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Anziehungskraft ungebrochen

Der Geba-Berglauf erfreut sich bei Läuferinnen und Läufern aus der Region einer stabilen Resonanz und zieht auch immer wieder Teilnehmer aus ganz Thüringen und weit darüber hinaus an.



Spannung bis auf den letzten Meter: Im Zielsprint setzte sich Kai Fries (vorn) gegen Florian Holland-Cunz durch und sicherte sich Rang vier über 13 Kilometer.	Foto: Theo Schwabe
Spannung bis auf den letzten Meter: Im Zielsprint setzte sich Kai Fries (vorn) gegen Florian Holland-Cunz durch und sicherte sich Rang vier über 13 Kilometer. Foto: Theo Schwabe  

Geba - Zur 12. Auflage erwiesen der frisch gebackene deutsche Senioren-Berglaufmeister der M 55, Stephan Bayer (Rennsteiglaufverein/LG Süd), sowie die deutsche Senioren-Berglaufvizemeisterin der W 50, Anke Härtel (Rennsteiglaufverein), dem Rhöngipfel ihre Ehre. Ganz zur Freude der rührigen Wettkampfmacher um Silvio Hamm und Bernd Schrader, die sich nicht nur über so viel starke Athleten aus der leistungsorientierten Laufszene, sondern gleichermaßen über ihre läuferische Stammkundschaft sowie über die starken Nachwuchsläufer freuten.

Immer wieder konnte Bernd Schrader beim Zieleinlauf daher Läuferinnen und Läufer begrüßen, die bisher mindestens zehn und teilweise sogar alle zwölf Läufe betritten haben. So unter anderem Maik Steinbach (Meiningen), Karsten Zösche (Rippershausen), Patrick Anacker (Meiningen), Jens Winkler (Bad Salzungen), Holger Tschaar (Gerthausen), Kristin Dreißigacker (Solz), Erich Matz (Meiningen) und Kristin Hopf (Meiningen), nur um eine aus der großen Schar treuer Geba-Berglauf-Läufer zu nennen. Auch für die Aktiven des Rhöner WSV ist der Geba-Berglauf in ihrem alljährlichen Wettkampfprogramm eine feste Größe, gab Cathleen Fuß zu verstehen. "Wie der Rennsteiglauf gehört auch der Geba-Berglauf zum Standard, auch schon deshalb, weil sich die Wettkampfstrecke ja in unmittelbarer Nähe befinden", hieß es von den Rhönern.

Nach seiner Silbermedaille in der 3x1000-Meter-Staffel bei den deutschen Seniorenmeisterschaften hatte sich Holger Tschaar auch beim Geba-Berglauf einiges vorgenommen. Auch wenn er dabei auf seinen Dauerrivalen Jens Winkler (Pumpälz Team) und nun auch erstmals auf Stephan Bayer traf. Dass Winkler jüngst zum dritten Mal infolge den Mommelsteinlauf gewann, störte Tschaar aber nicht. Er vertraute auf seine derzeit gute Kondition und setzte sich nach knapp fünf Kilometern vom Feld ab. "Ich hatte insbesondere bei den Bergab-Passagen immer noch mal Sichtkontakt", beschrieb Winkler den Rennverlauf. Nach 52:42 Minuten, genau eine Minute langsamer als bei seinem Vorjahressieg, erreichte Tschaar das Ziel. Nach seinen zwei Siegen auf der bis 2016 ausgetragenen Halbmarathonstrecke war das der vierte Sieg in Folge. Winkler, der in der Vergangenheit schon so manchen Sieg beim Geba-Berglauf erkämpfte, musste in 54:03 Minuten erneut mit Platz zwei vorlieb nehmen. Bayer bewies seine Kletterqualitäten und lief in 55:03 min als Dritter über die Ziellinie.

Tolle Organisation

Der Geba-Berglauf überzeugte auch wegen seiner ausgezeichneten Organisation mit der wohl schnellsten digitalen Auswertung. "Bei uns werden keine Zettel ausgefüllt oder Listen ausgehangen", so Silvio Hamm. "Im Wettkampfbüro können die Ergebnisse in Echtzeit abgerufen werden. Die gesamte Zeitmesstechnik und Ergebniserfassung haben wir gemeinsam mit Bernd Barthelmann in Eigenleistung entwickelt." Damit die Technik beim Wettkampf reibungslos funktioniere, erklärte Hamm, wurde im Sommer sogar ein Testlauf durchgeführt. Auch Kai Frieß, Viertplatzierter über 13 km, begab sich nach dem Zieleinlauf an den Laptop, um seine Zeit abzurufen. Er und auch Florian Holland-Cunz blieben noch unter einer Stunde.

Bei den Frauen stand mit der Berglaufspezialistin Anke Härtl die Favoriten fest, die sich auch in 1:04:26 Stunden als Beste erwies. Sie verwies Kirsten Lenzer (Rhöner WSV) sowie Manuela Rohloff auf die Plätze. Vorjahrssiegerin Christine Schmidt (Meiningen) musste mit Platz vier vorlieb nehmen (1:15:23 h). Auf der kurzen Strecke ging der Asyl-Afghane Loft Nouri nach seinem Erfolg beim Georg-Herzog-Nachtlauf als Favorit an den Start. "Ich habe fleißig trainiert", so der 16-Jährige. Und das in Betreuung von Josefine Rutkowski, die ihren Schützling bestens motiviert an den Start schickte. Da war es für den Triathleten Marko Weber (TV Barchfeld) als auch für den Herpfer Tim Scholtysek (PSV Meiningen) schwer, das Lauftalent vom Erfolg abzuhalten. Nouri siegte in starken 21:36 min. Bei den Frauen setzte sich die ehemalige Skilangläuferin Svenja Rommel (Med. Bad Liebenstein) in 27:55 min vor Kristin Dreißigacker in 28:40 min sowie Selina Lindemann (Bettenhausen/30:37) durch.

Das es auch zur 12. Auflage wieder starke Nachwuchsfelder gab, dafür sorgten vor allem die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Herpf. So war die Freude bei den Herpfern besonders groß, als sich Frieda Albrecht (GS Herpf) auf der 3,1 km-Strecke in 15:08 min als überlegene Siegerin vor Anouk Grahmann (SG Helba) in 16:04 min sowie Alwine Albrecht (GS Herpf) in 16:32 min als Siegerin feiern ließ. Bei den Jungen bestimmte Felix Oelke (ESV Lok Meiningen) in 13:17 min das Tempo vor Emil Weigel (RSV Blau-Weiß Meiningen) und Ben Ludwig (GS Herpf).

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Theo Schwabe
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Veröffentlicht am:
11. 09. 2018
09:44 Uhr

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Theo Schwabe

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11. 09. 2018
09:44 Uhr



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