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Thüringen

Eltern unterstützen Kita-Vorschläge

Die Thüringer Grünen bekommen Unterstützung für ihre Forderung nach einem weiteren beitragsfreien Kita-Jahr und zusätzlichen Investitionen, um die Betreuung zu verbessern.



Erfurt - Für ihre Forderung, mehr Geld unter anderem für zusätzliches Personal für die Kindergärten des Freistaats auszugeben, erhalten die Grünen Unterstützung von den Vertretern der Eltern im Land. "Für uns sind Beitragsfreiheit und Qualitätsverbesserung zwei Seiten einer Medaille, untrennbar verbunden", sagte die Thüringer Landeselternsprecherin für den Kita-Bereich, Ulrike Grosse-Röthig. Die von den Grünen vorgeschlagenen Maßnahmen zur Steigerung der Betreuungsqualität in den Kitas im Freistaat deckten sich weitestgehend mit den Forderungen der Landeselternvertretung und spiegelten "die dringenden Bedarfe im Land wieder".

Die Grüne-Landtagsfraktion hatte auf einer Klausurtagung am Mittwoch in Erfurt ein Papier beschlossen, in dem sie sich vor allem dafür ausspricht, die Kindergärten im Land personell besser auszustatten - parallel zu dem rot-rot-grünen Vorhaben, auch das vorletzte Kita-Jahr für Eltern beitragsfrei zu gestalten.

Konkret wollen die Grünen unter anderem, dass ab dem 1. August 2020 in der Altersgruppe der Vier- bis Fünfjährigen höchstens zwölf Kinder auf eine Kita-Erzieherin kommen dürfen. Bislang darf eine Erzieherin nach Angaben der Fraktion bis zu 16 Kinder in dieser Altersgruppe betreuen. Um diesen besseren Betreuungsschlüssel umsetzen zu können, würden etwa 530 weitere Erzieherinnen und Erzieher in Thüringen gebraucht, rechnete die Fraktion vor. Kostenkalkulation der Grünen: etwa 13 Millionen Euro im Jahr 2020 und ab 2021 dann etwa 31 Millionen Euro jährlich, die zumindest teilweise aus dem Landeshaushalt finanziert werden müssten.

Dass es nicht einfach werden wird, die Stellen, die die Grünen zusätzlich schaffen wollen, auch wirklich zu besetzen, darauf weist Grosse-Röthig ausdrücklich hin. Diese Aufgabe werde die Kitas in den nächsten Jahren stark beschäftigten, sagte sie. Deshalb sei es gut, dass die Politik den Handlungsbedarf erkannt habe. An vielen Kitas können schon heute vorhandene Erzieherstellen entweder gar nicht mehr oder nur nach langem Suchen besetzt werden.

Wie es mit den Kindergärten und Kinderkrippen im Land weitergehen soll, ist inzwischen zu einer politischen Frage geworden, die auch im Landtagswahlkampf eine Rolle spielen wird. Die Thüringer CDU spricht sich inzwischen dafür aus, die Eltern von Kita-Kindern finanziell zu entlasten, indem der Staat die Kosten für die Verpflegung der Kinder in den Einrichtungen übernimmt.

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Sebastian Haak

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Veröffentlicht am:
10. 01. 2019
21:16 Uhr

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