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Lokalsport Ilmenau

Testspiel in dreifacher Hinsicht

Gegen den Bayern-Regionalligisten TSV Aubstadt verliert Oberligist FSV Martinroda am Samstag 0:2 (0:1) und bekommt zu spüren, was ihm im Landespokalfinale wohl abverlangt werden dürfte.



Im Kopfballduell: Der aus Haina stammende Liam Floßmann (Mitte) hängt sich hier voll rein, beobachtet von Toby Metzmacher (rechts). Foto: frankphoto.de
Im Kopfballduell: Der aus Haina stammende Liam Floßmann (Mitte) hängt sich hier voll rein, beobachtet von Toby Metzmacher (rechts). Foto: frankphoto.de  

Fehrenbach - Also, eines ist ja erst mal klar: Wenn der FSV Martinroda tatsächlich in den Genuss eines DFB-Pokalhits gegen Bundesligist Werder Bremen kommen will, dann müsste er im Landespokal-Finale am 22. August zunächst mal einen (im wahrscheinlichsten Fall) Regionalligisten schlagen, der zuvor sogar längere Zeit 3. Liga gespielt hat, nämlich den FC Carl Zeiss Jena. Im unwahrscheinlicheren Fall wäre der Finalgegner zumindest bis zur letzten Saison Regionalligist gewesen, nämlich Wacker 90 Nordhausen.

Aber wie schwer das in beiden Fällen werden dürfte, das konnte Südthüringens Oberligist am Samstag auf dem herrlich präparierten Rasen des Sportplatzes von Fehrenbach erleben: Mitten aus dem schon alljährlich traditionellen Trainingslager der Martinrodaer im benachbarten Heubach heraus traf er sich hier mit dem TSV Aubstadt zum Testspiel. Die benachbarten Unterfranken waren im vergangenen Jahr in die Regionalliga Bayern aufgestiegen, hatten dort einen klasse Saisonstart hingelegt und bis zur Saisonunterbrechung immer noch Platz sieben gehalten.

Insofern war das 0:2 (0:1) am Ende ein standesgemäßes Resultat, das auch FSV-Trainer Robert Fischer nicht all zu sehr grämte: "Es war ein intensiv geführtes Spiel, sicher gut anzusehen. Aubstadt war so stark, wie wir sie erwartet hatten. Man hat aber gemerkt, dass wir heute nicht in Bestbesetzung aufgelaufen sind."

Die "Gastgeber" hatten nämlich sieben Probespieler im Trainingslager dabei, die dann auch alle jeweils eine Halbzeit zum Einsatz kamen, und das wirkte sich natürlich auf das Martinrodaer Zusammenspiel aus.

Empfindliche Verluste

Rückblick: Die erste Oberliga-Saison hatte mit einem 2:1-Heimsieg über den FC Eilenburg geendet - der zweite Saisonsieg und zugleich der große Hoffnungsschimmer auf eine womöglich doch noch erfolgreiche Aufholjagd zum 13 Punkte entfernten Tabellen-13. Neugersdorf. Die aber fiel Corona-bedingt aus, und vor der zweiten Oberliga-Saison fehlen dem FSV von den 14 Spielern dieser Eilenburg-Partie gleich vier: Die jungen, im Winter gekommenen Erfurter Jan Roschlaub (Bonner SC) und David Vogt (Germania Halberstadt) verließen den FSV absprachegemäß zum Saisonende wieder. Mateo Safradin hat sich abgemeldet und der erfahrene, einst von Bayern Hof gekommene Tommy Müller steht berufsbedingt kaum noch zur Verfügung. Top-Angreifer Serdar Suliman, der im Winter beim Hallenfußball einen Kreuzbandriss erlitt, fehlt ohnehin noch. Die Suche nach abermaligen Verstärkungen - mit der klaren Trainer-Vorgabe "nur Leute, die uns sofort helfen" - war bisher nicht eben ergiebig. Denn der regionale Markt dafür ist es auch nicht - kein Wunder, wenn beim Traditionsverein der Landeshauptstadt gerade eine komplett neue Oberligamannschaft gebildet werden muss ...

So wurde denn diese Partie in Fehrenbach gleich dreifach zum Test-Spiel: Zum ersten ganz offiziell, zum zweiten für die Probespieler und zum dritten für den Widerstand, den man dann auch im Pokalfinale zu leisten im Stande wäre. Der nahm sich zwar gar nicht so schlecht aus, denn beide Gegentore durch Hofmann (38.) und Pitter (70.) entsprangen eher krassen defensiven Schaltpausen, zunächst nach einer Rechtseingabe, später bei einem 20-m-Freistoß, bei dem das "Torwart-Mauer-Verhältnis" offensichtlich nicht stimmte.

Aber nach vorn ging beim Oberligisten nicht all zu viel. Ein Nachschuss von Pusch aus der Distanz nach einem Eckstoß (10.), später ein "Fern-Heber" von Hertel (53.) und noch ein gefährlicher Abschluss über links (78.) blieben die ganze Ausbeute. Stürmer Fernando war es nicht vergönnt, gegen seinen Ex-Verein, in dem er sich 2013/14 mal in der Bayernliga ausprobiert hatte, zu treffen.

Die Aubstädter, mit dem 29-jährigen (!) Trainer Victor Kleinhenz an der Seite sowie dem Meininger Julius Benkenstein in der Innenverteidigung (inzwischen seit neun Jahren in Aubstadt), beherrschten die Szenerie recht klar und erspielten sich noch einige gute Chancen. Ihr auffälliges Gegenpressing führte immer wieder zu früh unterbrochenen Angriffsversuchen und Ballverlusten bei Martinroda. Am Ende ergab sich so ein standesgemäßes Ergebnis nach einem Spiel, das den Zuschauern - das aktuelle 200er-Maximalkontingent dürfte fast ausgeschöpft worden sein - sicher gefallen hat.

Martinroda, 1. Halbzeit: Nicolai; Fiur, Nowak, Griebel, R. Müller, Finn, Pusch, Fernando (plus drei Gastspieler); 2. Halbzeit: Nicolai; Metzmacher, Floßmann, Zimmermann, Six, Al Saeed, Hertel (plus vier Gastspieler)

Aubstadt: Koob; Köttler, Volkmuth, Leicht, Grader, Pitter, Langhans, Benkenstein, Hofmann, Müller, Peci; eingew.: Wenzel, Köhler, Merkl, Seufert, Bieber

Butterich (Straufhain) - 0:1 Hofmann (38.), 0:2 Pitter (70.)

Am Sonntag: FSV Martinroda - Preußen Bad Langensalza 2:3 (1:2)

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Ralf Brückner
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Veröffentlicht am:
26. 07. 2020
20:36 Uhr

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Ralf Brückner

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Veröffentlicht am:
26. 07. 2020
20:36 Uhr



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