überzeugen und ging jeweils als Turniersieger aus der Halle. Auch Schmalkalden II kämpfte sich Schritt für Schritt in die besseren Platzierungen und durfte am Finalspieltag ebenfalls im A-Finale auflaufen. Schmalkalden III wollte bei den Turnierneulingen, die den Thüringenpokal ausspielten, bei der Medaillenvergabe ebenfalls ein Wörtchen mitreden.

Da Sebastian Abe krankheitsbedingt das Bett hüten musste, war der Trainerstab gezwungen, die Mannschaftsaufteilungen noch einmal zu verändern. Auch diese Fälle wurden im Training schon mehrfach geprobt, um im Turnier nicht Unruhe aufkommen zu lassen. Die Schmalkalder Jungs demonstrierten in sicherer Technik ihr Können. Mit einem 2:0-Sieg über den Bischlebener SV I und einer denkbar knappen 1:2-Niederlage gegen den VfB Suhl II sicherte sich die dritte Mannschaft des Schmalkalder VV den Einzug ins Halbfinale. Gegen den VC Gotha III waren sie diesmal noch 0:2 unterlegen, doch die Jungs um Kapitän Jeremy Berthold puschten sich noch einmal im kleinen Finale. Ein deutlicher 2:0-Sieg über VC Gotha IV sicherte die Bronze-Medaille und der Jubel über diesen Erfolg war riesengroß.

Zwei unter den Besten

Die Spiele um den Thüringenmeistertitel waren an Spannung kaum zu überbieten. Gleich zwei Schmalkalder Teams schafften es unter die besten sechs Teams des Freistaates, was gegen die Bundesliga-Nachwuchszentren nicht hoch genug einzuschätzen ist. Trotz personeller Umstellung konnte sich Schmalkalden II den fünften Platz erspielen. Jamie Ritzmann und Julien Hopf, die ohne Wechselspieler auskommen mussten, ließen beim 25:10 und 25:12 ihren Gegenern vom VC Gotha II keine Chance im letzten Spiel.

Der Schmalkalder VV I tat sich in seinem ersten Gruppenspiel gegen den VfB Suhl I recht schwer. Mit der nötigen Ruhe mühten sich die Spieler in beiden Sätzen zu einem jeweils glücklichen 27:25. Doch damit war der Bann gebrochen. Ein klares 2:0 gegen den VC Gotha II sicherte den Einzug ins Halbfinale. Und da trauten sich Mick Kössel und Sebastian Schmidt immer mehr zu. Sehenswerte Angriffsschläge und eine hervorragende Feldübersicht ließen Nordhausen im Halbfinale nicht zur Entfaltung kommen. Satzgewinne mit 25:14 und 25:10 Punkten waren der verdiente Lohn.

Im Spiel um die Goldmedaille wartete mit dem VC Gotha I ein altbekannter Gegner. Hier standen sich zwei gleichermaßen gut ausgebildete Teams gegenüber. Nach schon sechsstündigem Turnierverlauf mussten noch einmal alle Kräfte mobilisiert werden. Trotz aufopferungsvollem Kampf landeten immer wieder Gothas Angriffe knapp auf der Linie. 20:25 musste der erste Durchgang an den Gegner abgegeben werden. Trainer Michael Henke ließ taktisch im Block umstellen. Doch die Rechnung schien nicht aufzugehen. Bei einem Rückstand von 0:9 schien der Satz schon verloren. Zwei Auszeiten waren nötig, um den Schmalkalder Kampfgeist zu wecken. Und die Schmalkalder Jungs begannen nun eine Aufholjagd. Nervenstark und mutig am Netz wurde bei 21:21 der kaum geglaubte Ausgleich geschafft. Im Gleichschritt ging es zum Satzfinale, welches die Fachwerkstädter 25:23 glücklich für sich entscheiden konnten. Im Tiebreak saßen alle Spieler, Betreuer und Fans um das Feld. Lange Spielzüge mit sehenswerten Angriffen und Abwehraktionen auf beiden Seiten zollten den Zuschauern Respekt ab und wurde mit Applaus honoriert. Mit 8:7 zum Seitenwechsel war Schmalkalden I knapp vorn. Selbst beim 10:10 war noch kein Sieger auszumachen. Mit dem Wechseln von Angriffsschlägen auf Tip-in-Bälle konnten die Henke-Schützlinge sich drei wichtige Feldpunkte erspielen, was die Vorentscheidung brachte. Doch Gotha gab sich nie geschlagen. Auch im letzten Spielzug überquerte der Ball sieben mal die Netzebene, ehe Sebastian Schmidt die Kugel für Gotha unerreichbar über das Netz lupfte. Der Jubel der SVV-Kids und mitgereisten Fans kannte keine Grenzen! Damit ist Schmalkalden bei den U12-Jungs Thüringenmeister.

Autor

Michael Henke
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Veröffentlicht am:
25. 06. 2019
00:00 Uhr

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Michael Henke

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Veröffentlicht am:
25. 06. 2019
00:00 Uhr



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