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Thüringen

Ost-Beauftragter versteht Unzufriedenheit der Ostdeutschen teilweise

Der Ost-Beauftragte der Bundesregierung Christian Hirte sagt, Stimmungslagen in Ostdeutschland könnten in den alten Bundesländern häufig nicht ganz nachvollzogen werden.



Ost-Beauftragter Christian Hirte (CDU) Archiv
Ost-Beauftragter Christian Hirte (CDU) Archiv  

Frankfurt (Oder) - Die Kritik von Menschen in Ostdeutschland, in der Gesellschaft nicht genügend abgebildet zu werden, kann der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU) aus Bad Salzungen, teilweise nachvollziehen. "Ein bisschen verstehe ich das", sagte er am Samstag in Frankfurt (Oder). Beispielsweise seien viele Medien stark westdeutsch geprägt. Kulturelle Erfahrungen, Situationen und Stimmungslagen könnten in den alten Bundesländern häufig nicht ganz nachvollzogen werden, sagte Hirte, der zugleich Bundestagsabgeordneter für die Wartburgregion ist.

"Die Ostdeutschen haben die kollektive Erfahrung, dass ein politisches System aber auch eine Wirtschaft komplett scheitern kann", sagte Hirte. Es gebe eine viel größere Skepsis gegenüber der Stabilität "unseres politischen und ökonomischen Systems".

Einen weiteren Grund für die Unzufriedenheit der Ostdeutschen sieht Hirte auch in den persönlichen Erfahrungen der Menschen nach dem Mauerfall. Es habe bei aller Euphorie auch eine konkrete Betroffenheit in Familien oder im Bekanntenkreis gegeben. Beispielsweise, dass man trotz guter Ausbildung und obwohl man fleißig ist, trotzdem unter die Räder komme und sich mit Gelegenheitsjobs durchwurschtele, erklärte Hirte. Diese Brutalität, wie sie der Osten in den 1990er Jahren erlebt habe, habe es im Westen nicht gegeben.

Vorige Woche hatte der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer mit harscher Kritik an seiner eigenen Partei für Aufsehen gesorgt. Die CDU habe seiner Ansicht nach die Stimmungslage der Bürger im Osten nicht aufgegriffen und nicht zeigen können, dass sie deren Interessen im Blick habe. Viele Menschen im Osten, insbesondere im ländlichen Raum, täten sich schwer mit politischen Grundentscheidungen bei Mobilität, Energie, Klimaschutz und Integration, hatte Hirte gesagt. Derzeit bereist Hirte auf seiner Sommertour diverse Städte. Er besuchte bereits Wismar, Eisenach, Mühlhausen und Frankfurt (Oder). Die Sommerreise dauert noch bis zum 25. August. dpa

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Veröffentlicht am:
19. 08. 2019
07:24 Uhr

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19. 08. 2019
07:24 Uhr



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