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Thüringen

Zwei Millionen Euro veruntreut und gewaschen

Fingierte Aufträge, fingierte Rechnungen: Mit dieser Masche sollen zwei Männer eine Saalfelder Firma um 2,1 Millionen Euro gebracht haben. Die Millionen wurden zum Teil von einer Frau gewaschen.



Gera - Vor dem Landgericht in Gera hat am Dienstag ein Verfahren wegen Untreue bei einem Saalfelder Unternehmen sowie Geldwäsche begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 47 Jahre alten ehemaligen Manager der Firma vor, fingierte Aufträge an einen IT-Dienstleister vergeben zu haben. Dessen 46-jähriger Geschäftsführer soll dann Rechnungen gestellt haben, ohne dass es eine Gegenleistung gab. Seine 38 Jahre alte Lebensgefährtin sitzt mit auf der Anklagebank, weil sie einen Teil der ergaunerten gut 2,1 Millionen Euro über ihr Konto gewaschen haben soll. Alle Beschuldigten verweigerten zum Prozessauftakt die Aussage.

Die Staatsanwaltschaft führt in der Klageschrift 100 Fälle auf, in denen die Beschuldigten stets nach der gleichen Masche vorgegangen sein sollen. Der frühere Manager der Medizintechnikfirma, der dort als Administrator in der IT-Abteilung tätig war, gab Aufträge für Dienstleistungen sowie Computertechnik in Auftrag, obwohl er zu größeren Bestellungen nicht berechtigt war. Der beschuldigte Geschäftsführer des IT-Unternehmens schickte innerhalb kürzester Frist Rechnungen, die auch bezahlt wurden.

Von dem Geld sollen gut 571 000 Euro beim früheren Manager gelandet sein. Die Lebensgefährtin des Geschäftsführers des beauftragten IT-Unternehmens hatte laut Anklage in 18 Fällen Geld über ihr Konto an den Manager überwiesen - Geldwäsche, wie der Staatsanwalt sagte.

Die beiden Männer stehen wegen des Vorwurfs der schweren Untreue beziehungsweise der Beihilfe dazu vor Gericht. Wie der Vorsitzende Richter Uwe Tonndorf deutlich machte, kommt jedoch auch eine Verurteilung wegen Betrugs in Betracht. Das Verfahren wird das Gericht voraussichtlich noch bis in den Januar hinein beschäftigen. dpa

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Veröffentlicht am:
11. 09. 2018
11:48 Uhr

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