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Was die Parteien zum Thema soziale Gerechtigkeit sagen

Deutschland besitzt eines der besten sozialen Sicherungssysteme der Welt: Der Sozialstaat hilft, wenn Bürger krank, pflegebedürftig, arbeitslos oder arbeitsunfähig werden.



CDU: Deutschland besitzt eines der besten sozialen Sicherungssysteme der Welt: Der Sozialstaat hilft, wenn Bürger krank, pflegebedürftig, arbeitslos oder arbeitsunfähig werden. Wir sorgen dafür, dass Kranke und Pflegebedürftige eine gute Versorgung bekommen. Für die CDU ist klar, dass der Sozialstaat so viel Unterstützung leisten muss wie möglich. Familien stehen im Mittelpunkt.

Mehr Arbeitsplätze und steigende Löhne haben das Armutsrisiko gesenkt. Große Ungleichgewichte beim Einkommen werden durch das Wirken des Steuer- und Sozialstaats gemindert. Gerechtigkeit wird oft mit Verteilung verwechselt. Durch Umverteilen allein ist Armut nicht zu lösen. Bildung ist der Schlüsselbegriff. Bildung braucht verantwortliche Eltern, gute Schulen, gute Berufsbildung und Arbeitsplätze mit guten Löhnen.

SPD: Jeder soll die gleichen Chancen auf beste Bildung und Ausbildung, gute Jobs und ein würdevolles Leben im Alter haben. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, in der die Menschen füreinander da sind und in Frieden leben können. Gesellschaften, in denen es gerecht zugeht, sind wirtschaftlich erfolgreicher und innovativer. Die Menschen sind zufriedener und das gegenseitige Vertrauen ist stärker. Gerechtigkeit ist die Voraussetzung für Zusammenhalt und Wohlstand.

Die SPD wird in die Zukunft investieren, damit auch unsere Kinder in einer gerechten Gesellschaft aufwachsen. In der Gesundheitsversorgung wollen wir alle Bürgerinnen und Bürger auf die gleiche Weise versichern. Ziel ist die paritätische Bürgerversicherung. Alle erstmalig und bislang gesetzlich Versicherten werden wir automatisch in die Bürgerversicherung aufnehmen.

Die Linke: Soziale Gerechtigkeit und der Kampf gegen Armut sind Kernpunkte des Wahlprogramms: "Der Reichtum wächst jeden Tag, aber er kommt nur Wenigen zugute." Das möchte die Linke ändern, unter anderem mit der Abschaffung des bisher geltenden Hartz-IV-Systems. Sie fordert stattdessen eine Mindestsicherung von 1050 Euro pro Person und Monat.

Ein Ziel ist ein kostenloses Ganztags-Betreuungsangebot für Kinder. Das Kindergeld möchte sie auf 328 Euro im Monat anheben. Kinder sollen täglich kostenlos eine gesunde warme Mahlzeit bekommen können.

Die Linke fordert einen Mindestlohn von 12 Euro pro Stunde. In der Pflege soll er sogar 14,50 Euro betragen. Außerdem sollen Manager- und Vorstandsgehälter maximal 20 Mal so hoch wie der niedrigste Lohn im Unternehmen sein.

Bündnis 90/Die Grünen: Die Zahl der von Armut bedrohten Menschen ist erschreckend hoch. Wenn Arbeit und Rente nicht mehr zum Leben reichen und Familien nur das Nötigste haben, gefährdet das den sozialen Zusammenhalt. Wir Grüne wollen alle Menschen vor Armut schützen.

Mit einem Familienbudget verhindern wir Kinderarmut, stärken Alleinerziehende und entlasten Familien. Wir sorgen für guten und günstigen Wohnraum, wollen den Anstieg der Mieten bremsen und das Wohngeld erhöhen. Mit einer Garantierente schützen wir ältere Menschen besser vor Armut. Durch eine Bürgerversicherung wollen wir für alle eine gute Gesundheitsversorgung und gute Pflege. Wir streiten für beste Bildung, fair bezahlte, gut abgesicherte Jobs und eine Gesellschaft, an der alle Menschen teilhaben können. Die grüne Grundsicherung ermöglicht ein Leben in Würde.

FDP: Die FDP wirbt für das "Vorankommen durch eigene Leistung" und die "Potenziale und die Energie jedes Einzelnen". Die "übermäßige Umverteilung von Privat zu Staat" müsse beendet werden. Sie ist damit grundsätzlich dafür, den Sozialstaat einzuschränken. Sozialleistungen möchte die FDP in einem "Bürgergeld" an einer staatlichen Stelle zusammenfassen.

Die FPD möchte weder Zeitarbeitsverträge noch Befristungen einschränken. Die Maximalarbeitszeit soll auf 48 Stunden pro Woche angehoben werden. Die FDP fordert deutschlandweit einheitliche Bildungsstandards und weniger Bildungsaufgaben bei den Ländern.

Grundsätzlich plant die FDP, alle sozialen Leistungen für Kinder im "Kindergeld 2.0" zusammenzufassen. Eine Bürgerversicherung lehnt sie ab, sie will das System aus privaten und gesetzlichen Kassen.

AfD: Unser Sozialstaat wird nur erhalten, wenn die finanzielle Solidarität innerhalb einer definierten Gemeinschaft erbracht wird. Es gilt, Familien zu stärken, Kinderarmut zu bekämpfen, Altersarmut zu verhindern, das Gesundheitssystem zu erhalten, Arbeitslose in Arbeit zu bringen und Gerechtigkeit beim Arbeitslosengeld herzustellen.

Die AfD fordert die steuerliche Entlastung von Familien, den leichteren Erwerb von Wohneigentum und die Berücksichtigung der Leistungen von Eltern in der Rentenversicherung.

Der Arbeitgeberanteil zur Kranken- und Pflegeversicherung muss auf gleiche Höhe wie der Arbeitnehmeranteil festgelegt werden. Wir wollen eine Bezugsdauer von Arbeitslosengeld I in Abhängigkeit von der Dauer der Vorbeschäftigung. Der Selbstbehalt beim Arbeitslosengeld II ist zu erhöhen.

 
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Veröffentlicht am:
24. 09. 2017
00:00 Uhr

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