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Wirtschaft

Thüringer Bäcker-Bündnis übernimmt 57 Frischback-Filialen

Neue Hoffnung für die Beschäftigten der insolventen Bäckereikette Frischback aus Arnstadt: Die Arbeitsgemeinschaft „Bäcker in Thüringen“ will 57 der rund 90 Filialen übernehmen.



Von vielen Kunden unbemerkt, war die Bäckerei-Gruppe "Frischback" in Schwierigkeiten geraten. Nun gibt es wieder Hoffnung. Archivfoto: Heiko Matz
Von vielen Kunden unbemerkt, war die Bäckerei-Gruppe "Frischback" in Schwierigkeiten geraten. Nun gibt es wieder Hoffnung. Archivfoto: Heiko Matz  

Arnstadt/Erfurt - Zumindest ein Teil der Frischback GmbH Arnstadt hat wieder eine neue Zukunft. Wie die  Erfurter Rechtsanwaltskanzlei Rombach mitteilte, will die Arbeitsgemeinschaft „Bäcker in Thüringen“  bis zu 57 Filialen der Bäckerei im Rahmen einer Unternehmensübertragung zum Monatsende übernehmen. Dem Verkauf hätten  in der vergangenen Woche bereits der Sachwalter, der Erfurter Rechtsanwalt Rolf Rombach, sowie der Gläubigerausschuss zugestimmt. Nach der Ausschusssitzung zog die Geschäftsführung der Frischback ihren Antrag auf eine Eigenverwaltung beim Amtsgericht Erfurt zurück. Das Verfahren wird nun als Regelinsolvenzverfahren weitergeführt.

Rolf Rombach, der bereits als Sachwalter tätig war, wurde zum Insolvenzverwalter bestellt. Über den Verkaufspreis ist Stillschweigen vereinbart worden. Die verbleibenden rund 30 Filialen und die Produktionsstätte in Arnstadt sollen ebenfalls weitergeführt werden. Das stellte  Rolf Rombach aufgrund der Zusammenarbeit mit der Arge Bäcker in Thüringen in Aussicht.

Zusammen mit der Geschäftsführung hatte Insolvenzverwalter Rombach vor zwei Monaten den Investorenprozess noch einmal verstärkt. „Wir freuen uns, dass wir mit dem Verkauf der meisten Filialen an die ARGE ein Teil von Frischback und damit wichtige Arbeitsplätze in der Region erhalten können“, erklärte Rombach. Besonders großen Wert legen Rombach und auch die Thüringer Bäcker auf die Zukunftssicherung der verbleibenden Mitarbeiter. Die Backwaren-Produktion in Arnstadt soll vorerst weitergeführt werden.

Die Arge hat es sich zur Aufgabe gemacht, das traditionelle Thüringer Bäckereihandwerk zu erhalten. Dazu will das Unternehmen Betriebe und Bäckereifilialen wie im Fall Frischback kaufen. Hinter der Arbeitsgemeinschaft stehen die beiden Geschäftsführer Tobias Helbing und Daniel Nahrstedt und damit die beiden regionalen Bäckereien Helbing aus Leinefelde-Worbis und Nahrstedt aus Meiningen. Helbing war bis 2013 Geschäftsführer der Frischback GmbH in Arnstadt. Die Arge habe zugesichert, die rund 200 Mitarbeiter in den 57 Filialen zu übernehmen. Weiterhin will der Bäckereizusammenschluss den gekündigten Mitarbeitern in den Partnerunternehmen der Arbeitsgemeisnchaft eine neue berufliche Perspektive anbieten. „Mit der Übernahme der Frischback-Filialen wollen wir die Versorgung mit regionalen Bäckereiprodukten in Thüringen aufrechterhalten und auch das Verkaufsnetz unserer Arge-Mitglieder erweitern“, so Tobias Helbing.

Die Bäckereikette Frischback hatte Anfang des Jahres 2019 beim Amtsgericht Erfurt einen Antrag auf ein Eigenverwaltungsverfahren gestellt. Bereits zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren. Das Gericht ist den Antragsgründen des Unternehmens gefolgt und hatte damit grünes Licht für das Sanierungsverfahren gegeben. Frischback war besonders vom Umsatzrückgang durch den letztjährigen Hitzesommer betroffen. Weiterhin kam die im Frühjahr geplante Zusammenführung der Produktion und Logistik am neuen Standort ins Stocken. Dafür war die Produktion von Frischback in Schmalkalden geschlossen worden.

Autor

Jolf Schneider
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Veröffentlicht am:
24. 04. 2019
10:39 Uhr

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Jolf Schneider

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Veröffentlicht am:
24. 04. 2019
10:39 Uhr



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