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Thüringen

Weniger Zucker und Fett - Verbraucherzentrale befragt Betriebe

Bratwürste, Tiefkühlpizzen, Klöße und Bier - die Lebensmittelbranche ist ein wirtschaftliches Schwergewicht in Thüringen. Sie hat auch eine Verantwortung für eine gesündere Ernährung, findet die Verbraucherzentrale.



In Thüringen sind nach Erkenntnissen von Verbraucherschützern bisher nur wenige Lebensmittelbetriebe bereit, Produkte mit einem geringeren Gehalt an Zucker, Fetten und Salz herzustellen. Für eine gesündere Ernährung hätten vorerst nur sieben Firmen ihre Rezepturen entsprechend verändert, teilte die Verbraucherzentrale am Donnerstag mit. Sie berief sich auf eine von ihr im Sommer geführte Umfrage unter 37 Unternehmen der Ernährungsbranche. Laut Wirtschaftsministerium umfasst die Branche in Thüringen insgesamt rund 180 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten, eingerechnet sind hier neben Lebensmittel- und Getränkeherstellern allerdings auch Futtermittelproduzenten.

Hintergrund der Befragung ist die Ende 2018 von der Bundesregierung beschlossene sogenannte nationale Reduktionsstrategie, nach der sich Lebensmittelbetriebe freiwillig zu gesünderen Rezepturen in Fertigprodukten verpflichten sollen. Bis zum Jahr 2025 soll beispielsweise der Zuckergehalt in Softdrinks wie Cola um mindestens 15 Prozent und in Frühstücksflocken für Kinder um mindestens 20 Prozent verringert werden. Ungesunde Ernährung gilt als einer der Hauptgründe für Übergewicht bei Kindern.

Bei den Unternehmen in Thüringen, die den Gehalt von Fett, Zucker und Salz verringern oder dies planen, handelt es sich laut Verbraucherzentrale um vier Gebäck- und Süßwarenhersteller, zwei Fleisch- und Wurstproduzenten und einen Hersteller von Lebensmittelkonserven. Sieben Betriebe gaben demnach an, nichts geändert zu haben und dies auch nicht zu planen. Die Mehrheit der befragten Betriebe - 23 - sei nicht bereit gewesen, Auskunft zu geben, hieß es.

«Das Thema Reduzierung von Zucker, Fetten und Salz in Fertiglebensmitteln genießt in Thüringen zu wenig Aufmerksamkeit», sagte die zuständige Fachbereichsleiterin bei der Verbraucherzentrale, Petra Müller. Dies sei nicht nur ein Thema für Lebensmittelkonzerne, sondern auch für kleine und mittelständische Unternehmen - wie für die Branche in Thüringen typisch. Die Ernährungs-, Futtermittel- und Getränkeindustrie gehört zu den vier umsatzstärksten Industriezweigen in Thüringen, im ersten Halbjahr lag der Umsatz laut Wirtschaftsministerium bei 1,8 Milliarden Euro.

In Deutschland sind nach Angaben von Ärzteverbänden mehr als eine Million Kinder und Jugendliche teils stark übergewichtig. Dadurch steigt ihr Risiko vor allem für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen. dpa

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Veröffentlicht am:
10. 10. 2019
15:19 Uhr

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10. 10. 2019
15:19 Uhr



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