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Thüringen

Was die Parteien zum Thema Rente sagen



CDU: Wir bekennen uns zur Rentenreform der Großen Koalition von 2007. Sie stellte die Weichen für eine stabile Rente bis 2030. Nach der Wahl wird eine überparteiliche Kommission mit den Tarifpartnern für die Zeit nach 2030 Vorschläge erarbeiten. Die wachstumsfreundliche Politik der letzten zwölf Jahre schuf Millionen neuer sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze. Dadurch wurde die lange Zeit prekäre Lage der Rentenversicherung verbessert und die gesetzliche Rente stabilisiert. Das Rentenniveau hat sich deshalb besser entwickelt als vorhergesagt. Auch die Ost-West-Angleichung wird schneller kommen als erwartet. Der Nachhaltigkeitsfaktor, der die Renten eigentlich dämpfen soll, hat wegen der starken Zunahme sozialversicherungspflichtiger Beschäftigungsverhältnisse in mehreren Jahren die Anpassung des Rentenwertes sogar erhöht.

SPD: Mit einem garantierten Rentenniveau von 48 Prozent bei einer Beitragssatzbegrenzung von 22 Prozent schaffen wir mehr Generationengerechtigkeit. Um das zu schaffen, werden wir in einer Übergangszeit mehr Geld aus dem Steueraufkommen in die Rente geben, damit die Beitragszahler nicht zusätzlich belastet werden.

Eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir ab.

Mit einer gesetzlichen Solidarrente erhalten wir den Wert der Arbeit im Alter. Die Solidarrente beträgt zehn Prozent mehr als die Grundsicherung.

Gute Rente folgt aus guter Arbeit. Deshalb wird die SPD für anständige Löhne kämpfen, Frauen durch das Rückkehrrecht aus der Teilzeitfalle holen, Weiterbildung und Qualifizierung fördern, prekäre Arbeitsverhältnisse zurückdrängen und Familie und Beruf besser vereinbar machen.

Die Linke: Den Lebensstandard im Alter sichern: dafür soll es ein Sicherungsniveau von 53 Prozent geben - das sind 130 Euro mehr für den "Durchschnittsrentner". Gleiche Renten in Ost und West! Schluss mit Altersarmut: Solidarische Mindestrente von 1050 Euro, niedrige Löhne in der Rente aufwerten, das sind z.B. 270 Euro mehr Rente für eine Verkäuferin. Statt Arbeiten bis zum Umfallen: Ab 65 abschlagsfrei in die Rente sowie mit 60 Jahren bei 40 Beitragsjahren.

Zeiten der Erwerbslosigkeit, der Kindererziehung und Pflege müssen besser abgesichert werden, damit sie nicht zu Armutsrenten führen. Die Beitragsbemessungsgrenze wollen wir vereinheitlichen, dann in mehreren Schritten drastisch anheben und schließlich aufheben. Wer ein Gehalt von 10 000 Euro und mehr im Monat hat, muss auch für 10 000 Euro und mehr Beiträge zahlen.

Bündnis 90/Die Grünen: Viele Menschen machen sich Gedanken, ob ihre Rente für einen guten Ruhestand reicht. Wir Grüne wollen die Altersvorsorge solide und langfristig sicher machen. Die Bundesregierung aus CDU/CSU und SPD hat das sträflich vernachlässigt.

Wir wollen eine Alterssicherung, in der alle solidarisch füreinander einstehen. Alle sollen sicher sein können, dass sich die Rentenbeiträge auszahlen und ihnen im Alter keine Armut droht. Dafür wollen wir das Rentenniveau stabilisieren und die gesetzliche Rente zu einer Versicherung für alle Bürgerinnen und Bürger umbauen.

Wir führen eine Garantierente gegen Altersarmut ein. Frauen werden wir dabei unterstützen, eine eigenständige Altersvorsorge aufzubauen. Wir wollen Betriebsrente und private Vorsorge (Riester) attraktiver machen - besonders für Geringverdienende.

FDP: Wir Freie Demokraten wollen den Generationenvertrag neu beleben und die Rente enkelfit machen. Dazu setzen wir uns für eine generationengerechte Finanzierung und bessere Möglichkeiten zur eigenverantwortlichen privaten und betrieblichen Altersvorsorge ein.

Der flexible Renteneintritt soll mit versicherungsmathematisch korrekten Zu- und Abschlägen ab 60 Jahren möglich sein. Wir wollen alle Hinzuverdienstgrenzen aufheben.

Eine "Schuldenbremse 2.0" im Bundeshaushalt soll auch die Sozialversicherungskassen schützen. Zudem wollen wir eine Belastungsgrenze im Grundgesetz, die Steuer- und Abgabenerhöhungen ein Limit setzt und den Menschen mehr Spielraum für die eigenverantwortliche Altersvorsorge gibt. Ein Freibetrag soll für Einkommen aus privater und betrieblicher Altersvorsorge bei der Grundsicherung im Alter gelten.

AfD: Rente ist kein Almosen, sondern Lebensleistung. Es gilt, die drohende Altersarmut zu bekämpfen. Bei einer Lebensarbeitszeit von bis zu 45 Jahren soll künftig der Rentenanspruch abschlagsfrei sein. Die Doppelbesteuerung ist zu vermeiden.

Durch Arbeitsleistung und andere anrechenbare Zeiten erworbene Rentenansprüche sind mit einem angemessenen Aufschlag zur Grundsicherung zu berücksichtigen.

Altersrentner sollen ohne Einschränkung ihrer Rente einer entgeltlichen Beschäftigung nachgehen können. Die Rentenversicherung muss u.U. mit Steuermitteln gestützt werden. Die beiden Säulen Betriebsrente und private Vorsorge müssen gestärkt werden. Wir treten dafür ein, dass Leistungen aus Mitteln der staatlichen Rentenversicherung (versicherungsfremde Leistungen) entweder ausgegliedert oder über staatliche Transferleistungen finanziert werden.

 
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21. 08. 2017
07:00 Uhr

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21. 08. 2017
07:00 Uhr



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