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Grenzenloser Jubel

Die erstmals ausgetragene NOFV-Meisterschaft im Futsal der Frauen werden die Spielerinnen des SV Walldorf sicher so schnell nicht vergessen. Völlig überraschend holen sie sich gegen durchweg zwei Klassen höher angesiedelte Gegnerschaft den Titel.



So sehen Siegerinnen aus: Die Walldorfer Frauen samt des Betreuerstabes freut sich unbändig über den Titel.	Foto: privat
So sehen Siegerinnen aus: Die Walldorfer Frauen samt des Betreuerstabes freut sich unbändig über den Titel. Foto: privat  

Sandersdorf/Walldorf - Es war unbeschreiblicher Jubel, der nach dem souveränen 4:1-Erfolg der Walldorferinnen in der Sandersdorfer Sporthalle ausbrach. Der SV Walldorf, in der Kreisliga Rhön-Rennsteig spielend, hatte die anderen Landesmeister der NOFV-Verbände, die allesamt in der Verbandsliga, also zwei Ligen höher, spielen, düpiert und in der Endabrechnung hinter sich gelassen. Ohne Zweifel kann man sagen, dass das einer der größten Erfolge des Thüringer Vereinsfußballs in den vergangenen Jahren ist.

Hautnah dabei war Mannschaftsbetreuer Andreas Pfeiffer. Schon nach dem Gewinn der Thüringer Meisterschaft war völlig aus dem Häuschen und nach eigener Aussage "fix und fertig" war. Leicht auszurechnen, wie die Gemütslage des sympathischen Walldorfers nach diesem Triumph war. "Nach verhaltenem Beginn hat sich die Mannschaft von Spiel zu Spiel gesteigert. Knackpunkt war das 1:0 gegen Turbine Potsdam. Von da an waren die Frauen nicht mehr zu halten. Mit dem 4:1 zum Abschluss über den großen Favoriten Leipzig haben sie im letzten Spiel die Meisterschaft perfekt gemacht", beschreibt er den unerwarteten Triumph. "Wir haben eine geschlossene Mannschaftsleistung vollbracht und alle Trainer haben uns gratuliert und gesagt, dass wir verdient gewonnen haben."

Die Landesmeisterschaft zwei Wochen zuvor war der größte Erfolg in der Geschichte des Walldorfer Frauenfußballs. Eine Zugabe war quasi schon die Teilnahme an der erstmalig ausgetragenen NOFV-Meisterschaft in Sandersdorf. Mit den Klängen des Rennsteigliedes marschierten die Spielerinnen zur Begrüßung in die Halle und machten schon da von sich reden. In dem vom NOFV sehr gut organisierten Turnier begannen die Südthüringerinnen ihre Vergleiche mit dem Spiel gegen Magdeburg. Anika Degel hatte die erste Chance, aber das erste Tor fiel für Magdeburg. Unhaltbar für Nancy Engelke schlug der Ball neben dem Pfosten ein. In den nächsten Minuten erspielten sich die Walldorferinnen hochkarätige Chancen. Anika Degel, Luisa Schwamm und Isa Wenk prüften die gegnerische Torfrau. Eine Ecke durch Susan Wöhner und ein direkter Schuss von Anika Degel brachte den verdienten Ausgleichstreffer. In einem hochdramatischen Spiel gegen Turbine Potsdam erzielte Luisa Schwamm, die von Susan Wöhner in Szene gesetzt worden war und noch die gegnerische Torfrau umspielte, den entscheidenden Treffer. Während Potsdam nur eine Chance hatte, ergaben sich für Walldorf drei weitere Möglichkeiten. Ähnlich, wie bei der Landesmeisterschaft gegen die hochfavorisierten Erfurterinnen war dieses Spiel eine Initialzündung für den Kreisligisten.

Treffsichere Luisa Schwamm

Schwerin hieß dessen nächster Gegner. Eine Unaufmerksamkeit nach der Hälfte der Spielzeit nutzte der Vertreter aus Mecklenburg eiskalt zum Führungstreffer. In der Folgezeit agierte dieser defensiver und machte für die Werratalerinnen die Räume eng. Dennoch fand sich 20 Sekunden vor Ultimo eine Lücke für Luisa Schwamm, die den vielumjubelten Ausgleichstreffer markierte. Überraschend besiegte Magdeburg die hoch gewetteten Leipzigerinnen (1:0) und leistete so Schützenhilfe für Walldorf. Der SV musste anschließend gegen Berlin ran und das Spiel sollte die Gemüter bewegen. Schnell gingen die Außenseiterinnen durch zwei Tore von Luisa Schwamm, die von den Defensivkräften des Gegners nicht zu stellen war, in Führung. Nach der Hälfte der Spielzeit gab der Unparteiische Handstrafstoß für Berlin, den Nancy Engelke hervorragend parierte. Nach einem Foul sah Susan Wöhner, vorher schon mit Gelb belastet, Gelb/Rot und die Walldorfer Mädels mussten zwei Minuten in Unterzahl überstehen. Das taten sie auch mit Isa Wenk, Anika Degel und Annabel Reuchsel meisterlich. Dabei überzeugte Engelke mit Glanzparaden und brachte die Hauptstädterinnen zur Verzweiflung. In der letzten Minute gab der Referee nach dem vierten Foul einen 10-m-Strafstoß, der aber nur eine Resultatsverbesserung bewirkte.

Damit war Walldorf mittendrin im Rennen um den Titel und im darauffolgenden Spiel ging es um die Meisterschaft. Walldorf traf auf die spielstarken Mädels aus Leipzig. Bereits nach zwei Minuten erzielte Luisa Schwamm für den krassen Außenseiter das 1:0. Nur drei Minuten später erzielte Leipzig den Ausgleich. Luisas zweiter Streich klappte kurz darauf und brachte die Werratalerinnen wieder in die Vorderhand. In der 8. Minute wurde Schwamm an der Strafraumgrenze gefoult. Den fälligen Freistoß verwandelte sie direkt zum 3:1. Leipzig machte zusehends auf und es ergaben sich weitere Möglichkeiten. Eine nutzte noch einmal Luisa Schwamm in der letzten Minute und markierte den 4:1-Endstand. Mit ihrem achten Treffer in diesem hochkarätig besetzten Turnier war sie auch die Spielerin, die die meisten Treffer erzielte. Der Rest war nur noch Jubel, der auch während der Fahrt anhielt. Der Höhepunkt war dann nach dreistündiger Heimfahrt der Empfang durch Walldorfer Narren und Sportler im Kressehof.

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Veröffentlicht am:
26. 02. 2019
09:02 Uhr

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26. 02. 2019
09:02 Uhr



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