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Mitte Mai ins Restaurant - Thüringen lockert Corona-Regeln

Viele Thüringer haben in den vergangenen Tagen über die Corona-Beschränkungen gestöhnt. Jetzt soll wieder deutlich mehr möglich sein - bis hin zum Gaststättenbesuch. Viel dürfen die Kommunen künftig selbst entscheiden.



Die Thüringer können Mitte Mai wieder ins Restaurant oder in die Kneipe gehen und einen Wochenendtrip im Hotel buchen. Die Landesregierung lockerte am Mittwoch die strengen Corona-Beschränkungen in vielen Bereichen und gab den Städten und Kreisen viel mehr Entscheidungsfreiheit als bisher. Das Gastgewerbe kann nach wochenlanger Zwangspause nun am 15. Mai wieder öffnen. Darauf verständigten sich Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und die Minister nach der Telefonschalte der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie.

Die Öffnung im Gastgewerbe betrifft laut Staatskanzlei auch Campingplätze sowie Ferienwohnungen und -häuser sowie vergleichbare Angebote. Regelungen zum Ausschank alkoholischer Getränke sollen die Kommunen erlassen.

Neu sind auch gelockerte Kontaktbeschränkungen - die Mitglieder von zwei Haushalten können sich vom 13. Mai an in Wohnungen oder im Freien treffen. Bisher war das den Mitgliedern eines Haushalts nur mit maximal einer haushaltsfremden Person möglich. Ramelow sprach von Familienverbünden, die nun wieder zusammenkommen könnten. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen gälten jedoch weiter, hieß es nach der Telefonkonferenz.

Wachsen wird die Verantwortung der Kommunen bei der Lockerung von Corona-Beschränkungen. Sie sollen jetzt in eigener Regie über die Öffnung unter anderem von Bädern, Kinos, Fitnessstudios, Indoor-Sportanlagen, Bars, Tanzstudios oder Freizeitparks und selbst Bordellen entscheiden können.

Kreise und kreisfreien Städte müssten sich bei Lockerungen am Infektionsgeschehen mit dem Coronavirus in ihrer Region orientieren, erklärte die Staatskanzlei. Die Corona-Verordnung des Landes werde sich künftig auf die Aspekte konzentrieren, die überregional und landeseinheitlich geregelt werden müssen, hieß es weiter.

Wichtig sei, dass das Land trotz dieses Vorhabens verbindliche Rahmenbedingungen für kommunale Regelungen setze, erklärten der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Mario Voigt, und die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Diana Lehmann, übereinstimmend.

Ramelow verwies darauf, dass Thüringen mit Greiz, Sonneberg und Gotha drei von 15 Kreisen in Deutschland mit einer überdurchschnittlichen Dynamik bei Corona-Infektionen hat.

Im Landkreis Greiz und im oberbayerischen Stadtkreis Rosenheim wurden in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Covid-19-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert, wie aus Zahlen des Robert-Koch-Institutes (RKI) hervorgeht. Bund und Länder wollen ab dieser Obergrenze in Landkreisen oder kreisfreien Städten künftig umgehend ein konsequentes Beschränkungskonzept umsetzen.

Nehmen die Neuinfektionen signifikant und dynamischen zu, soll es in Thüringen regionale Beschränkungen geben. Bei allen Öffnungen würden das Abstandsgebot von 1,5 Metern sowie die Hygienevorschriften gelten. Maskenpflicht sei dort angezeigt, «wo sich Menschen auf zu engem Raum begegnen», sagte Ramelow.

Die Menschen in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Senioren- und Behinderteneinrichtungen sollen nicht mehr so stark abgeschottet werden wie bisher. Sie erhalten die Möglichkeit des wiederholten Besuchs durch eine definierte Bezugsperson, wenn es in der Einrichtung kein «aktives Infektionsgeschehen gibt».

Theater- und Orchesteraufführungen soll es bis zum 31. August im Innenbereich nicht geben. Für Großveranstaltungen soll eine Obergrenze von 1000 Teilnehmern gelten - zunächst bis zum 31. August.

Der Kreis der Kita-Kinder wird nach der Entscheidung vom Mittwochabend bis 2. Juni erweitert werden - unter anderem für Vorschulkinder. dpa

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Veröffentlicht am:
07. 05. 2020
10:39 Uhr

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07. 05. 2020
10:39 Uhr



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