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Es gibt keinen Schönheitspreis

Am Samstag sind alle Blicke auf das Fußball-Derby in der Landesklasse zwischen dem gastgebenden FC Steinbach-Hallenberg und dem FSV Viernau gerichtet. Anstoß auf dem Kunstrasenplatz in der Menz-Arena ist um 15 Uhr.



So vehement wie am 1. Saisonspieltag gegen den Kapitän des VfL Meiningen, Martin Müller, will sich der Viernauer Andrej Strucka (in Schwarz) auch beim Derby in der Menz-Arena durchsetzen. Archivfoto: Sascha Bühner
So vehement wie am 1. Saisonspieltag gegen den Kapitän des VfL Meiningen, Martin Müller, will sich der Viernauer Andrej Strucka (in Schwarz) auch beim Derby in der Menz-Arena durchsetzen. Archivfoto: Sascha Bühner  

Die Kontrahenten kennen sich bestens. Die vergangene Landesklassen-Saison schlossen sie als Tabellennachbarn ab. Die Viernauer wurden Zehnter, während die FC-Elf mit einem Punkt Rückstand auf Platz 11 landete. Im direkten Vergleich vor einem Jahr gewannen die Viernauer Gastgeber knapp mit 2:1 Toren. Das Saison-Rückspiel Ende März endete in Steinbach-Hallenberg mit einem 1:1-Unentschieden. In dieser Saison läuft es für den FSV Viernau bisher sehr gut. Platz vier in der Tabelle ist der Lohn. Beim FC Steinbach-Hallenberg hapert es hingegen noch etwas, sodass die Haseltaler aktuell auf dem zehnten Platz zu finden sind. Die Trainer David Reich (Steinbach-Hallenberg) und Enrico Hoffmann (Viernau) erklären, was sie sich mit ihrer Mannschaft für das Derby vorgenommen haben und wie es für sie in der laufenden Saison weitergehen soll.

 

Freuen Sie sich auf das Derby oder bereitet es Ihnen im Vorfeld eher Bauchschmerzen?

David Reich: Derbyspiele bringen zwar auch nur drei Punkte, sind aber mit Sicherheit etwas Besonderes. Viele Spieler kennen sich untereinander oder haben gar die Farben beider Seiten schon getragen. Ich persönlich gehe mit spürbarer Vorfreude und Revanchegelüsten ins Derby. Nach dem spielfreien Kirmeswochenende erwarte ich einfach, dass alle Kicker sich freuen, wieder gegen den Ball zu treten, wo sie hoffentlich von vielen Besuchern lautstark unterstützt werden.

Enrico Hoffmann: Natürlich freuen wir uns auf das Derby, so wie es sicherlich jeder im Grunde tun wird, ob Fans, Spieler oder Verantwortliche, wobei wir uns auf das Spiel vorbereiten wie auf jedes andere! Einfach wird es sicherlich auch diesmal wieder nicht, weil wir wieder auf vier Spieler urlaubs- und arbeitsbedingt verzichten müssen. Aber meine Mannschaft hat in den vergangenen Wochen gezeigt, dass sie absolut intakt ist und so etwas auffangen kann, wenn sie an ihr absolutes Limit geht.

 

Wie wollen Sie Ihre Mannschaft taktisch ausrichten und wie lautet die Zielsetzung Ihrer Elf für diese Partie?

David Reich: Ein schlauer Kopf sagte mal: Ein Derby spielt man nicht, ein Derby gewinnt man. Vergangenes Jahr waren wir meiner Meinung nach in beiden Spielen besser, hatten aber nicht das nötige Spielglück. Wir wollten es eben besonders gut machen und waren daher in einigen Spielsituationen etwas verkrampft. Daraus haben wir mit Sicherheit unsere Lehren gezogen. Eine Erkenntnis war eben jene, dass es keinen Schönheitspreis gibt. Und wir werden dieses Jahr diesen Schönheitspreis nicht anstreben, sondern mit Zielstrebigkeit mindestens ein Tor mehr als die Viernauer erzielen. Die Frage nach der taktischen Ausrichtung ist somit mit meinem vorherigen Satz beantwortet.

Enrico Hoffmann: Wir werden sicherlich nicht von unserer taktischen Marschroute abweichen, nur weil es ein Derby ist. Wir gehen jedes Spiel so an, dass wir es auch gewinnen wollen. Was da am kommenden Samstag bei rauskommt, werden wir dann sehen

 

Inwieweit haben sich die Neuzugänge inzwischen in der Mannschaft bewährt? Stellen sie eine Verstärkung dar?

