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Thüringen

Land droht mit eigener Wohnungsbaugesellschaft

Erfurt - Thüringens Baustaatssekretär Klaus Sühl (Linke) hat der Thüringer Wohnungswirtschaft indirekt mit staatlicher Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt gedroht, sollten in Zukunft nicht mehr Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau abgerufen werden.



Erfurt - Thüringens Baustaatssekretär Klaus Sühl (Linke) hat der Thüringer Wohnungswirtschaft indirekt mit staatlicher Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt gedroht, sollten in Zukunft nicht mehr Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau abgerufen werden. "Wir haben viel mehr Mittel für den sozialen Wohnungsbau, als wir abfließen lassen können", sagte Sühl am Donnerstag in Erfurt zum zweiten Wohnungsbericht der rot-rot-grünen Landesregierung.

Bayern habe wegen gleicher Probleme nicht zufällig eine eigene Wohnungsbaugesellschaft gegründet. "Das ist ja kein Zufall", sagte Sühl. Eine ähnliche Maßnahme sei auch für Thüringen zu überlegen, auch wenn er genau wisse, dass sowohl die Wohnungsbauunternehmen als auch die Kommunen nichts davon hielten. Im Moment gebe es zwar noch nicht das "Krisenszenario, dass das Land zwingen würde, Akteur zu werden". Aus dem Wohnungsbericht geht aber hervor, dass sich die Lage in einigen Kommunen bis 2030 verschärfen dürfte.

Bayern hat nach Angaben seines Bauministeriums inzwischen drei staatliche Wohnungsbaugesellschaften. Die jüngste - BayernHeim - wurde erst im Juli 2018 neu gegründet. Sie soll Mietwohnungen für Haushalte schaffen, die am Markt keinen angemessenen Wohnraum finden.

Sühl räumte ein, dass viele politische Maßnahmen für bezahlbare Wohnungen kaum wirken. Die Mietpreisbremse und auch eine Kappungsgrenze für Mieten seien "ziemlich zahnlose Tiger", sagte Sühl, bestenfalls "größere Katzen". Aber die Nutzung solcher Instrumente sei immerhin ein Signal, dass die Politik versuche, etwas gegen steigende Mieten zu tun. sh

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Veröffentlicht am:
15. 03. 2019
07:12 Uhr

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15. 03. 2019
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