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Spahn: Stehen am Beginn einer Coronavirus-Epidemie

Deutschland steht nach Einschätzung von Gesundheitsminister Jens Spahn am Beginn einer Epidemie mit dem Coronavirus. Am Mittwoch kamen weitere Fälle hinzu.



Der gestoppte Regionalzung von Frankfurt/Main nach Saarbrücken. Foto: Sebastian Schmitt/dpa
Der gestoppte Regionalzung von Frankfurt/Main nach Saarbrücken. Foto: Sebastian Schmitt/dpa  

Berlin/Düsseldorf/Tübingen - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet hierzulande mit einer Ausbreitung des Coronavirus. "Wir befinden uns am Beginn einer Corona-Epidemie in Deutschland", sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. "Die Infektionsketten sind teilweise - und das ist eine neue Qualität - nicht nachzuvollziehen." Vor diesem Hintergrund sei es fraglich, ob die bisherige Strategie zum Eingrenzen des Virus und zum Beenden der Infektionsketten weiter aufgehe.

In Deutschland waren seit Dienstagabend bis zum frühen Mittwochabend sieben Infektionen bekannt geworden. Die Epidemie schlägt zunehmend auch auf die Wirtschaft durch. Sportevents wie das Formel-1-Rennen in Vietnam und die Olympischen Spiele in Tokio sind ungewiss.

Spahn sagte, noch sei Deutschland in der Phase, mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und Kontaktpersonen zu isolieren. Es könne aber die Phase eintreten, in der nicht alle Kontakte ermittelt werden könnten. Der Minister rief die Bevölkerung auf, nicht bei jedem Husten zum Arzt zu gehen. Aber die Bürger sollten ihren Hausarzt anrufen, wenn sie innerhalb von 14 Tagen nach einer Reise in ein Risikogebiet Fieber, Husten oder Atemnot hätten. Bei vorhandener Symptomatik und einem Verdacht solle besser einmal mehr auf das Virus getestet werden als einmal zu wenig.

Ein Patient in Nordrhein-Westfalen wurde in der Nacht zum Mittwoch in kritischem Zustand auf die Intensivstation der Uniklinik Düsseldorf gebracht. Der 47-Jährige war am Montag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Erkelenz bei Aachen auf der Intensivstation isoliert worden. Die Uniklinik Düsseldorf behandelte auch seine 46-jährige Frau.

In Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) wurde ein Regionalzug mit 70 Reisenden gestoppt, nachdem sich ein Fahrgast mit Symptomen gemeldet hatte. Er kam ins Krankenhaus, die Fahrgäste mussten der Polizei ihre Personalien geben und durften nach zwei Stunden weiterfahren. dpa

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Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
23:10 Uhr

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Veröffentlicht am:
26. 02. 2020
23:10 Uhr



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