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Wirtschaft

Handwerk brummt auch 2020: Kürzere Wartezeiten?

In vielen Handwerksbereichen brummt es. Das wird sich nach Prognosen auch so schnell nicht ändern - aber vielleicht werden die Wartezeiten für die Kunden etwas kürzer.



Die Auftragsbücher der Handwerker sind auch 2020 gut gefüllt. - Ein Fliesenleger (Symbolfoto).   Foto: dpa/Ina Fassbender

Thüringens Handwerker gehen mit gut gefüllten Auftragsbüchern ins neue Jahr. «2020 wird erneut ein gutes Jahr - aber etwas abgeschwächt im Vergleich zur Hochkonjunktur 2019», sagte der Geschäftsführer des Thüringer Handwerkstags, Thomas Malcherek, der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. Nach wie vor arbeiteten viele Betriebe vor allem im Bauhandwerk sowie den Bereichen Elektro sowie Heizung/Sanitär an der Kapazitätsgrenze. «Statistisch liegt der Auftragsbestand im Handwerk bei zehn Wochen.»

Die Folge seien längere Wartezeiten für die Kunden vor allem in den ohnehin stark nachgefragten Gewerken. Sollte sich die Handwerkskonjunktur etwas abschwächen, würde die Überhitzung gedämpft und die Wartezeiten etwas verringert, so Malcherek. Allein im Bereich Bau sowie Metall/Elektro gibt es in Thüringen mehr als 17 000 Handwerksbetriebe.

Als Wachstumsbremse wirkte nach wie vor der Fachkräftemangel, unter dem das Handwerk leide. Malcherek: «Natürlich freuen sich Handwerker über viele Aufträge. Schlecht ist nur, wenn sie nicht genug Personal haben, um sie möglichst schnell zu erledigen.» In diesem Dilemma steckten nicht wenige Betriebe, die inzwischen viel unternähmen, um für Fachkräfte attraktiv zu sein.

Nach Einschätzung von Malcherek wäre eine von der Landespolitik diskutierte Investitionspauschale in dreistelliger Millionenhöhe für die Thüringer Kommunen kaum schnell in Bauprojekte umzusetzen. «Nicht nur, weil kaum Baukapazitäten frei sind, sondern auch, weil Betriebe die bürokratischen Hürden des Vergabegesetzes für öffentliche Aufträge scheuen.» Es gebe viele Klagen von Handwerkern über die Abwicklung öffentlicher Aufträge. «Das Vergabegesetz ist ein Hemmnis.»

Das Handwerk ist in Thüringen mit knapp 30.000 Betrieben ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mit etwa 151.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von rund elf Milliarden Euro ist es auch einer der größten Arbeitgeber. Derzeit werden mehr als 6000 junge Leute in Handwerksberufen ausgebildet. dpa

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Veröffentlicht am:
03. 01. 2020
08:24 Uhr

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03. 01. 2020
08:24 Uhr



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