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Gebietsreform: Das ändert sich in Südthüringen

Auch wenn aus der einst groß angedachten Thüringer Gebietsreform am Ende nur ein Reförmchen geworden ist: Zum Jahreswechsel ändert sich auch im Süden des Landes so einiges an der politischen Landkarte - und damit nicht nur an Ortsschildern, Adressen und Zuständigkeiten. Unser großer Überblick.



Suhl - Auch wenn aus der einst groß angedachten Thüringer Gebietsreform am Ende nur ein Reförmchen geworden ist: Zum Jahreswechsel ändert sich auch im Süden des Landes so einiges an der politischen Landkarte - und damit nicht nur an Ortsschildern, Adressen und Zuständigkeiten. Städte und Gemeinden werden neu zugeschnitten, erweitert, vereint oder ganz neu gegründet. In Südthüringen vereinigen sich viele Dutzend Kommunen zu insgesamt 16 neuen oder vergrößerten Städten und Gemeinden.

Die einschneidendsten Veränderungen gibt es in der Region um Gräfenroda, im östlichen Ilm-Kreis, in und um Oberweißbach, im Haselgrund bei Schmalkalden sowie in der Hohen Rhön. Mit den neu gebildeten Landgemeinden Geratal, Stadt Großbreitenbach und Stadt Schwarzatal, der vergrößerten Stadt Steinbach-Hallenberg sowie den zahlreichen Eingemeindungen in die Stadt Kaltennordheim und die Gemeinde Dermbach entstehen Kommunen, die doppelt bis dreifach so groß sind wie die bisherigen Einheiten. In der Thüringer Rhön entstehen erstmals überhaupt Kommunen mit mehr als 5000 Einwohnern.

Ilmenau stärkt mit der Eingemeindung von Stützerbach und Frauenwald seine Stellung als zweitgrößte Stadt des Thüringer Waldes hinter Eisenach und vor Suhl, das zwei Rennsteig-Dörfer eingemeindet. Was ändert sich wo? Wie sind die neuen Städte und Gemeinden aufgestellt?

Der Überblick in Bildern zum Durchklicken:

- Gebietsreform Südthüringen - Foto:

 

Stolperstein Städtenamen: Kuriose Ergebnisse

Namen sind erst mal nur Namen. Das gilt auch für Städte und Gemeinden. Und doch: Wie die Gemeinschaft heißt, in der man künftig zusammenlebt, wie man sich selbst nennt oder genannt werden will - auch das bestimmt mit, ob aus der gemeinsamen Sache etwas wird.

Die Landesregierung hat den neuen oder neu zugeschnittenen Gemeinden bei der Wahl ihres Namens mehr oder weniger freie Hand gelassen. Mit teils kuriosem Ergebnis.

Rosenthal am Rennsteig: Nie gehört? Dort endet ab 1. Januar der Rennsteig. Der neuen Gemeinde mit dem blumigen Kunstnamen tritt auch Blankenstein/Saale bei. Hörschel am Werra-Ende des Rennsteigs ist und bleibt ein Ortsteil von Eisenach.

An der Schmücke: Klingt wie eine Wohnstraße oder ein Ausflugslokal. Ist aber der Name der neuen Stadt, zu der Heldrungen und fünf Nachbarorte im Kyffhäuserkreis fusionieren. Die Schmücke ist ein Höhenzug südlich Heldrungens, unter dem auch ein A71-Tunnel hindurchführt. Wie wohl der Bürgermeister seine Leute anspricht? "Liebe Anderschmückerinnen und Anderschmücker"?

Am Ettersberg: Dieser Zusammenschluss aus Buttelstedt, dem Kloßdorf Heichelheim und neun weiteren Orten nördlich von Weimar folgt dem gleichen Prinzip - mit dem zusätzlichen zweifelhaften Charme, dass dieser Berg vor allem als Standort des KZ Buchenwald bekannt ist. "Ich komme aus Am Ettersberg" wäre nicht nur sprachlich delikat. Deshalb wird es auch niemand so sagen.

Schwarzatal, Trusetal: Gegenbeispiele, wie man’s richtig macht. Trusetal wurde 1950 für eine Gemeindefusion erfunden, was heute aber keinem mehr auffällt. Das brandneue Schwarzatal hat die gleiche Chance - auch wenn der Hauptort Oberweißbach gar nicht an der Schwarza liegt.

 

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19. 12. 2018
13:05 Uhr

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