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Thüringen

Deutlich weniger Salz auf den Straßen, trotzdem steigen die Kosten

Bislang hat dieser Winter seinen Namen kaum verdient. Das macht sich auch bei den Winterdiensten bemerkbar, die im Auftrag des Landes und der Kommunen unterwegs sind.



Winterdienst
Der Winterdienst bereitet sein Räumfahrzeug für eine Kontrollfahrt vor.   Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/zb/dpa/Archivbild

Erfurt - In Thüringen sind im bislang milden Winter deutlich weniger Streusalz und Salzlauge auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen verteilt worden als im Vorjahr. Auch in Kommunen wird weniger benötigt, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Zumindest für das Land ist das Salzstreuen und Laugesprühen nach Angaben des Infrastrukturministeriums dennoch teurer geworden. Wegen einer Preissteigerung mussten bislang 12,2 Millionen Euro dafür ausgeben, im vergangenen Jahr waren es rund 10,7 Millionen Euro. 

Die Mehrkosten haben laut einer Ministeriumssprecherin damit zu tun, dass in diesem Jahr die Leistungen für den Winterdienst für Ostthüringen neu ausgeschrieben wurden. Dabei sei es zu deutlichen Preissteigerungen gekommen. Das Land ist für den Winterdienst auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen zuständig.

In der Wintersaison 2018/2019 wurden laut Ministerium bis Ende Januar beispielsweise auf den Thüringer Autobahnen etwa 7900 Tonnen Salz verstreut und 2900 Tonnen Sole versprüht. In dieser Wintersaison seien es bis Ende Januar nur etwa 2600 Tonnen Salz und 1700 Tonnen Sole gewesen. Auf den Landesstraßen verteilten die Winterdienste in dieser Saison etwa 5500 Tonnen Salz und etwa 4400 Tonnen Sole, auf den Bundesstraßen 2200 Tonnen Salz und 2900 Tonnen Sole. Ähnlich sieht es in den Kommunen aus.
In Erfurt etwa wurden in dieser Saison bislang etwa 66 Tonnen Salz und etwa 69 Tonnen Sole verbraucht, während es von November 2018 bis Januar 2019 etwa 260 Tonnen Salz und etwa 83 Tonnen Sole waren. In Gera und Jena wurden bislang nur 20 beziehungsweise 30 Prozent der im Vorjahreszeitraum verwendeten Mengen eingesetzt, wie es aus den dortigen Rathäusern hieß. Die Solelösung wird vorsorglich gesprüht, damit Fahrbahnen oder Gehwege nicht vereisen. Der Soleeinsatz ist nur bis minus sechs Grad Celsius möglich.

Indes heißt ein milder Winter nicht, dass die Mitarbeiter der Winterdienste derzeit überhaupt nichts zu tun hätten. Vor allem der Temperaturbereich zwischen minus fünf bis plus fünf Grad Celsius seien mit überfrierender Nässe, Schneeglätte, Reifglätte und teilweise auch Schnee sehr winterdienstintensiv, so das Ministerium. Das gelte vor allem für die Mittelgebirgslagen. Der Straßenzustand müsse regelmäßig kontrolliert werden.

Die Stadtverwaltung Erfurt beschäftigt Winterdienst-Mitarbeiter auch anderweitig. «Wenn kein aktiver Winterdienst stattfindet, wird das Personal in der Abteilung Entsorgung und in der Abteilung Straßenreinigung eingesetzt», sagte eine Stadtsprecherin.

Weil der Winter so mild ist, können in den Kommunen auch Bauarbeiten fortgesetzt werden, die bei knackiger Kälte oder Schnee unterbrochen werden müssen. «Die Winterpause ist bisher bei Großbaumaßnahmen entfallen», sagte die Sprecherin der Stadt Gera. Das betreffe zum Beispiel Brückenbauarbeiten. Auch Schlaglöcher könnten derzeit «zeitnah» vom städtischen Bauhof geflickt werden.
 

Veröffentlicht am:
25. 01. 2020
11:27 Uhr

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dpa

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Veröffentlicht am:
25. 01. 2020
11:27 Uhr



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