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Wirtschaft

Finanzspritzen des Landes für 181 Unternehmen in Thüringen

Über Zuschüsse zu Investitionen sowie staatliche Bürgschaften und Beteiligungen betreibt das Land Wirtschaftsförderung. Mit Millionenbeträgen werden der Ausbau von Fabriken unterstützt oder Investoren angelockt.



Erfurt - Für Investitionsprojekte von 181 Unternehmen hat Thüringen im vergangenen Jahr staatliche Finanzspritzen gewährt. Mit Zuschüssen in Höhe von insgesamt 86,3 Millionen Euro seien Industrieinvestitionen mit einem Volumen von rund einer halben Milliarde Euro angeschoben worden, teilte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) auf Anfrage mit. Damit verbunden seien 500 neue Arbeitsplätze.

«Die Investitionsbereitschaft der Thüringer Wirtschaft war trotz des eher schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeldes auch 2019 hoch», sagte Tiefensee. Zudem sei es gelungen, eine Reihe von Investoren nach Thüringen zu holen. Als Beispiel nannte er den chinesischen CATL-Konzern, der bei Arnstadt ein großes Werk zur Produktion von Batteriezellen für Elektroautos baut.

Insgesamt seien im Vorjahr 27 Unternehmensansiedlungen gefördert worden, darunter der Autozulieferer Marquardt Lightroics GmbH, der sich im Gewerbegebiet «Erfurter Kreuz» ansiedelte, oder die Maximator Hydrogen GmbH in Nordhausen. Beispiele für Firmenerweiterungen seien die Blink AG in Jena oder die Lewell Kartonagen GmbH im südthüringischen Eisfeld.

Auch in den ersten Wochen dieses Jahres gebe es Nachfrage nach Investitionsförderung des Landes. «Aktuell liegen 136 Förderanträge mit einem voraussichtlichen Investitionsvolumen von fast 600 Millionen Euro vor», so Tiefensee. «Die Investitionsneigung in der Industrie ist ungebrochen hoch.» Das stimme zuversichtlich für die weitere wirtschaftliche Entwicklung 2020.

Zuschüsse gewährt das Land nicht nur für die Investitionen von Unternehmen, sondern auch für Infrastrukturprojekte. Dabei sei es im vergangenen Jahr um 46 Vorhaben mit einem Volumen von rund 95 Millionen Euro gegangen. Sie seien mit rund 75 Millionen Euro gefördert worden. Als Beispiele nannte das Ministerium die Erschließung des Gewerbegebiets «Grabfeld» in Römhild oder die «Erlebniswelt Dampflok» in Meiningen. Investitionszuschüsse werden aus einem Programm gewährt, das je zur Hälfte vom Land und vom Bund finanziert wird.

Weitere Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung sind die Vergabe von Bürgschaften oder staatliche Beteiligungen an Unternehmen. Nach Angaben der Bürgschaftsbank Thüringen wurden 2019 Bürgschaften über insgesamt 44,6 Millionen Euro vergeben.  Das sei ein Anstieg um sieben Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Die Bürgschaftsbank steht mit ihren Entscheidungen für Kredite gerade, die die Banken an Unternehmen vergeben. dpa
 

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Veröffentlicht am:
26. 01. 2020
08:50 Uhr

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26. 01. 2020
08:50 Uhr



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