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Wirtschaft

Tiefensee fordert Kurzarbeitergeld in Autoindustrie

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich für ein Kurzarbeitergeld zur Bewältigung des technologischen Wandels ausgesprochen.



Autoindustrie
BMW-Werk Leipzig: Der Abwärtstrend im Autogeschäft hat tiefe Löcher in die Bilanzen vieler Hersteller gerissen.   Foto: Jan Woitas

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat sich für ein Kurzarbeitergeld zur Bewältigung des technologischen Wandels ausgesprochen. Ein solches "Transformations-Kurzarbeitergeld" hatte auch die IG Metall gefordert. Das Kurzarbeitergeld des Bundes solle nicht nur in wirtschaftlichen Krisenzeiten, sondern auch zur Bewältigung des Strukturwandels in einer Branche ausgezahlt werden, erklärte Tiefensee am Montag zum Abschluss des Branchendialogs Automobil in Erfurt. "Wir brauchen neue Ansätze, um in Zeiten des Umbruchs Arbeitsplätze zu sichern und die Beschäftigten im Betrieb gut auf neue Aufgaben und Anforderungen vorzubereiten", erklärte Tiefensee.

Kurzarbeitergeld ist eine Lohnersatzleistung aus den Kassen der Arbeitslosenversicherung, etwa bei schwierigen wirtschaftlichen Entwicklungen.

Tiefensee wies vor allem auf Veränderungen in der Automobilbranche hin, wo etwa Firmen im Bereich Antrieb/Fahrwerk in eine existenzielle Schieflage geraten könnten. Hintergrund für den Strukturwandel ist vor allem, dass Elektro-Antriebe als zukunftsträchtig gelten. E-Autos sind aber gerade bei den Antrieben einfacher aufgebaut als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, weshalb das Geschäft für Zulieferfirmen schwieriger werden könnte.

Laut einer Studie des Chemnitz Automotive Institute (CATI) arbeiten in Thüringen rund 19 000 Beschäftigte im Bereich Antrieb/Fahrwerk. Bis 2030 seien 10 bis 15 Prozent und damit 2000 bis 3000 Arbeitsplätze wegen des Strukturwandels gefährdet. Das Thüringer Wirtschaftsministerium hatte die Studie in Auftrag gegeben. dpa

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Veröffentlicht am:
14. 10. 2019
16:33 Uhr

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14. 10. 2019
16:33 Uhr



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