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Thüringen

Den Thüringer Kinder-Bonus gibt es nicht obendrauf

Mit der Einigung auf ihr Konjunkturpaket hat die Bundesregierung in der Nacht zum Donnerstag die keine 24 Stunden alten Thüringer Hilfen überholt.



Setzt auf den "Wumms" als Weg aus der Krise: Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Foto: John Macdougall/AFP/Pool/dpa
Setzt auf den "Wumms" als Weg aus der Krise: Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD). Foto: John Macdougall/AFP/Pool/dpa  

Erfurt/Berlin - Thüringen wollte pro Kind 100 Euro zahlen, der Bund prescht mit 300 Euro vorbei - Pech für Thüringer Eltern ist, dass es kein doppeltes Geld gibt. Die 100 Euro werden auf den Familienbonus des Bundes angerechnet, wurde am Donnerstag in Erfurt klargestellt. Als der Kompromiss zum Thüringer Hilfspaket am Mittwoch verkündet worden war, ließ sich die Einigung in Berlin noch nicht absehen. Das fast 1,3 Milliarden Euro umfassende Thüringer Paket soll an diesem Freitag im Landtag verabschiedet werden.

Die Spitzen von Union und SPD hatten nach einem Koalitionsgipfel im Kanzleramt in Berlin in der Nacht zum Donnerstag ihr 130 Milliarden Euro umfassendes Konjunkturpaket präsentiert. Darin ist neben einer zeitweisen Senkung der Mehrwertsteuer und Kaufanreizen für Elektro-Autos unter anderem auch der Familienbonus enthalten. Das Paket gilt als das größte Konjunkturpaket der Nachkriegsgeschichte. Es soll der Wirtschaft nach dem Einbruch in der Corona-Krise wieder auf die Beine helfen. Oder wie Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) sagte: "Wir wollen mit Wumms aus der Krise kommen."

Am Donnerstag überwogen die positiven Reaktionen, etwa von Arbeitgebern, Ökonomen und auch Umweltschützern. Aus der Opposition kam aber auch viel Kritik: Die Maßnahmen seien insgesamt zu teuer und wenig zielgenau.

Ebenfalls im Bundes-Paket enthalten ist eine Entlastung der Ost-Länder bei den DDR-Sonderrenten. Bislang müssen sie 60 Prozent davon zahlen, 40 Prozent übernimmt der Bund. Die Länder hatten gefordert, dass der Bund diese Kosten ganz übernimmt. Nun soll es ab 2021 eine Teilung zur Hälfte geben. Nach Aussage von Finanzministerin Heike Taubert (SPD) machen die zehn Prozentpunkte eine Erleichterung für Thüringen um rund 50 Millionen Euro aus. Taubert sagte dazu: "Für mich ist das ein erster Schritt. Es bleibt aber bei der Forderung, dass der Bund diese Kosten ganz übernimmt." jwe/dpa

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Veröffentlicht am:
05. 06. 2020
07:33 Uhr

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05. 06. 2020
07:33 Uhr



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