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Leser spenden mehr als 5700 Euro für Marianne Wißler

Die Leser unserer Zeitung hat das Schicksal von Marianne Wißler aus Schweina sehr berührt. Mehr als 5700 Euro spendeten sie bislang für die 83-Jährige, deren Haus wenige Tage nach dem plötzlichen Tod ihres Sohnes überflutet wurde.



Marianne Wißler ist tief bewegt, als sie von der hohen Spendensumme erfährt. Heide Lochner steht der Seniorin in dieser schweren Zeit bei. Foto: Heiko Matz
Marianne Wißler ist tief bewegt, als sie von der hohen Spendensumme erfährt. Heide Lochner steht der Seniorin in dieser schweren Zeit bei. Foto: Heiko Matz   » zu den Bildern

Schweina - "So viel Geld, ich bin sprachlos", sagt Marianne Wißler mit Tränen in den Augen. "Sagen Sie allen Lesern ein ganz großes Dankeschön." Viele hat das Leid, das der Seniorin Mitte Juni widerfahren ist, nicht kaltgelassen. Das zeigen die zahlreichen Spenden, die nach dem Aufruf in unserer Zeitung auf dem Konto des Hilfsvereins von Südthüringer Zeitung und Freies Wort "Freies Wort hilft - miteinander füreinander" eingegangen sind. Bislang mehr als 5700 Euro.

"Das Geld bekommt die Richtige, denn Marianne war auch immer für andere da", befindet Heide Lochner. Die Architektin kennt Marianne Wißler seit vielen Jahren und steht der Seniorin in der schweren Zeit zur Seite. "Marianne ist noch gar nicht zur Ruhe gekommen", erzählt sie. Das soll sich spätestens ab September ändern. Denn eines ist klar: In dem Haus in der Rudolf-Breitscheid-Straße, das in 30 Jahren dreimal überflutet wurde, kann die 83-Jährige nicht bleiben. Sie ist gehbehindert und kann nur schwer die Treppe hinaufsteigen, wo sich unter anderem ihr Wohnzimmer und ihr Schlafzimmer befinden. "Wenn mein Junge noch da wäre, dann ginge das", sagt sie. In den Räumen im Souterrain, zu denen auch die Küche gehört, stand das Wasser kniehoch. Mike und Ilona Fischer aus Barchfeld - Freunde ihres verstorbenen Sohnes - haben hier das Ausräumen übernommen.

"Auch wir waren nicht untätig", sagt Heide Lochner. Gemeinsam mit der 83-Jährigen hat sie sich auf die Suche nach einer neuen Bleibe begeben - und eine gefunden. Marianne Wißler wird im September im AWO-Seniorenwohnen in der ehemaligen Schule in Barchfeld eine barrierefreie Wohnung beziehen. Für einen Platz in einer der zwei Wohngemeinschaften dort reiche die Rente nicht, aber die Zwei-Zimmer-Wohnung sei finanzierbar. "Ganz hell, mit einer tollen Aussicht. Und auf dem Klingelschild steht schon ihr Name", erzählt Heide Lochner. Auch die neue Küche haben die beiden Frauen schon ausgesucht.

"Ich wäre gern in Schweina geblieben, aber ich kenne auch viele Barchfelder", sagt Marianne Wißler. "Da unten bist du auch nicht vergessen - wir lassen dich schon nicht hängen", verspricht Heide Lochner.

"Zum Tischrücken kommen Sie aber nach Barchfeld und berichten", sagt die 83-Jährige. Die großzügigen Leser sollten doch sehen, dass die Spenden sinnvoll genutzt werden.

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Marie-Luise Otto

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Veröffentlicht am:
10. 07. 2020
19:49 Uhr

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10. 07. 2020
19:49 Uhr



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