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Tiefensee stellt Soforthilfen für Unternehmen in Aussicht

Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) rechnet damit, dass die Unternehmen des Freistaats lange brauchen werden, um die Folgen der Coronakrise zu überwinden. Gleichzeitig stellte Tiefensee am Mittwoch in Erfurt Soforthilfen für Unternehmen in Aussicht.



Wolfgang Tiefensee
Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee.   Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Erfurt -  Ob auch Solo-Selbstständige wie etwa freischaffende Künstler oder selbstständige Handwerker von solchen Zahlungen profitieren werden, ließ er offen. „Die Details werden wir ausarbeiten“, sagte er. Vor allem aber richte sich sein Blick auf Unternehmen im klassischen Sinn, also beispielsweise GmbHs.

Nach Angaben von Tiefensee gibt es in seinem Haus Pläne, Unternehmen mit bis zu fünf Arbeitnehmern 5.000 Euro, bei bis zu zehn Arbeitnehmern 10.000 Euro und bis zu 50 Arbeitnehmern 30.000 Euro als Zuschuss zur Verfügung zu stellen, der nicht zurückgezahlt werden soll.

Um solche Soforthilfen an die Hälfte der etwa 80.000 Unternehmen im Land auszahlen zu können, brauche das Land etwa 350 Millionen Euro, sagte Tiefensee. Das Geld solle vom Thüringer Landtag über einen Nachtragshaushalt zur Verfügung gestellt werden. Er hoffe, dass die Landtagspräsidentin und die Landtagsfraktionen einen Weg finden würden, eine Landtagssitzung noch im April zu organisieren, damit das Parlament diese Gelder zur Verfügung stellen könne.

Insgesamt werde die Wirtschaft in Thüringen in der nächsten Zeit Hilfe in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro brauchen, sagte Tiefensee. Ein Großteil davon solle über Kredite zur Verfügung gestellt werden, die mehrere Jahre tilgungsfrei bleiben sollen. Bis die Wirtschaft im Freistaat die Folgen der Corona-Krise überwunden haben werde, werde es wohl Jahre dauern, erklärte Tiefensee. „Es kommt auf die Wirtschaft ein Tsunami zu.“ Für viele Firmen gebe es bereits existenzbedrohende Situationen. Er versprach, um jedes einzelne Unternehmen in Thüringen zu kämpfen. „Wichtig ist, dass wir nicht in Hysterie verfallen.“

In diesem Zusammenhang appellierte er an die Unternehmen, keine Lehrlinge zu entlassen. Auch für die Auszubildenden werde es bald die Möglichkeit geben, Kurzarbeitergeld zu erhalten. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund appelliert an die Unternehmen, die jungen Menschen trotz Krise nicht vor die Tür zu setzen. „Wir empfehlen Unternehmen und Betrieben, die derzeit eine adäquate Ausbildung nicht durchführen können, sich bei der Bundesagentur für Arbeit oder den Kammern als zuständige Stellen für die Berufsausbildung zu melden und alle Schritte im Sinne der Auszubildenden – und damit zukünftigen Fachkräfte – abzustimmen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Sandro Witt.

Unternehmen, die Fragen zu staatlichen Hilfsmöglichkeiten haben, riet Tiefensee, sich auf den Webseiten des Wirtschaftsministeriums und der Thüringer Aufbaubank zu informieren. Dort würden stündlich alle verlässlichen Informationen zur Wirtschaftshilfen zusammengetragen und aktualisiert. sh

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Veröffentlicht am:
18. 03. 2020
15:01 Uhr

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18. 03. 2020
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