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Thüringen

Stürmischer Wochenanfang mit orkanartigen Böen

Thüringen steht ein stürmischer Wochenanfang bevor. Der Wind frischt am Montag weiter auf, teils sind orkanartige Böen mit bis zu 110 Kilometer pro Stunde möglich. Auf der A9 kippte ein Laster durch eine Böe um, bei Nohra ein Kleinwagen. Größere Ausfälle gab es bei der Bahn im Norden Deutschlands. In Dortmund musste eine Schafherde von einer überfluteten Weide gerettet werden.



Auf der A9 bei Dittersdorf in Richtung Schleiz ist am Montagmorgen ein Lastwagen umgekippt.   Foto: News5/Fricke » zu den Bildern

Leipzig - Verantwortlich für das unbeständige Wetter ist "Mortimer". Das Sturmtief brachte am Sonntag Regenwolken nach Thüringen, im Laufe des Tages stiegen auch die Windgeschwindigkeiten. Bis zum Montagmorgen gab es in Thüringen laut Polizei aber keine größeren Schäden. Auf der Autobahn 9 bei Dittersdorf allerdings kippte durch eine Windböe ein mit Papierrollen beladener Laster um. Der Fahrer blieb laut Polizei unverletzt. Der Schaden wird auf etwa 200.000 Euro geschätzt. Die Strecke in Richtung Schleiz war am Morgen gesperrt.

Auto umgeweht

Die Folgen der Sturmböen hat auch  ein Autofahrer zu spüren bekommen. Gegen 7.40 Uhr erfasste eine Windböe den Wagen eines 50-Jährigen Mannes auf der Landstraße zwischen Nohra und Wipperdorf. Er versuchte nach eigenen Aussage noch gegenzulenken.

Für Montagvormittag rechnen die Meteorologen vor allem im Osten des Freistaats, in Kammlagen und in Gewitternähe mit schweren Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde - teilweise auch darüber.
 
Der DWD warnte vor herabfallenden Gegenständen oder Ästen. Da Bäume noch ihre Blätter tragen, böten sie eine große Angriffsfläche für den Wind. "Zudem sind die Bäume durch die vergangene Trockenheit stark strapaziert", teilte der Deutsche Wetterdienst mit. "So kann es bereits bei geringeren Windgeschwindigkeiten zu Windbruch kommen." Die Stadt Weimar hat bereits reagiert: Sowohl der Hauptfriedhof als auch der historische Friedhof blieben am Sonntag und auch am Montag geschlossen.

Bahn im Norden betroffen

Sturmtief «Mortimer» hat den Fernverkehr der Deutschen Bahn am Montagmorgen getroffen. Gegen 08.00 Uhr sperrte die Bahn teils vorsorglich ihre wichtigsten Strecken nördlich von Hannover. Eine Stunde später waren zumindest die Strecken Hamburg - Hannover, Hamburg - Bremen, Bremen - Hannover und Hannover - Göttingen wieder befahrbar, wie der Konzern auf Twitter mitteilte.

Weiterhin gesperrt blieben zunächst die Fernzug-Gleise Hamburg - Berlin, Hannover - Wolfsburg - Berlin und Wolfsburg - Braunschweig - Hildesheim - Göttingen. Im Regionalverkehr gab es zunächst keine größeren Behinderungen.

In Niedersachsen krachte am Montagmorgen ein Baum in eine Oberleitung. Ein ICE konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr in die Unfallstelle bei Nienburg, wie ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte. Verletzt wurde niemand. Die Passagiere mussten aber zunächst im Zug ausharren, da nicht klar war, ob noch Strom durch die kaputte Oberleitung fließt und dadurch eine Gefahr für sie besteht.

«Im Norden und Nordosten ist das Schlimmste noch nicht überstanden», sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Vormittag über die Wetterlage nach den nächtlichen Stürmen. Etwa von der Ostsee bis zum Erzgebirge bleibe es bis in die Nachmittagsstunden stürmisch, während das Tief ins Baltikum weiter ziehe. Dort, wo schauerartige Regenfälle hinzu kämen, könnten sich die Windgeschwindigkeiten auf Orkanstärke steigern.

Spektakuläre Rettungsaktion

Eine spektakuläre Rettungsaktion erlebten Hunderte Schafe auf einer Weide in Dortmund. Starke Regenfälle hatten die Weide mit rund 300 Tieren geflutet. Die Feuerwehr setzte ein Rettungsboot ein und baute Stege, um die Tiere vor dem Ertrinken zu retten, wie ein Sprecher der Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen sagte. Bis 02.00 Uhr waren den Angaben zufolge 200 Tiere von der Weide geholt. Die Wiese stand nach Angaben eines dpa-Fotografen anderthalb bis zwei Meter unter Wasser. Mehrere Tiere, darunter auch Lämmer, seien in den Wassermassen verendet. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben mit 120 Einsatzkräften vor Ort.

Der Sturm soll im Laufe des Montags nachlassen. Bei milden Temperaturen bis 22 Grad Celsius bleibt es laut DWD aber voraussichtlich auch am Dienstag noch windig und regnerisch. red/dpa

 

 

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Veröffentlicht am:
30. 09. 2019
08:11 Uhr

Aktualisiert am:
30. 09. 2019
12:00 Uhr

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30. 09. 2019
08:11 Uhr

Aktualisiert am:
30. 09. 2019
12:00 Uhr



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