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Thüringen

Corona-Gelder für ÖPNV fließen: Bedenken wegen 2021

In der Corona-Krise nutzten gerade im Frühjahr weniger Menschen als sonst Bus und Bahn. Inzwischen fließen Hilfsgelder an Unternehmen und Kommune, denen die ausgebliebenen Fahrgäste zu Schaffen machen. Ausgestanden ist das Ganze aber noch lange nicht.



Ein Mann steigt in eine S-Bahn ein
Ein Mann steigt in eine S-Bahn ein.   Foto: Andreas Arnold/dpa

Einer der größten Verkehrsverbunde Thüringens blickt angesichts der Corona-Pandemie mit Skepsis ins kommende Jahr. Auch 2021 werde das Fahrgastaufkommen noch nicht auf einem normalen Niveau sein, sagte der Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Mittelthüringen (VMT) Christoph Heuing. «Im Moment können wir noch nicht abschätzen, wie sich das Ganze entwickelt», sagte Heuing weiter.

Hilfsgelder für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) deckten zunächst die Ereignisse des laufenden Jahres ab. Wie es aber im kommenden Jahr aussehe, sei schwierig einzuschätzen. Zudem sei zu bedenken, dass viele Verkehrsunternehmen kommunale Eigenbetriebe seien. Städte und Landkreise würden durch die Krise aber noch in vielerlei Hinsicht belastet werden.

Derweil teilte das Infrastrukturministerium auf Anfrage mit, dass zum Wochenbeginn (16. November) bislang mehr als 3,5 Millionen Euro zur Unterstützung des ÖPNV in der Corona-Krise in Thüringen ausgezahlt worden seien. Demnach lagen am Montag 44 Anträge von Verkehrsunternehmen auf Corona-Beihilfen sowie fünf von kommunalen Aufgabenträger vor.

Hintergrund ist ein Rettungsschirm für den ÖPNV, mit dem Folgen der Pandemie abgemildert werden sollen. So werden etwa Verluste aus dem Ticketverkauf ausgeglichen und Ausgaben für Ausgleichszahlungen der Landkreise und Städte an Verkehrsunternehmen erstattet.

Bewilligt worden seien elf Anträge mit einer Summe von mehr als fünf Millionen Euro. Der Unterschied zur Höhe der ausgezahlten Gelder lasse sich dadurch erklären, dass zunächst 80 Prozent der beantragten Schadenssumme ersetzt werde. Der restliche Betrag werde nach Vorlage der Abrechnung bis zum Herbst 2021 ausgezahlt.

Für Verkehrsunternehmen ist die Frist, innerhalb der sie Beihilfe-Anträge stellen können, bereits abgelaufen. Kommunen, die den ÖPNV verantworten, haben noch bis Ende des Monats die Chance.

Besonders im Frühjahr waren aufgrund des Teil-Lockdowns mit den Schulschließungen zur Eindämmung der Pandemie deutlich weniger Menschen mit Bus und Bahn unterwegs gewesen. Manche Anbieter hatten deshalb auch ihren Fahrplan ausgedünnt. «Es hat einen heftigen Einbruch gegeben», sagte Heuing mit Blick auf diesen Einbruch bei den Fahrgastzahlen. Danach habe es zwar eine Erholung gekommen. «Aber das Fahrgastaufkommen liegt dennoch deutlich unter dem des Vorjahres», so Heuing.

VMT-Mitgliedsunternehmen seien nicht ganz so hart getroffen worden. Heuing begründete das etwa damit, dass es unter diesen einen hohen Anteil an Abokunden gebe. Zudem habe geholfen, dass im VMT Fahrkarten auch digital gekauft werden können. Deshalb seien die Unternehmen nicht zu 100 Prozent darauf angewiesen, dass Tickets etwa direkt beim Busfahrer gekauft werden müssen.

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dpa

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Veröffentlicht am:
20. 11. 2020
09:09 Uhr

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20. 11. 2020
09:09 Uhr



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