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Ministerium legt Kriterien für Kinder-Betreuung im Notfall vor

Das Thüringer Bildungsministerium hat genauer definiert, welche Eltern in den nächsten Wochen ihre Kinder trotz der angeordneten Schließung von Schulen und Kindergärten in eine staatliche Notbetreuung geben können.



Erfurt - Das Thüringer Bildungsministerium hat genauer definiert, welche Eltern in den nächsten Wochen ihre Kinder trotz der angeordneten Schließung von Schulen und Kindergärten in eine staatliche Notbetreuung geben können. Danach können Eltern ihre Kinder weiter betreuen lassen, wenn beide Elternteile oder aber der allein erziehungsberechtigte Elternteil im Gesundheitswesen, im Pflegebereich, im Katastrophenschutz oder in einer Behörde arbeitet, die für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig ist - also etwa bei der Polizei oder der Feuerwehr. Auch für Tätigkeiten, die mit der Herstellung von medizinischen oder pflegerischen Produkten zu tun haben, soll die Notbetreuung möglich sein.

Nach den am Sonntagabend veröffentlichten Kriterien können zudem "im Einzelfall" unter anderem auch Kinder in die Notbetreuung aufgenommen werden, wenn beide Eltern in Jobs arbeiten, die für die Versorgung der Bevölkerung wichtig sind, also etwa in der Lebensmittelbranche. "Über diese Einzelfälle entscheidet die Leitung der Schule oder Kindertageseinrichtung", heißt es in einer Mitteilung des Bildungsministeriums. Grundsätzlich könnten aber nur Kindergartenkinder und Kinder, die höchstens die sechste Klasse besuchen, in die Notbetreuung gegeben werden.

In einem Schreiben von Bildungsminister Helmut Holter (Linke) an die Eltern, das ebenfalls am Sonntagabend verschickt worden ist, wird zudem noch einmal ausdrücklich unterstrichen, dass diese Notversorgung nur dann gilt, wenn beide Elternteile in der sogenannten kritischen Infrastruktur arbeiten. "Erfüllt nur ein Elternteil diese Voraussetzungen, kann das Kind nicht an der Notbetreuung teilnehmen."

Die Thüringer Landesregierung hatte am Freitag entschieden, dass die Schulen und Kindergärten im Freistaat ab Dienstag geschlossen werden. Dass die Möglichkeiten zur Notbetreuung keine Abkehr von diesem Beschluss bedeuten, wird in einem weiteren Schreiben Holters vom Sonntagabend an die Schulleitungen unterstrichen. "Bitte legen Sie bei jeder Entscheidung über die Aufnahme von Kindern zugrunde, dass Kontaktvermeidung derzeit das oberste Gebot bleibt", heißt es dort. "Schulen und Kindertageseinrichtungen sind grundsätzlich geschlossen!"

In seinem Schreiben an die Eltern warnt Holter zudem davor, in Unternehmen, Behörden oder auch im privaten Kreis neue Betreuungsangebote für Kinder von berufstätigen Eltern einzurichten. "Dies widerspräche dem Gebot der Kontaktvermeidung und würde das Ziel der Schulschließung in sein Gegenteil verkehren", schreibt Holter. sh

Dateiname : Kriterien Kinder-Notbetreuung Thüringen
Dateigröße : 160.07 KBytes.
Datum : 16.03.2020 16:16
Download : Download Now!
Kriterien Kinder-Notbetreuung Thüringen

Betreuung für 102 000 Kinder und Jugendliche gesucht

Berufstätige Eltern von Zehntausenden Kindern stehen von Dienstag an vor großen Herausforderungen: So sind bei rund 102 000 Kindern bis 16 Jahren in Thüringen die Eltern in Vollzeit beschäftigt. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor, die die Linke im Bundestag angefragt hatte. Um 24 000 Kinder kümmern sich Alleinerziehende, die Vollzeit berufstätig sind.

Die Thüringer Landesregierung hatte am Freitag verkündet, dass die Schulen und Kitas im Freistaat ab Dienstag geschlossen bleiben. Geplant ist, dass Notbetreuungen für bestimmte Berufsgruppen eingerichtet werden. Susanne Ferschl, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, forderte für betroffene Eltern eine Entgeltfortzahlung ähnlich wie im Krankheitsfall, nämlich sechs Wochen vollen Lohnausgleich. "Wenn Kitas und Schulen zu Recht schließen, muss die Bundesregierung eine Lösung für die Eltern parat haben", sagte sie. dpa

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Veröffentlicht am:
16. 03. 2020
07:38 Uhr

Aktualisiert am:
16. 03. 2020
16:17 Uhr

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Veröffentlicht am:
16. 03. 2020
07:38 Uhr

Aktualisiert am:
16. 03. 2020
16:17 Uhr



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