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Thüringen

Gewerkschaft will bessere Arbeitsbedingungen für Lokführer

Wer Lokführer ist, der trägt eine große Verantwortung für die Menschen und Güter, die mit Zügen unterwegs sind. Kein leichter Job. Mit unbequemen Arbeitszeiten. Aber mit Zukunft - sagen Experten.



Lokführer
Ein Lokführer im Führerstand eines Diesel-Triebwagens der Deutschen Bahn.   Foto: Daniel Karmann/dpa

Lokführer gesucht: Angesichts der aktuellen Diskussion um umweltfreundliche Verkehrsmittel und Transportwege wird der Beruf nach Ansicht von Arbeitsmarktexperten weiter an Bedeutung gewinnen. "Denn wenn mehr Züge auf das Gleis gehoben werden sollen, braucht es einfach auch mehr neue Lokführer", sagte der Chef der in Halle ansässigen Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit. In dem Beruf fehle es aber an Nachwuchs. Außerdem sei der Anteil älterer Lokführer gestiegen. Dieser sei in Thüringen höher als im Bundesdurchschnitt.

Den Angaben nach waren 2014 (Juni) etwa 29 Prozent der beschäftigten Lokführer im Land über 55 Jahre alt. 2018 lag der Anteil in Thüringen bei fast 40 Prozent, bundesweit hingegen bei 20 Prozent. Der Gewerkschaft GdL zufolge wird sich der Mangel an Lokführern wegen der Demografie verschärfen. Unterdessen werben Eisenbahnunternehmen verstärkt um Nachwuchs und Beschäftigte aus anderen Berufen, um sie als Quereinsteiger zum Lokführer zu qualifizieren.

Nach Ansicht der Gewerkschaft ist es nötig, neben guter Bezahlung noch mehr als bisher attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen. Dazu zählten langfristige Schicht- und Personalplanungen, sagte eine GdL-Sprecherin in Frankfurt (Main). "Schichten müssen planbarer werden, damit Beschäftigte wissen, ob sie sich am Wochenende oder auch Feiertag etwas vornehmen können, mit der Familie", sagte sie.

Nach Angaben der Regionaldirektion liegt die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Auszubildenden in Thüringen seit einigen Jahren auf etwa gleichem Niveau. Viele Bewerber fielen jedoch bei der Rekrutierung durch, weil hohe Ansprüche an die physischen und psychische Leistungsfähigkeit der angehenden Lokführer gestellt werden, erklärte Senius."Es kann und darf nicht jeder einen Zug steuern."

Die Gewerkschaftssprecherin sagte, um Quereinsteiger aus anderen Berufen als Lokführer zu gewinnen, müssen bei der Umschulung genauso hohe Anforderungen in der Ausbildung erfüllt werden wie in der regulären dreijährigen Berufsausbildung. "Denn sie tragen Verantwortung für Leben und Güter." Laut Gewerkschaft sind derzeit rund 28 000 Lokführer auf dem deutschen Schienennetz unterwegs. dpa

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Veröffentlicht am:
05. 11. 2019
09:49 Uhr

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05. 11. 2019
09:49 Uhr



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