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Wirtschaft

Bedeutung der Gesundheitswirtschaft in Thüringen wächst

Fast 14 Prozent steuerten die Gesundheitsbranchen im vergangenen Jahr bereits zur Gesamtwertschöpfung im Freistaat bei. Damit liegt Thüringen deutlich über dem Bundesdurchschnitt, wie Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums belegen.



Erfurt - Die Techniker Krankenkasse (TK) Thüringen geht davon aus, dass die Gesundheitswirtschaft in den kommenden Jahren deutlich an Bedeutung für die Gesamtwirtschaft im Freistaat zunehmen wird. Die Krankenkasse beruft sich in ihrer Einschätzung auf Daten des Bundeswirtschaftsministeriums. Daraus geht hervor, dass die Gesundheitsbranchen im vergangenen Jahr bereits einen Anteil von 13,7 Prozent der Wertschöpfung im Freistaat beigetragen haben. Dies liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 12,1 Prozent. Nur in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt ist die Bedeutung des Gesundheitsbereichs für die Gesamtwirtschaft des Bundeslandes noch höher.

Nach Ansicht von Guido Dressel, Leiter der TK-Landesvertretung Thüringen, wird sich die Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Thüringen in den nächsten Jahren weiter erhöhen: "Innerhalb der Gesundheitswirtschaft hat die medizinische und pflegerische Versorgung in Thüringen mit 61,4 Prozent in Deutschland nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern die höchste Bedeutung", erklärte Dressel am Mittwoch in Erfurt. Gerade hier würden die Kassen durch gesetzlich festgelegte neue Leistungen und die hohe Dynamik im Bereich Pflege deutlich höhere Ausgaben verzeichnen. Hinzu kämen die notwendigen Investitionen zur Digitalisierung des Gesundheitswesens. "Dies muss die Landespolitik gerade im Wahljahr im Blick behalten", so Dressel.

Trotz einer gewissen Dominanz der meist sozialversicherungsfinanzierten medizinischen Versorgung punktet Thüringen auch mit einem guten Wert für die industrielle Gesundheitswirtschaft. Zu dieser zählen vor allem die Produktion und der Vertrieb von Arzneimitteln sowie Medizinprodukten und medizintechnischen Großgeräten. Mit einem Anteil von 17,2 Prozent an der gesamten Gesundheitswirtschaft erwirtschaftet diese Branche den höchsten Wert aller neuen Bundesländer und hat bereits mehrere westdeutsche Länder überholt. In 2017 lag der Anteil in Thüringen noch bei 14,6 Prozent, wie aus der gesundheitswirtschaftlichen Gesamtrechnung des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. jol

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Veröffentlicht am:
15. 05. 2019
11:47 Uhr

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15. 05. 2019
11:47 Uhr



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