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Thüringen

Ramelow will Karneval und Weihnachtsmärkte erlauben

Mit speziellen Infektionsschutzkonzepten soll in Thüringen Karneval trotz der Corona-Pandemie möglich werden. Die Gespräche dafür laufen. Ministerpräsident Ramelow äußerte sich zuversichtlich.



Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) will trotz der Corona-Pandemie Karneval erlauben. «Wir klären das Wie und nicht das Ob», sagte Ramelow am Montag in Erfurt nach einem Treffen mit dem Thüringer Vorsitzenden des Landesverbandes der Karnevalsvereine. Der Verband habe bereits drei Konzepte erarbeitet und vorgelegt, über die man nun sprechen wolle, sagte Ramelow. «Ich kann mir Karneval vorstellen und ich kann mir Weihnachtsmärkte vorstellen, weil ich mir das Leben vorstellen möchte», machte Ramelow klar. Das Virus sei gefährlich, daher müsse man vermeiden, was ein leichtfertiges Weitergeben verursachen könne.

Die Gespräche zu den Weihnachtsmärkten seien bereits in einer Schlussphase, er rechne in den nächsten Tagen mit einer Empfehlung, wie Weihnachtsmärkte in Thüringen möglich werden könnten.

Der Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen machte zu Jahresbeginn Schlagzeilen, weil sich dort viele Menschen offenbar während einer Karnevalsfeier mit dem Virus ansteckten. Ramelow sagte, dass analysiert wurde, was damals in der Gemeinde Gangelt schief lief - etwa dass der Raum, wo gefeiert wurde, zu klein war. «Wir sollten uns gestatten, dass genug Luft im Raum ist und dass die Abstandsregeln auch unter Karnevalsbedingungen eingehalten werden müssen», sagte Ramelow.

Der Chef des Landesverbandes der Thüringer Karnevalsvereine, Michael Danz, sagte, er gehe davon aus, dass es keine Elferratssitzungen und keine bunten Aufmärsche oder Aufstellungen auf der Bühne geben werde. Im Publikum werde man auf Tanzrunden verzichten müssen. «Wir gehen davon aus, dass es auch keinen Barbetrieb geben wird», sagte Danz. Man wolle aber erreichen, dass die Menschen auch ohne Masken an den Tischen dem Programm folgen könnten.

Danz deutete auch an, dass es Einschränkungen beim Ausschank von Alkohol geben könnte. «Es muss nicht der starke Schnaps sein. Gegen Wein oder Bier ist sicher nichts einzuwenden», sagte Danz. Alkohol enthemme, das müsse man im Blick behalten.

Er appellierte an kleinere Vereine, sich zusammenzuschließen, um die Anforderungen des Infektionsschutzes zu erfüllen. In Danz' Landesverband sind seinen Angaben zufolge 334 Karnevalsvereine in Thüringen organisiert.

Ramelow wies auf die lange Tradition des Karnevals in Thüringen hin - vor allem in Wasungen (Kreis Schmalkalden-Meiningen). «Und ich möchte, dass auch der nächste Wasunger Straßenkarneval stattfindet. Allerdings unter der Voraussetzung, dass das Virus maximal im Umzug mitläuft, aber nicht weitergegeben wird», sagte Ramelow.

Debatten über Weihnachtsmärkte und Karnevalsfeiern in Corona-Zeiten gibt es in mehreren Bundesländern. Es gab auch schon Absagen und geänderte Konzepte. dpa

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Veröffentlicht am:
31. 08. 2020
14:28 Uhr

Aktualisiert am:
31. 08. 2020
15:19 Uhr

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31. 08. 2020
14:28 Uhr

Aktualisiert am:
31. 08. 2020
15:19 Uhr



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