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Lokalsport Ilmenau

In Ilmenau-Roda hat man den Bogen raus

3D-Bogenschießen, das ist Präzision auf 50 Meter Entfernung in freier Natur. In Ilmenau-Roda, beim BSV Centaurus, wird diese Variante gepflegt.



3D-Bogenschießen in Aktion: Die Tiere im Hintergrund sind Attrappen mit verschiedenen Trefferzonen. Foto: BSV Centaurus
3D-Bogenschießen in Aktion: Die Tiere im Hintergrund sind Attrappen mit verschiedenen Trefferzonen. Foto: BSV Centaurus   » zu den Bildern

Ilmenau-Roda - Schon in der Steinzeit wurden Pfeile und Bogen genutzt, damals noch im reinen Überlebenskampf. Doch die Mitglieder des Vereins BSV Centaurus in Ilmenau-Roda sind natürlich "keine Killer", wie Trainer Thomas Richter erklärt. "Für uns sind die Bögen keine Waffen; wir betreiben Sport." Und zwar besonders das 3D-Bogenschießen, bei dem in freier Landschaft auf dort fest stationierte Tier-Attrappen geschossen wird. Zum Vergleich: Das olympische Bogenschießen wird aus einem festen Stand heraus und auf Zielscheiben mit bekannten Entfernungen betrieben.

Gegründet wurde der Verein 1999, knapp ein Jahr später haben sich die Bogenschützen in Ilmenau-Roda niedergelassen. Ansässig ist der Verein, der aktuell über 50 Mitglieder umfasst, auf dem Fußballplatz hinter der Rodaer Feuerwehr. Die Bogenschützen im Alter von sechs bis 79 Jahren nehmen häufig an Turnieren befreundeter Vereine in ganz Deutschland teil. Auch bei Landes- oder sogar deutschen Meisterschaften gibt es Starter vom BSV Centaurus.

Beliebt ist aber auch ihr eigenes Turnier, das sie alljährlich ausrichten. Bei der diesjährigen Auflage, am 29. April, waren 180 Startplätze vergeben worden und innerhalb von zwei Wochen waren alle freien Plätze belegt. Und auch Gäste, etwa aus Hessen oder aus Sachsen-Anhalt, zielten im Wald bei Roda auf die künstlichen Tiere. Geschossen wird übrigens aus Gruppen heraus, bestehend aus vier bis sechs Schützinnen bzw. Schützen, die von Attrappe zu Attrappe wandern. Jede hat drei Trefferzonen, und wenn der Rundkurs beendet ist, werden die Punkte ausgezählt - je nachdem, wie viele Pfeile man brauchte, um die Figur zu treffen und welche Zone man getroffen hat. Aber darf denn einfach so im Wald geschossen werden? Vereinsmitglied Uwe Fritzsch: "Wir müssen die Turniere natürlich erst von den unterschiedlichen Ämtern genehmigen lassen".

Sicher vor Vandalismus

Über die Arbeit im Verein und über die Anliegen, die er an die Kommunalpolitik hätte, informierte sich in dieser Woche der Landtagsabgeordnete Andreas Bühl (CDU) während seiner Sommertour, bei der er auch in Ilmenau-Roda Station machte.

Der begeisterte Bogensportler Thomas Richter ist seit 15 Jahren dabei. Im Jahr 2011 bildete er sich zum Jugendtrainer weiter. Vielleicht auch aus diesem Grund hat der Verein einige Nachwuchstalente hervorgebracht. Darunter auch den elfjährigen Tristan Pohl. Er entdeckte den Bogensport vor etwa drei Jahren. Bereits im letzten Jahr wurde er deutscher Vizemeister im Bogenschießen. Begeistert erklärte er, dass ihm der Sport Spaß macht und er diesen weiter verfolgen möchte.

Zu den Sorgen, die dem Landtagsabgeordneten geschildert wurden, gehört Vandalismus: Die "kleine Hütte" sei schon mehrmals von Dieben heimgesucht worden. Es entstand ein Schaden von rund 500 Euro. Seitdem bringen die Mitglieder ihre Ausrüstung meist von zu Hause mit, was aber ein enormer Aufwand ist. Daher wünschen sich die Centaurus-Bogenschützen eine Förderung durch die Stadt, um eine ausreichend schützende Tür an ihrer Vereinshütte anbringen zu können.

In den kälteren Monaten zieht der Verein in die Elgersburger Turnhalle um, dort wird dann Bogenschießen auf Zielscheiben betrieben. Aber auch hier wird es eng und so sucht man nach einer vor allem geräumigeren Alternative.

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Angelina Apel
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Veröffentlicht am:
10. 08. 2019
00:00 Uhr

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Angelina Apel

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Veröffentlicht am:
10. 08. 2019
00:00 Uhr



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