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Thüringen

Mutter gesteht: Tochter an Bekannten für Missbrauch überlassen

Eine Mutter hat vor Gericht eingeräumt, ihre kleine Tochter einem Bekannten für sexuelle Dienste zur Verfügung gestellt zu haben.



Prozess Kindesmissbrauch
Die Verteidiger Philipp Lange und Grit Brodowsky besprechen sich am 12. Juli 2018 vor dem Landgericht in Meiningen bei Prozessbeginn gegen einen 52-jährigen Angeklagten und eine 37-jährige Angeklagte wegen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern in 31 Fällen.   Foto: ari » zu den Bildern

Auch der Mann zeigte sich zum Prozessauftakt am Landgericht Meiningen am Donnerstag weitgehend geständig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die Frau soll ihre 2006 geborene Tochter über Jahre in die Wohnung des Bekannten gebracht haben, wo er sich immer wieder an dem Kind vergangen haben soll. Die 37-jährige Frau und der 52 Jahre alte Mann aus Steinach (Landkreis Sonneberg) stehen wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor Gericht.

Die beiden räumten dem Gerichtssprecher zufolge die Vorwürfe im Wesentlichen ein. Die Frau und der Mann sind wegen 31 Fällen angeklagt, in denen sich der Mann an dem Kind vergangen haben soll. Der Angeklagte sprach laut Gericht von 20 Fällen.

Zu dem Missbrauch soll es im Zeitraum von 2012 bis 2018 gekommen sein. Hierfür soll der Mann der Mutter jeweils zwischen 30 und 50 Euro gezahlt haben. Diesen Punkt der Anklage habe die Frau vor Gericht bestritten, sagte der Sprecher. Sie habe zwar Geld bekommen, aber nicht als Bezahlung, so die Angeklagte.

Die beiden Angeklagten sollen sich 2012 kennengelernt haben. Der Mann hatte laut Gericht der Mutter damals erklärt, dass er sich sexuell zu Kindern hingezogen fühle. Der Fall soll nach Angaben des Sprechers bekannt geworden sein, nachdem sich das Mädchen einer Freundin anvertraut hatte.

In der Wohnung des Mannes stießen Polizisten bei einer Durchsuchung zudem auf einen Computer, auf dem laut Anklage kinder- und jugendpornografische Bilder und Videos gefunden wurden. Deshalb ist der 52-Jährige zusätzlich wegen Besitzes von kinderpornografischen Schriften angeklagt.

Im Falle einer Verurteilung könnten den Angeklagten jeweils zwischen 2 und 15 Jahren Freiheitsstrafe drohen. Im Raum stehe zudem eine Sicherungsverwahrung für den Mann, sagte der Sprecher. Das bedeutet, dass der Angeklagte auch nach dem Ende einer eventuellen Freiheitsstrafe weggesperrt werden kann, sollten die Richter annehmen, dass von ihm weiterhin eine Gefahr ausgeht. Der Prozess wird am 24. Juli fortgesetzt. dpa

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Veröffentlicht am:
12. 07. 2018
14:45 Uhr

Aktualisiert am:
12. 07. 2018
20:20 Uhr

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12. 07. 2018
14:45 Uhr

Aktualisiert am:
12. 07. 2018
20:20 Uhr



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