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Thüringen

Tierquäler fügt Wallach Schnittwunden zu: Pferde holen Hilfe

Erneut hat ein Tierquäler in Thüringen zugeschlagen und einen Wallach mit Schnittwunden tracktiert. Die Pferde selbst holten Hilfe. Die Polizei sucht Zeugen.



Silberthal - Ein Unbekannter hatte sich in Silberthal bei Jena im Saale-Holzland-Kreis Zutritt zur Pferdekoppel eines dortigen Gasthofes verschafft und eines der drei Pferde angegriffen. Der Wallach wurde mit einem scharfen Gegenstand verletzt und trug zwei etwa 20 bis 25 Zentimeter lange Wunden am Hinterleib davon.

Der oder die Angreifer flüchteten anschließend. Die drei Pferde holten in einer schier unglaublichen Aktion selbst Hilfe: Laut Polizei brachen sie aus ihrer Koppel aus und liefen zur Wohnanschrift des Besitzers. Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht zum Dienstag, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Die Kripo in Jena geht davon aus, dass der Täter mit einem Auto zur Koppel gefahren sein könnte und sucht jetzt Zeugen.

Es ist nicht die erste Tat dieser Art: Seit Anfang des Jahres treibt ein sogenannter Pferderipper seine Unwesen in Thüringen. Immer wieder wurden Pferde auf ihrer Koppel oder sogar im Stall angegriffen und teils schwer verletzt. Erst Mitte Juli waren zwei Pferden auf einer Koppel in Lehesten im Saale-Holzland-Kreis Stichverletzungen zugefügt worden. Anfang Juli war in Sonneborn im Landkreis Gotha einem Reitpferd in den linken Vorderhuf geschnitten worden.

In sieben weiteren Fällen wurden Pferde auf Koppeln meist im Genitalbereich verletzt. Nach einem Vorfall im Juni in Unterkatz bei Wasungen (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) übernahm die Kripo schließlich die Ermittlungen. In den Wochen zuvor waren in Wutha-Farnroda (Wartburgkreis) zwei Tiere und im nahen Waltershausen (Kreis Gotha), in Trusetal sowie in Springstille (Schmalkalden-Meiningen) jeweils ein Tier angegriffen und mit tiefen Stichen im Scheidenbereich schwer verletzt worden. Alle Stuten mussten  tierärztlich versorgt, eine sogar notoperiert werden.

Auch in Unterfranken hatte ein Pferderipper Ende Juni zugeschlagen und einer Stute in Unterfranken so tiefe Schnittverletzungen zugefügt, dass diese starb. Der 27-jährigen Stute wurde mittels eines spitzen Gegenstandes ein tiefe Schnittverletzung vom After bis zur Scheide zugeführt, woraufhin das Tier sehr viel Blut verlor. Ebenfalls im Juni war eine Haflingerstute in Korbach (Hessen) brutal vergewaltigt worden. cob

 

 

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Veröffentlicht am:
19. 07. 2019
16:22 Uhr

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19. 07. 2019
16:22 Uhr



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