David Reich: Um diese Frage zu beantworten, muss man das Ganze sicherlich vielschichtig betrachten. Rein sportlich ist Gerhard Leicht mit Sicherheit eine tolle Option zwischen den Pfosten. Auch menschlich hat sich Gerhard super bei uns eingefunden. Mit Paul Endter, Philipp Denner, Valentin Recknagel und Lukas Eckstein rücken Junioren auf und konnten bisher erste Fußabdrücke hinterlassen. Leider ist Valentin noch länger verletzt. Die anderen Jungs erleben gerade den Männerfußball erstmals richtig, bringen aber auch eine gewisse Unbekümmertheit mit, die uns hilft beziehungsweise helfen wird. Mit Marko Oluic und Florian Menz haben wir in der Offensive weitere Optionen. Marko hat sein Können gegen Meiningen schon unter Beweis gestellt, wobei er durch den Handball nur sporadisch helfen wird. Flo ist ein zielstrebiger junger Mann, der sich durch seine Lernbereitschaft auszeichnet. Mit dem Wechsel zu uns hat er sich bewusst für den nächsten Entwicklungsschritt entschieden. Andere junge Spieler scheuen mittlerweile den sportlichen Wettkampf in einem Team und wechseln bewusst in tiefere Klassen, da sie dort auch ohne größeren Aufwand spielen können. Allein aus diesem Grund bin ich froh, dass Florian hier ein tolles Beispiel ist, wie man sportlich weiterkommt anstelle zu stagnieren. Last but not least ist Kevin Ludwig zurück aus Hamburg und ist gefühlt ein weiterer Neuzugang. Er wird uns kurzfristig schon weiterhelfen. Davon bin ich überzeugt.

Enrico Hoffmann: Unsere beiden Neuzugänge Gerry Stegmann und Vadim Ertel sind für uns mit Sicherheit Verstärkungen, was die Einsatzzeiten bei Stegmann bestätigen. Leider konnten wir bei Ertel erst einmal auf seine Fähigkeiten zurückgreifen, da er urlaubsbedingt drei Wochen nicht zur Verfügung stand und auch leider für das Spiel am Samstag nicht zur Verfügung steht. Wobei ich mir sicher bin, dass wir auch an ihm noch viel Freude haben werden.

 

Welche wichtigen Hürden wollen Sie noch bis zum Ende der Halbserie erfolgreich überwinden?

David Reich: Es gibt in der Halbserie fünfzehn Hürden. Vier davon haben wir mehr oder weniger übersprungen. Meiningen gehört dazu, gegen Gospenroda, Schweina und Gotha waren wir in allen Spielen voll dabei, auch wenn der Ertrag nur ein weiteres Pünktchen war. Deswegen ist die wichtigste Hürde im Kopf angesiedelt. Wir sind definitiv stark genug, um gegen jede Mannschaft zu punkten, wenn jeder am Wochenende seine Arbeit bestmöglich bestreitet. An dieser Konstanz gilt es zu arbeiten und dieses Niveau, den Willen und die Bereitschaft immer wieder einzufordern und anzustacheln.

Enrico Hoffmann: Wichtige Hürden? Für uns ist jedes Spiel eine wichtige Hürde, die wir, wenn ich es mir wünschen könnte, erfolgreich überwinden können. Was ich mir wünsche, ist, dass wir nach dem langen Ausfall von Martin Hofmann von weiteren Verletzungen verschont bleiben.

 

Wie lautet Ihr Ziel für die Landesklassen-Saison 2019/20?

David Reich: Bei einer Staffel, wo am Ende vielleicht nur zehn oder fünfzehn Punkte über Auf- und Abstieg entscheiden, kann die Devise nur Klassenerhalt lauten. Aber das Thema wird nach dreißig Spielen entschieden und wir schauen gezielt auf das Wochenende und rufen alles ab. Bei einem Sieg warten drei Punkte. Und danach fokussieren wir uns auf das dann kommende Wochenende, wo es wieder einen Dreier zu holen gibt. Wenn wir am Ende eine Position unter den Top zehn haben, war es für mich eine erfolgreiche Saison.

Enrico Hoffmann: Unser Ziel sollte sein, so schnell wie möglich die nötigen Punkte zu sammeln, um auch im nächsten Jahr unseren kleinen schönen Dorf Viernau Landesklassen-Fußball bietet zu können. Alles andere wäre, glaube ich, für unsere Möglichkeiten vermessen.

Interview: Thomas Klemm

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Veröffentlicht am:
13. 09. 2019
19:12 Uhr

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13. 09. 2019
19:12 Uhr



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